Hallo,
Das mit dem Beryll ist wahrlich ein Problem. Was ist Beryll allein? Trüber weißer, grünlicher, bläulicher X?
..ja, natürlich.
Also ich habe da kein Problem. Zunächst mal ist ja alles Beryll (im mineralogischen Sinn). Gebraucht jemand nun die Bezeichnung Heliodor, Aquamarin, Goshenit oder Smaragd verbindet sich damit bei mir (hoffentlich nicht nur bei mir) eine recht genaue Vorstellung, eine genauere Vorstellung als es die Bezeichnung Beryll könnte. Wir gebrauchen ja sogar in unserer Umgangssprache Begriffe wie "smaragdgrün" oder "aqumarinblau". Der Edelstein-Handel gebraucht auch diese Begriffe und Abgrenzung zum "gemeinen" Beryll sollte man wirklich nicht so eng sehen. Zwischen schwarz und weiß gibt es ja auch noch was - oder ? Klar, dass man da nicht (im mineralogischen Sinn) mit einer Analyse feststellen kann (manchmal vieleicht sogar schon ?) ob das nun ein heller Aquamarin oder ein blaugrünlicher Goshenit ist, aber ist das ein Problem, lass doch Dein Auge entscheiden.
Viel eher sehe ich ein Problem, wenn FALSCHE Mineralbzeichnungen verwendet werden, z.B. "Schaumburger Diamant", "Herkimer Diamant" oder "Mirabeau-Diamant", alles ja nur Quarz - oder genauer gesagt Bergkristalle

. Auch Kunstnamen, die nur eingeführt werden, um nicht zu sagen was man verkaufen will, sollte man möglichst nicht gebrauchen. Oder wer kann sich was unter "Mondolith" vorstellen (halt, nicht googeln

)?
Bezeichnungen, auch wenn sie im mineralogischen Sinn nicht richtig (anerkannt) sind, jedoch Farbe oder Ausbildungsform klarstellen würde ich im Zweifelsfall sogar den Vorzug geben. Beispiele: Szepterquarz, Amethyst, Phantomquarz, Fadenquarz, Kieselstein ...
Aber o.k. Bixbit ist nicht sooo gebräuchlich und die (offensichtliche) Verwechslungsgefahr mit Bixbyit

- nur aufgrund des ähnlichen Namens - spricht ja auch nicht dafür "Bixbit" zu verwenden.
Gruß
Berthold