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Autor Thema: Pharmakolith oder Pikropharmakolith / vmtl. Pharmakolith  (Gelesen 4711 mal)

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Offline uwe

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Bei einer Duchsicht meiner Sammlung ist mir ein MM unters Bino gekommen, welches ich bisher als Pharmakolith von der 139 in Lauta bezeichnet habe. Nun kommen mir Zweifel, ob es sich evtl. um Pikropharmakolith handelt, denn die Einzelkristalle sind glasklar. Während Pharmakolith von der 139 beschrieben ist, wird Pikropharmakolith von dort nicht erwähnt.

Was ist Eure Meinung ?

Uwe
« Letzte Änderung: 05 Aug 17, 12:25 von oliverOliver »

Offline smoeller

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Antw:Pharmakolith oder Pikropharmakolith
« Antwort #1 am: 11 Jan 10, 18:12 »
Hallo,

Sind die xx wasserklar und gipsartig (prismatisch mit schrägen Enden)?

Dann eher Pharmakolith. Pikropharmakolith ist meist sehr feinnadelig und trübe farblos, meist aber weiß.

Glück Auf!
Smoeller

Offline thdun5

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Antw:Pharmakolith oder Pikropharmakolith
« Antwort #2 am: 11 Jan 10, 18:24 »
Hallo,

Pikropharmakolith wurde schon vor einem Jahr von der Schachthalde 139 bei Lauta erwähnt und auch durch Analysen eindeutig bestätigt.

Es muss sich aber nicht einmal um Pharmakolith bzw. Pikropharmakolith handeln. Häufiger als diese beiden Vertreter ist u.a. farblos-weißer bis leicht bläulicher Parasymplesit (manganhaltig).
Dazu muss ich noch sagen, dass nur sehr wenige sichere Pikropharmakolithe von dort nachgewiesen wurden. Da ist Pharmakolith neben Annabergit und Arsenerzen etwas häufiger.

Gruß
Daniel

Offline uwe

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Antw:Pharmakolith oder Pikropharmakolith
« Antwort #3 am: 12 Jan 10, 17:26 »
Hallo Sebastian,

ob monoklin oder triklin kann ich bei den winzigen Einzelkriställchen nicht erkennen. Die Einzelkristalle sind aber zweifelsfrei farblos klar. Ich hatte bisher angenommen, daß eher Pikropharmakolit farblos ist und Pharmakolith eher drüb weiß. Nach Deiner Auskunft ist es aber eher umgekehrt - sehe ich das so richtig ? Gipsähnliche Kristalle stimmt allerdings.

@Daniel: Ob Parasymplesit oder nicht kann ich auch ohne Rückfrage gerade noch erkennen  ;). Ich gebe Dir allerdings recht, daß es im Zweifelsfall immer das häufigere Mineral ist.

Gruß
Uwe

Offline smoeller

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Antw:Pharmakolith oder Pikropharmakolith
« Antwort #4 am: 12 Jan 10, 17:39 »
Hallo,

Für mich nach den Fotos sicher kein Pikropharmakolith. Pharmakolith ist ziemlich sicher, hatte mal ein ähnliches Stück von Breitenbrunn. Möglich wäre noch Hörnesit, Parasymplesit (zumindest in reiner Form) eher nicht. Selbst die kleinsten Parasymplesite, die ich in meiner Sammlung habe (allerdings von Wittichen, Schwarzwald) sind immer noch deutlich blaugrau. Möglich ist sicher ein Mischkristall Hörnesit-Parasymplesit oder ähnliches. Der kann dann leider auch farblos sein.

Glück Auf!
Smoeller

Offline uwe

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Antw:Pharmakolith oder Pikropharmakolith
« Antwort #5 am: 12 Jan 10, 19:32 »
Danke Sebastian, ehe es noch komplizierter wird, belasse ich es bei meinem bisherigen Etikett - Pharmakolith.

Auch bei uns im Erzgebirge sind die Parasymplesite bläulich. Hörnesit denke ich nicht, den kenne ich aus dem Erzgebirge nur von Schneeberg.

Gruß
Uwe

Offline smoeller

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Antw:Pharmakolith oder Pikropharmakolith
« Antwort #6 am: 12 Jan 10, 20:01 »
Hallo,

Ja, ich denke Pharmakolith wird richtig sein.

Übrigens: Hörnesit gibt es auch von Antonsthal (Weißer Hirsch).

Glück Auf!
Smoeller

Offline cordes

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Re: Pharmakolith oder Pikropharmakolith
« Antwort #7 am: 27 Apr 11, 22:08 »
Hallo,
Pikropharmakolith und auch der Pharmakolith von der 139 sind in dem Buch "Kristallwelten MArienberg" beschrieben.
Hallo,

Pikropharmakolith wurde schon vor einem Jahr von der Schachthalde 139 bei Lauta erwähnt und auch durch Analysen eindeutig bestätigt.

Es muss sich aber nicht einmal um Pharmakolith bzw. Pikropharmakolith handeln. Häufiger als diese beiden Vertreter ist u.a. farblos-weißer bis leicht bläulicher Parasymplesit (manganhaltig).
Dazu muss ich noch sagen, dass nur sehr wenige sichere Pikropharmakolithe von dort nachgewiesen wurden. Da ist Pharmakolith neben Annabergit und Arsenerzen etwas häufiger.

Gruß
Daniel
Der manganhaltige Parasymplesit wurde erstmals von Dr. Gröbner analysiert (W. Hajek)

 

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