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unvorstellbare Naturgewalt

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Hg:
Heute bin ich beim Lesen in einem Buch (Chemie-Rekorde; Menschen, Märkte, Moleküle) auf einen sehr faszinierenden, wenn auch erschreckenden Artikel gestoßen. Die Natur mit ihren Gewalten und Kräften zeigt doch immer wieder, wie klein und machtlos der Mensch doch sein kann.


--- Zitat ---Am 21. August 1986 kam es durch den plötzlichen Ausstoß einer gewaltigen CO2-Gaswolke aus dem Kratersee Nyos in Kamerun zum Tod von über 1700 Menschen und mehr als 3000 Stück Vieh, die sich in einem Radius von bis zu 10 km vom Krater befanden. Das Gas hatte sich über Jahrtausende im Magma unter dem See gebildet und sein Wasser vollständig gesättigt, vermutlich sogar übersättigt. In dieser instabilen Situation kam es durch einen heute nicht mehr genau feststellbaren Auslöser zu einer schnellen, eruptiven Gasfreisetzung aus dem Wasser, die nur etwa 15 bis 20 Sekunden dauerte. Es wird geschätzt, dass dabei insgesamt 1,2 km³ (!!!) CO2 austraten die sich wegen der höheren Dichte im Vergleich zur Luft rasch auf die topographisch niedriger gelegenen Gegenden um den See verteilten und dort zum tragischen Erstickungstod führten

G. W. Kling, M. A. Clark, H. R. Compton, J. D. Devine, W. C. Evans, A. M. Humphrey, E. J. Koenigsberg, J. P. Lockwood, M. L. Tuttle, G. N. Wagner, Science   1987, 236, 169 - 175

--- Ende Zitat ---

Einfach nur unglaublich, oder?
Gruß,
Andreas

Hans-Joachim:
guten Morgen

Ich glaube die Natur hält noch ein paar nette Überraschungen für die Blüte der Schöpfung (Mensch)
bereit lassen wir uns Überraschen. ist nicht böse gemeint nur sarkastisch .

Gruß Achim

giantcrystal:
Ja, das denke ich auch

Wir haben das große Glück, in einer geologisch relativ "moderaten" Zeit zu leben. Wenn ich mir historische Vulkanausbrüche wie die Lakispalte in Island oder den Tambora anschauen - alles noch nicht so lange her - dann können wir uns wirklich glücklich schätzen.

Von Metoriteneinschlägen wie dem Rieskrater, großräumigen Flutbasalten und Eiszeiten einmal ganz abgesehen.

Und vor diesem Hintergrund stellt sich der Mensch hin und behauptet, er wolle den Klimawandel verhindern...Hybris pur !

Ein nachdenkliches Glück Auf

Thomas

Krizu:
Hallo,

meines Wissens wurde jetzt ein Rohr als Springbrunnen eingesetzt.
Damit soll nach und nach das CO2 ausgetrieben werden.

BTW: Es gibt auch H2S gesättigte Tiefenwässer in Seen. Da möchte ich nciht in der Nähe sein, wenn der See pupst. H2S ist giftig, CO2 "nur" erstickend.

Mfg

Frank

smoeller:
Hallo,

Da gab es auch mal eine Dokumentation drüber. Gefährlicher ist der Kiwo-See (oder Kiwa-See) im Kongo. Da ist auch Methan drin. Da möchte ich auch nicht daneben stehen, zumal in der Nähe die Virunga-Vulkane sind. Wenn da Lava reinläuft, das Methan an die Oberfläche treibt und entzündet....

Glück Auf!
Smoeller

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