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Autor Thema: Seltsame Einschlüsse/ Bildungen in Achaten  (Gelesen 3739 mal)

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Offline Ralf

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Seltsame Einschlüsse/ Bildungen in Achaten
« am: 09 Feb 10, 00:22 »
Angeregt durch die Diskussion im Geröllachate-Thema sollten hier Achate eingestellt werden, deren Einschlüsse oder Bildungen Fragen aufwerfen.

Ich fang da mal an.

Dieser 12 x 7,5 cm große Achat aus Arenrath zeigt eigentümliche Auflösungserscheinungen.
Auf den ersten Blick könnte man an eine Pseudomorphose, bzw. das weglösen eines tafeligen Kristalls denken, etwa Baryt, der da die Achatbildung gestört hat.
« Letzte Änderung: 26 Dec 13, 12:25 von oliverOliver »

Offline Ralf

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Antw:Seltsame Einschlüsse/ Bildungen in Achaten
« Antwort #1 am: 09 Feb 10, 00:26 »
Von der Rückseite betrachtet erkennt man aber, dass es kein Kristall ist, sondern eine gebogene Leiste, die in den Achat hineinragt.
Neben der Frage, was das sein könnte, wäre auch interessant zu wissen, warum in der Kontaktzone der Achat weggelöst ist, bzw. eine normale Bildung verhindert wurde.

Offline HeikoB

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Antw:Seltsame Einschlüsse/ Bildungen in Achaten
« Antwort #2 am: 09 Feb 10, 11:18 »
Hallo Ralf,

sehr interessantes Stück aus Arenrath !  Es sieht für mich aus wie Schrumpfungsrisse,
die entstanden sind, weil sich der Infiltrationskanal verschlossen hat und der Achat an
der Stelle keine neue Kieselsäurezufuhr erhalten hat.

Die gebogene Leiste, da bin ich auch noch am rätseln und noch nicht schlau draus geworden.
Ein Riss scheint es ja nicht zu sein, da er ja nicht durchgängig ist.

Beste Grüsse

HeikoB

Offline Mineralroli

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Antw:Seltsame Einschlüsse/ Bildungen in Achaten
« Antwort #3 am: 09 Feb 10, 16:23 »
Hallo Ralf
Die "Löcher" in deinem Achat könnten Kiesesäureauscheidungen sein ähnlich wie bei Feuerstein.
Dort kennen wir das ja auch in Form von Hohlräumen und bei fortschreitender Ausscheidung als Hühnergott bekannt.
Was mich daran aber zweifeln läßt ist die Tatsache das es wohl keine Öffnung nach außen gibt und somit meine Vermutung nicht haltbar ist.
Ich gehe mal auch davon aus das sich kleine Kristalle bzw. Kristallverwachsungen aufgelößt haben. Von den brasilianischen Fundorten kennt man sowas auch.
Beste Grüße
Roland

Offline Ralf

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Antw:Seltsame Einschlüsse/ Bildungen in Achaten
« Antwort #4 am: 09 Feb 10, 22:44 »
Hier mal zwei Stücke von Ulli ( Sonnenberg ). Da er Probleme beim Hochladen von Bildern hat, mach ich das mal.
Er kann dann selbst was dazu sagen.
« Letzte Änderung: 26 Dec 13, 12:26 von oliverOliver »

Offline noelli

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Antw:Seltsame Einschlüsse/ Bildungen in Achaten
« Antwort #5 am: 11 Feb 10, 09:45 »
Hier mal ein Stk was für mich von der Bildung her schön ist

Offline Sonnenberg

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Antw:Seltsame Einschlüsse/ Bildungen in Achaten
« Antwort #6 am: 11 Feb 10, 12:50 »
 ;)
Hallo Sammlergemeinde,
 nachdem also Ralf  lobenswerterweise ! ,diese 2 Steine für mich eingestellt hat ,- bin ich ja gezwungen,etwas hierüber zu sagen. Zum ersten Bild ,es handelt sich um einen Kiesgrubenfund ,
Kiesgrube Flörsheim / Main. 85 x 65 mm
Man erkennt eine schwache Bänderung;würde ihn aber nicht als Achat bezeichnen,innerlich hat er einen Grünschieferkern,Gr. ist häufig im Taunus anzutreffen ,hier tendiere ich zur Aussage ,erst das Gestein und dann kam die Kieselsre. ,welche alles als Konglomerat einbettete.
Zu Nr. 2 - fand ihn vor 5 Jahren in der Müglitz; diesen wie auch den ersten hat Ralf geschnitten und poliert ,das Innere , wir sind der Meinung ,daß es sich um einen Pilz handelt ,der muss auch zuerst da gewesen sein,und dann ja wohl drumherum dieAchatbildungen ,Größe der Platte : 22 x 14 cm ; fraglicher Einschluss 95 x 115 mm
Da ich in nächster Zeit zwecks Holzbestimmung zu dem Robert Noll nach Tiefenthal fahre,werde ich ihn zur Bestimmung mitnehmen,ER wirds rauskriegen.Aber,wenn es nun organisches Material sein sollte.....wie kam dasEine zumAnderen.Wie alt ist das Müglitzer / bzw. Schlottwitzer Mineral,konnten sich organische Reste derart mit Achatgeröllen verbinden ? bin mal gespannt,was ihr dazu meint.
und tschüß Ulrich

 

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