Hallo Sebastian!
zu 1.: Wenn die Kiesgrube enen Namen hat (auch der Name des Betreibers), sollte man diesen angeben. Also z.B, Kieswerk abc nördlich xyz, nicht unbedingt hilfreich ist eine Angabe Kiesgrube nördlich xyz oder bei xyz, dann besser mit Entfernungsangabe (Kiesgrube ca. 300 m nördlich xyz).
soweit klar;
Bei Strandfunden von der Ostsee gebe ich in der Regel den nächsten Hof oder Campingplatz an.
macht das Sinn?
Meine Frage sollte eher akademisch verstanden werden. Wir sprechen nicht vom "Anstehenden" im klassischen Sinne, bei dem auch fazielle Gegebenheiten (bei Mineralien: lagerstättenspezfische G.) eine wichtige Rolle spielen können. Wir haben es (meist) mit einem ungeschichteten Haufen Steine zu tun, die zum größten Teil mit dem Saugbagger nach oben gefördert werden und dann auf Halde liegen. (Siehe hierzu auch meine Anmerkung zum Thema Funddatum unten). Wenn z.B. mehrere Kiesgruben nebeneinander die selbe Grund-/Endmoräne abbauen, dann sollte der Kiesgrubenname eigenlich völlig unwichtig sein. Jeder Kiesgrubenbetreiber pickt sich quasi sein Stein aus einem regellosen Haufen. Wer (=Kiesgrubenname) derjenige ist, sollte dann nebensächlich sein. Also, meine Frage: Reicht nicht der Ortsname aus?
Andererseits, das stelle ich selber fast jedes Wochenende fest, bemerkt der aufmerksame und fachkundige Sammler durchaus feine Unterschiede im Gesteinsangebot auf den Halden. Also doch feinst säuberlich trennen? Das macht bei Leitgeschiebe eigentlich keinen Sinn, es sei denn, man möchte Metergenau die Verbreitung eines Gesteines von seinem Ursprung (dem Anstehenden) dokumentieren. Das macht ja keiner, oder?
Wäre es dann nicht sinnvoller, nur den Ursprung zu vermerken? Es sollte doch eigenlich egal sein, ob ich z.B. ein Rapakiwi aus Lellainen/Finnland an der Ostseeküste oder bei Bremen oder bei Hildesheim oder im Berliner Raum gefunden wurde. Wir wissen alle, der Fundort ist dann "zufällig" entstanden.
zu 2.: Bei seltenen oder sehr interessanten Stücken kann die Angabe eines Funddatums hilfreich sein. Dann ist aber auch die Angabe von Fundbereich innerhalb einer Kiesgrube von Interesse.
Bitte weiter erläutern. Die Kiesgruben haben meist recht kurze Betriebsperioden, entstehen manchmal ganz kurzfristig (Sandgewinnung für Straßenbau). Man kann also nur dokumentieren, dass in einem gewissen Zeitraum dort Kies abgebaut wurde. Eine tageweise Dokumentierung macht meines Erachtens keinen Sinn, denn kein Betreiber führt genau Buch, in welchem Bereich der Grube er seinen "Schnorchel" ansetzt. Bei einem regellosen Haufwerk ist diese Information für Sammler/Wissenschaftlich Interessierte "akademisch".
Auch am Strand: z.B. Brodtener Ufer. Ist es wichtig zu wissen, wann man den Stein dort aufgelesen hat? Welche zusätzlichen Erkenntnisse lassen sich daraus gewinnen?
Ich betrachte hier den häufigsten Fall der Kiesgrube: Naßgewinnung mit Saugpumpe, Klassierer und Halden. Meine Frage läßt sich auch auf die Ostseeküste übetragen, weniger ins Alpenvorland.
Schönes WE
Kluftknacker