Gesteine / Rocks / Rocas > Vulkane, Erdbeben, Tektonik / Volcanos, Earthquakes, Tectonics

unvorstellbare Naturgewalt

<< < (6/7) > >>

Trommelsteinsammler:
Natürlich war meine Ansage etwas provokant. Nur die Frage ist nicht ob - sondern wann der Knall kommt. Als Berliner habe ich schon mehrmals in der Eifel MM` gesammelt. Mann kann dort sehr viele aufgeschlossene und intelligente Menschen finden. Aber auch den klassischen Hinterwäldler. Nur die angesprochene Thematik interessiert niemanden. Ich bin auch der Meinung - eine Lösung kann nur eine Nationale sein. Eine Umsiedlung - sollte natürlich auch über jahrzehnte dauern. Nur eines ist klar: Die Menschen sollten schon richtig aufgeklärt werden und ihnen muß eine Perspektive geboten werden.

Manfred

triassammler:
Hallo Manfred,

solche sehr langfristigen Projekte decken sich leider nicht mit dem menschlichen Erleben von "Zeit". Menschen sind außerstande, im Kollektiv für Jahrhunderte oder gar Jahrtausende konkret vorauszuplanen. Wenn die Bedrohung nicht ausgerechnet morgen vor der Tür steht, kann man es nachfolgenden Generationen überlassen, sie zu bewältigen - so die menschliche Denkweise. In einigen Bereichen mag dies fatal sein, in anderen ist es angemessen.

Im ähnlichen Zeitrahmen sollten wir uns überlegen, wie wir Kanada Nordamerika, den größten Teil Großbritanniens, Skandinavien, Norddeutschland und all die anderen Gebiete, die in 15.000 bis 50.000 Jahren wieder von Gletschern überzogen sein werden, allmählich räumen...

Kurz, es gäbe eine Menge Bedarf für Umsiedlungen auf diesem Planeten, als hätten wir nicht schon genug Bevölkerungsdruck. Und es wird viele, viele Menschen geben, die sagen, dass sie lieber heute in Freiheit gefährlich und morgen vielleicht gar nicht mehr leben wollen statt zusammengepfercht mit dem Rest der Menschheit in den wenigen Gebieten auf dem Planeten, die wirklich sicher sind...

Wobei - es gibt ja auch noch die Bedrohung von außen: Metoriten- und Asteroideneinschläge! Wenn uns in einer bestimmten Region also zumindest kein Vulkan bedroht, könnte uns trotzdem immer noch der Himmel auf den Kopf fallen. Statistisch wenig wahrscheinlich ist es, dass am Ort eines bereits existierenden Meteoritenkraters noch einmal ein kosmisches Geschoss herabfällt - soll man deswegen die ganze Menschheit zur Umsiedlung in die bekannten Krater anhalten?

Ich bin für Fatalismus: Wenn jemand - wie die Eifelbewohner - um die Gefahr weiß, in der er lebt, seine Heimat aber trotzdem nicht verlassen will (schließlich zwingt sie auch schon jetzt niemand, unbedingt dort zu bleiben), dann soll er das tun dürfen.
Und ich bin gegen einen Rundumbedenkenträgerstaat, in dem die Laternenmasten mit Schaumstoff gepolstert und die Autos aus Gummi sind...

Gruß,
Rainer

fassi:
Nun stell Dir doch mal vor es betrifft Dich selbst .
Du hast ein Haus gebaut ,einen Baum gepflanzt und nen Sohn gezeugt , wohnst sehr gern dort -
kommst eines guten Tages nach hause von Arbeit und wills eigentlich nur Deinen Kaffe trinken -
da gibt Dir mit starre Mine Deine Frau einen Brief vom Landratsamt in dem Steht  Du sollst mit sack und Pack umsiedeln nach Brandenburg . weil eventuell ein Vulkan ausbrechen könnte ....
Ob Du dabei finanzielle Hilfe bekommst steht natürlich NICHT in diesen Brief ...

Dein Kaffe wird kalt und Du vor Wut heiß ...

so würde es jeden gehen .-

spotts:
Die bisherigen Vulkane der West-Eifel haben nicht die Energie gehabt um die Region weiträumig zu verwüsten. Natürlich ist es lästig einen Ausbruch im Garten zu haben, ist aber auch gut für den Tourismus...
So spektakulär wie in den RTL-Vulkanfilm wird es nicht passieren. Für die explosiven Ausbrüche ist in der Westeifel zu wenig Quarz in der Schmelze.
Übrigens: wer einmal die Entstehung des Dreiser Weihers kennen lernen möchte: am Sonntag (19.9.) gibt es zum Tag des Geotops eine Wanderung dorthin.

Gruss
Helge

triassammler:
Hallo Helge,

wenn ich mir aber die Größe des Laacher Sees und das Volumen an Pyroklastika im Umland so ansehe, können die Ausbrüche ja soooo klein nicht gewesen sein...

Soweit ich mich erinnere, spielt beim Eifelvulkanismus das Grundwasser (phreatomagmatische Eruptionen) eine wesentliche Rolle hinsichtlich der Explosivität?

Gruß,
Rainer

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln