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Miozäne Steinkerne mit Fraßspuren
Sargentodoxa:
Hallo
Nur der Form halber, es handelt sich um Steinkerne von Mastixia lusatica MAI. Und in der Tat sind dies tierische Fraßstellen,
zumindest das Exemplar unten links. Ich kenne diese Löcher auch und sie befinden sich entgegen der Sollbruchstelle. Es gibt gut erhaltene Ex von Wiesa und ist auch allg. anerkannt. In Wiesa kamen noch andere Sachen vor zB: Symplocos lignitarum-Steinkerne mit Insektenanstichen. Sehr schöne runde Frasslöcher kamen in einer anderen oberlausitzer Fundstelle vor. Angenagte Steinkerne von Carya ventricosa. Hier kamen auch regelrechte Steinkernnester vor , die als Vorratstätigkeit eines Nagers gedeutet wurden. Natürlich kann jetzt der Einwand kommen, das dies Zusammenschwemmungen sind! Ziemlich eindeutig ist aber eine eigene Beobachtung in einem rheinischen Tgb., wo in einem hohlen Xylit über 20 Carya-Nüsse steckten. Ein angelegter Vorrat!
Natürlich macht man sich Gedanken z.B. wenn in einer Fundstelle dickwandige Steinkerne von Turpinia ettinghausenii häufig zerbrochen sind, aber trotzdem gut erhalten, scharfkantig usw. als wären sie von einem "Kernbeißer" zerknackt worden. In anderen Fundstellen sind diese dickwandigen Kerne maximal nur abgerollt. Dies nur einige Beobachtungen, den Verursacher bestimmter Fraßspuren wird man wohl unter den Nagern bzw. Hörnchen suchen müssen. Gruß Werner
Sargentodoxa:
Hallo
Im Rahmen von angenagten Neufunden, folgende Literaturhinweise:
KUTSCHKE,KLAUS DIETER: Fraßspuren an Steinkernen von Mastixia amygdalaeformis ... Geologie Jahrgang 14 Berlin 1965
SCHMIDT et al.: Biß-Spuren an Früchten des Miozän-Waldes der niederrheinischen Braunkohlen-Formation; Fortschr.Geol.Rheinld. und Westf., Krefeld 1958
Werner aus der Lausitz
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