Hallo,
nein, nicht der Erstfundort ist die Typlokalität sondern der Fundort (oder die Fundorte) woher die Proben für die Erst-(Neu-)Beschreibung (bzw. dafür notwendige Untersuchungen) kamen. Häufig hat man zum Beispiel einen (nicht anerkannten) Mineralnamen an einem Fundort, später wird (ausreichend Material) an einem anderen Ort gefunden, das Mineral untersucht und beschrieben und der Name vergeben. Möglicherweise Jahre später stellt dann irgendwer fest, dieses Mineral wurde schon früher woanders gefunden (und anders bezeichnet), das ändert dann nichts an der Typlokalität. Lediglich der falsche Name wird in so einem Fall "ausgerottet".
Gruß
Berthold