Gesteine / Rocks / Rocas > Meteorite, extraterrestrische Geologie / Extraterrestrial Geology

Modellversuch Meteoriteneinschlag

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TobiasBrehm:
Hallo zusammen,

eure Kreativität ist gefragt! ;)

Ich habe jetzt mehrere Stunden im Internet nach Experimenten gesucht, bei denen ein Meteoriteneinschlag nachgeahmt wird... leider ohne Erfolg.

Ich würde gerne selbst einen solchen Versuch machen, um daran die Grundcharakteristiken eines Einschlages erläutern zu können. Es muss also nicht unbedingt komplett naturgetreu sein...

Ziel dabei ist jedoch, einfachste Mittel dabei zu verwenden. Mir würde also was in Richtung einer "Schüssel" mit Sediment o.ä. vorschweben, in die ich eine Kugel (Glaskugel/Metallkugel/...) hineinschieße und somit einen Krater erzeuge. Dabei sollte die Form danach natürlich so bleiben und nicht wieder in sich zusammenfallen (evtl. mit feuchtem Sand/Silt zu machen?)...

Super ideal wäre es natürlich, wenn man nach einem "Aufschneiden" radialstrahlige Risse unterhalb des Kraters sieht, oder im Krater eine kleine Aufdomung hätte, aber das wäre wohl bisschen zu viel Optimismus.

Kennt jemand Literatur/Internetseiten etc. auf der ein solches Experiment vorgestellt wird, oder hat jemand vielleicht Tips, wie man so etwas am Besten ausführt?

Schließlich wird es nicht reichen, eine solche Kugel von Hand zu werfen (ungenaues Zielwasser etc.). Also müsste das Ganze also eine Art Abschussvorrichtung besitzen...

Über Anregungen freue ich mich jetzt schon!

GA,
Tobias

Krizu:
Hallo,

ich befürchte, du musst in einen Bereich gehen, der nicht einfach durch Fall und Prall zu erreichen ist.
Die mechanischen Eigenschaften ändern sich mit der Geschwindigkeit des Objekts.

Also ich würde ein Luftgewehr und feuchten Gips/Lehm nehmen bzw. Wachs verschiedener Temperatur.

MfG

Frank

triassammler:
Hallo Tobias,

ich würde angefeuchteten Sand nehmen, wie Du auch schon angedacht hast. Den nimmt man auch für professionelle Versuche zur Tektonik. Gips, Lehm und Wachs verhalten sich in dem Maßstab nicht wie ein "herunterskaliertes" Gestein, sie sind duktil und verändern sich nach dem Maximum der Krafteinwirkung nicht mehr weiter, während in der Tektonik/beim Impakt das Gestein auch noch nach dem Kraftmaximum durch den Kollaps übersteilter Strukturen "weiterarbeitet". Sand bildet das besser ab.

Und ja, Du brauchst ein Luftgewehr.

Sicherlich klappt das nicht gleich beim ersten Versuch, das ganze ist schon etwas aufwändiger, und man muss herumprobieren... Besonders effektvoll wird es, wenn Du dünne, verschiedenfarbige Sandlagen übereinander häufst, an deren Deformation und Durchmischung sich die Auswirkungen dann besonders gut erkennen lassen. Ich würde dazu gefärbten Dekosand aus dem Bastelladen verwenden, der hat einheitliche Korngrößen. Und je feiner, desto besser (auch für das spätere "Aufschneiden" der "Torte").
Ich habe mal einen Versuch beobachtet, bei dem sich anschließend der feuchte Sand ausgezeichnet wie Kuchenstücke entlang der gewünschten Schnittlinien zerteilen und in Blöcken auseinanderschieben ließ. Voraussetzung dafür ist natürlich eine glatte Unterlage. Eventuell kann man die Masse auch irgendwie imprägnieren, um sie zu verfestigen, ich wüsste aber auch nicht konkret, womit.

Gruß,
Rainer

Krizu:
Ok,

nach das "Nachrutschen" habe ich nicht gedacht.
Ich war mehr auf dem Trip den Krater zum Zeitpunkt x nachzubilden,
also die Kraterwand mit den Auswürflingen usw.

Dann bleiben die Parameter:
- Munition (Spitzkugel, Diabolo, Kugel, Bolzen)
- Entfernung (>2m)
- Aufprallwinkel

So wie ich die aktiven Schiessgruppen kenne, sind die gerne hilfsbereit.
Der Vorteil ist, dass die Wettkampfgewehre "etwas" präziser sind als die "Garten"-gewehre.

MfG

Frank

Hotzenblitz:
hallo....

da fällt mir spontan nen so richtig so nen halb ausgetrockneter schlammsee in nem steinbruch ein.... so mit richtig lecker brauner suppe drinn... wenn du da dann so nen steinbrocken rein wirfst.......? 

da gibts dann manchmal echt nette kraterbildungen......!


g.A. chris

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