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Altersbestimmung Gestein

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traubensaft:
Ein Impakt könnte doch durchaus die Energie aufbringen - wenn man bedenkt das hier Krater von über 200 km entstehen können. Und diese Vorfälle hatten wir auf der Erde ja "ständig".

Krizu:
Ganz einfach: Ich lasse 1.000.000 Wildschweine los...

oder nehme einen Teilchenbeschleuniger und schiesse ein Wildschein mit der 1.000.000 fachen Energie auf den Kern.

Nimm es einfach so, wie mit der Quantenphysik:
Zum Ende des 19. Jahrhunderts glaubten alle, es gibt in der Physik nichts mehr zu entdecken - nur kleine Abweichungen.
Dann kam die Quantenphysik um den Rest zu erklären. Jetzt sind aber die 8. Nachkomma usw bestimmt. Um jetzt mal ehrlich: Ist es nicht egal, ob die Halbwertszeit eines Zerfalls 100.000.000 oder 100.000.005 ist ;-)

(Ok - Vergleich hinkt, da die Halbwertszeiten nicht berechnet werden. aber die QED und QCD sind gut genug :-) )

Ist es nicht komisch, dass ein Kernreaktor funktioniert, eine Atombombe zündet usw? Und das obwohl da so Faktoren wie du sie postuliertst auf den Kopf besteltl werden? BTW: Die beschreibung der Isotopenbverteilung nach der Kernspaltung ist eigentlich ein guter Beweis dass es verstanden ist. Oder dass die KErne langsam in Richtung Z=120 stabilrr werden...

MfG

Frank



MfG

Frank

traubensaft:
Naja ich habe nicht behauptet, dass ich recht habe. Aber mir hat der Beweis für eine aufgestellte Methode gefehlt und da ist es erlaubt nach den Beweisen zu fragen. Und wie du selber gesagt hast sind die Beeinflussungen da (wenn auch extrem minimal) weswegen mein Gedankengang ja nicht ausschließlich falsch war.

triassammler:
Hallo Benjamin!

Selbst ein richtig gewaltiger Impakt kratzt ein bisschen am Gestein herum. Er erzeugt Drücke von ein paar Gigapascal und Temperaturen von max. um die 10.000 Kelvin. Das ist... gar nichts, verglichen mit den Kräften, die einen Atomkern zusammenhalten. In extremis kommen bei einem großen Impakt ein paar Tonnen Diamanten heraus, und das war es schon.
Hätte ein Megaimpakt Auswirkungen auf die atomare Struktur der Materie, würden die entsprechenden Krater von exotischen Isotopen nur so wimmeln. Dem ist aber nachweislich nicht so.

Man muss zwischen den Kräften, die die Komponenten des Atomkerns zusammenhalten, und denen, mit denen die Atome untereinander wechselwirken, differenzieren. Ein Impakt kann Atome gegeneinander verschieben (Stichwort: planare Elemente in Kristallen), aber er kann nicht  die Kerne beeinflussen.
Während man mit dem Fingernagel die Bindung der Kohlenstoffatome in einem Stück Kohle untereinander aufheben kann, werden zur Beeinflussung der Kerne unvorstellbare Drücke und Temperaturen (mehrere Zehnermillionen Grad) benötigt.


--- Zitat ---Das heisst aber das es durchaus Parameter gibt, die eine Beeinflussung ermöglichen.
--- Ende Zitat ---
Ja, bspw. der theoretisch postulierte Protonenzerfall. Angeblich sind Protonen langfristig nicht stabil und unterliegen selbst einem Zerfall. Dadurch würde sich der Atomkern und damit seine radioaktiven Zerfallseigenschaften verändern. Das wurde bislang experimentell nicht nachgewiesen, weil die berechnete Halbwertszeit so hoch ist, dass das Universum an sich noch nicht alt genug ist, um bisher überhaupt einen einzigen Protonenzerfall erlebt zu haben.

Auch die extreme Krümmung der Raumzeit (gemeinhin als Gravitation bezeichnet) in der Nähe der von Frank erwähnten Neutronensterne oder Schwarzen Löcher hat bisher nur theoretisch errechnete Auswirkungen auf Atomkerne und damit deren radioaktiven Zerfall. Nun beschäftigen wir uns aber mit der Radioisotopen-Datierung von nur max. 4,5 Milliarden Jahre alten Gesteinen (etwas Älteres ist in unserem Sonnensystem leider nicht geboten), und dies eben im Bezugsrahmen unseres Sonnensystems, für das die hundsnormale Raumzeitkrümmung einer stinknormalen Mittelklassesonne gilt.

Die Esoteriker haben aber mit der Orgonenergie (hat einer in München die große Pyramide im Eingangsbereich der "Wellness-Halle" gesehen?  Die dient zu deren "Fokussierung" ;) ) ein unfehlbares und von ihnen wissenschaftlich bewiesenes Mittel zur Beschleunigung des Kernzerfalls gefunden. Das ist auch der Grund, warum momentan mirakulöser Weise täglich Tausende Tonnen radioaktiver Abfälle aus den Zwischenlagern verschwinden und in Form harmlosen, nichtaktiven Baustahls die chinesische Bauindustrie beflügeln  ;D

Nein, ganz im Ernst, eine auf der Erde praktikable Methode, die Halbwertszeit eines Elements zu beeinflussen, wäre genauso viel wert wie eine Maschine zur Goldherstellung aus Plastiktüten.

Es gibt noch die Möglichkeit, Isotopen radioaktiv zu bestrahlen, um durch Kernspaltung andere Elemente zu erzeugen ("Schneller Brüter"). Dies muss in einem Kernreaktor gemacht werden, womit sich mülltechnisch die Katze in den Schwanz beisst, denn als Strahlenquelle wird weiteres radioaktives Material benötigt, das anschließend dann ebenfalls...

In der Natur kommt es nicht vor, dass zu datierende Proben neben hoch angereichertem Uran (HEU) oder Plutonium liegen und dadurch beeinflusst werden. Beide Substanzen sind künstlichen Ursprungs, bzw. Plutonium entsteht nur bei Supernovaexplosionen und zerfällt anschließend so rasch, dass es in später aus den Explosionsüberresten entstandenen Planeten nicht mehr vorkommt.

Insgesamt gibt es im Rahmen der Bedingungen auf der Erde und im Sonnensystem keinen Mechanismus, der die Radioisotopenuhr geologischer Proben verfälscht.

Gruß,
Rainer

Krizu:

--- Zitat von: traubensaft am 02 Nov 09, 18:58 ---Ein Impakt könnte doch durchaus die Energie aufbringen - wenn man bedenkt das hier Krater von über 200 km entstehen können. Und diese Vorfälle hatten wir auf der Erde ja "ständig".

--- Ende Zitat ---

200km sind Peanuts. und ständig getroffen? Ok, dann lass ich mal einige Kerne in der ms zerfallen. Bring mal etwas Neutronenmaterie auf die Erde... da kommt Aktion auf. Tunguska ist da echt ein Fünkchen dagegen. Und dann sind ein paar Isotope anders... Ich spreche NICHT von der Iridium-Anomalie. Vielleicht sind echt ein paar Deuteriums zu He fusioniert - und?

Also du forderst gerade Meteoriten, ca 1000 stk/s die einen Einschlag machen.

BTW: Wie war das noch? Wenn eine Ameise ein Bein hebt ist das die Energie von einem GeV. Dieses Bein fällt auf ein Atom! Das ist Physik ;-) wie ich sie meine.

Mein Vorschlag:
1.) Verabschiede dich von dem verborgenen Parameter oder werde Kreationist. Dann darfst du den PArameter Gott nennen.
2.) Schmeiss deine Funkuhr weg und setze eine analoge, mechanische Uhr dahin. Meines Wissens ist der Cs-Übergang Hyperfeinstruktur=Kerntechnisch limitiert.
3.)  Liefer mit einen Beweis, dass die Erde keine Hohlkugel mit geänderter Physik der Optik  ist. (der einfachste Beweis hat mit dem Forum zu tun!)

Achja: Die Mäuse haben die Herrschaft ;-) <- Joke! für Insider

Im Ernst: Die Naturwissenschaft erlaubt keine verborgenen Parameter. Wenn das Modell durch Verscuhe bestätigt wird, ist keine weitere Erklärung notwendig. Schön dargelegt ist das durch die Diskussionen "Michelson Interferometer Äther". Gefordert wurde eine Substanz, der Weltäther oder Raumäther um Kräfte wie die Schwerkraft zu übertragen. Dazu müsste der ganz schön kaputte Eigenschaften haben. Allerdings zeigten Interferometermessungen zu verschiedenene Jahreszeitzen und damit Bewegungszuständen der Erde andere Ergebnisse. Daraufhin legten die Ätherfreunde nach, dass der Äther das Messgerät genau richtig beeinflusst, damit die=ihre Theorie stimmt.

Also: Beweise, dass es auf der Erde einen Zustand gibt, der über - sagen wir - in Jahr in einem Würfel mit 1kg Americium 241 die Zerfallsrate messbar ändert. Oder der dazu führt, dass das Wasser der Weltmeere sich in He verwandelt.

MfG

Frank

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