Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations
Brüchiger Schörl? / Hornblende
Achim:
Hallo,
in nachfolgend abgebildeter Stufe (ca. 65 * 50 * 45mm) befinden sich ein schwarzes, vertikal gestreifes Mineral. Die Härte ist >=6, genauer konnte ich die Härte nicht bestimmen, da das Mineral bei kräftigerem Druck zerbrach, jedoch ohne geritzt zu sein. Auf HCl war keine Reaktion festzustellen. Die dunkle Matrix reagiert ebenfalls nicht auf HCl, die heller Flecken der Matrix schäumen bei Säureaufgabe auf.
Ein Strich konnte ich am Keramikblättchen nicht sehen.
Mir fällt hier nur Schörl ein, doch weis ich nicht, ob dieser auch 'brüchig' vorkommt oder nur kompakt.
Vielen Dank für die Bestimmungshilfe
Achim
smoeller:
Hallo,
Sieht nach Hornblende in einem basischen Vulkanit aus. Das weiße sind Calcitbeläge, die kommen häufiger so in Vulkaniten vor.
Als Fundort könnte Teplitz in Böhmen (Tschechien) hinkommen. In der Umgebung bis rüber nach Aussig (Ustí n.L.) kommen Vulkanite vor.
Aber auch in der Eifel gibt es solche Kristalle.
Glück Auf!
Smoeller
Röli:
Hallo,
im Osterzgebirge im Großraum Oelsen-Liebenau gibt es im Rotgneis ,in dem auch Granat
vorkommt, Schörl als gesteinsbildende Lagen bis 10cm Stärke.
Dabei ist die kristallisation zum Teil total verschwunden, so das nur noch eine schwarze Masse
vorhanden ist, die zum Teil von Feldspat- und Quarzadern im Milimeterbereich durchzogen
wird.
Es grüßt
Klaus
uwe:
Turmalin ist das meiner Meinung nach nicht. Ich tippe auf Augit oder, wie Sebastian bereits erwähnt hat, Hornblende.
Uwe
berthold:
Hallo,
nein, kein Schörl. Dem gesamten Erscheinungsbild und der Paragenese mit Calcit/Aragonit folgend unterstütze ich die Vermutung Richtung Augit oder Hornblende. Bezüglich des Fundortes möchte ich mich nicht festlegen so ein Stück könnte auch aus einem neogenen Vulkanit der Oberpfalz/Oberfrankens kommen.
Gruß
Berthold
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