Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Silbergrube, Waidhaus, Oberpfalz Bestimmungshilfe
smoeller:
Hallo,
Nur als Tipp: Bei sekundären Phosphaten reicht eine EDX als alleinige Methode meist nicht, insbesondere, da oft Eisen in zwei- und dreiwertiger Form vorhanden ist und bei den großen Ungenauigkeiten einer semiquantitativen Analyse eine Berechnung der Wertigkeit über die Stöchiometrie ausscheidet. Besser Mikrosonde + evtl. Mössbauer-Spektroskopie oder Raman/IR.
Meines Wissens sind die gelben Kristalle der Silbergrube Jahnsit-(CaMnMn) und sehr sehr selten andere Glieder, aber kein Keckit.
Glück Auf!
Sebastian
Fabian99:
Hallo,
die Anforderungen für eine saubere Mikrosonden-Analyse sind um einiges höher als an eine EDX. fängt schon mit der Matrix-Kalibration an. Eine Mössbauer-Spektroskopie ist im universitärem Umfeld denkbar. Aber selbst dienstlich konnte ich die bisher nicht einsetzen.
LG
smoeller:
Hallo,
Das ist mir durchaus bewusst (habe sicher über einen Monat an der Mikrosonde gesessen, vor allem während der Diplomarbeit, aber auch später) und etliches untersucht. Vor knapp einem Jahr habe ich einige Stücke "Oxyschoonerit" (Wildenauerit, Schmidit und andere) zur EDX-Analyse geschickt, konnte aber mit den Ergebnissen kaum eindeutige Zuordnungen machen. Bei den genannten Mineralen hat man es mit sehr hohen Wasser- (bzw. OH-) Gehalten zu tun und zudem mit Übergangsmetallen (Fe und Mn), die anfällig für Oxidation sind, also möglicherweise in verschiedenen Oxidationsstufen vorliegen. Bei so etwas hat man nur eine Chance, wenn die Analysegenauigkeit im Bereich von Zehntelprozenten liegt. Mit EDX schwierig. Bei anderen Phosphaten (Beraunit vs. Eleonorit z.B.) dasselbe.
Mössbauer hab ich auch erst einmal während des Studiums ausgewertet, selber messen durfte ich wegen der Gammastrahlenquelle nicht. Damals Olivin (selbst gesammelt) aus der Eifel.
Glück Auf!
Sebastian
Axinit:
Servus,
nun, ein Tag Mikrosonde kostet um die 500 € - wenn der Operator freundlich ist, gibt es die Probenpraeparation noch umsonst dazu.
Leider ist das untersuchte Stuefchen dann fuer immer fuer die Sammlung verloren ::).
Moessbauer geht auch am Synchrotron ohne radioaktive Quelle an mikroskopischen Proben... hier ist die Messzeit dann noch eine Groessenordnung teurer.
Um ein korrektes Etikett auf das MM-Doeschen mit der selbstgesammelten Probe kleben zu koennen, sind diese Methoden dann doch ein wenig aufwendig - zumal die Datenauswertung meist eine Expertise voraussetzt, die die meisten Sammler eher nicht haben duerften.
In diesem Sinne - immer schoen die Bodenhaftung behalten - manche Bestimmung wird den Kollegen aus den Instituten vorbehalten bleiben muessen.
GA,
Harald
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