Mineralien / Minerals / Minerales > Grube Clara / Schwarzwald
unbekanntes weißes von der Grube Clara
thdun5:
Hallo,
ich habe hier ein mir unbekanntes weißes Mineral von der Aufbereitungsanlage Kirnbach der Grube Clara.
Es ist glaskopfartig ausgebildet, sehr spröde, niedrige Härte und besitzt keine Reaktion bei Zugabe von HCl. Somit wäre eine von mir vermutete Kalksinterbildung eigentlich auszuschließen.
Ist es evtl. etwas in Richtung Kaolinit oder Hydrozinkit oder doch etwas ganz anderes ?
Für eine Hilfe wäre ich Euch sehr dankbar.
Die Bilder zeigen zum einen eine Drauficht als auch eine Seitenansicht. Die Bildbreite auf dem ersten Bild beträgt ca. 7 cm.
Gruß
Daniel
geologe:
Hallo Daniel,
Ich besitze einige Schneekopfkugeln von Friedrichroda/Seebachfelsen. Diese besitzen als Füllung Kaolinit das deinen hier vorgestellten Mineral sehr ähnlich sieht. Glaskopfartige Ausbildung, sehr spröde, leicht glänzende Oberfläche und weiß. Rein optisch beurteilt würde ich dein Mineral als Kaolinit ansehen. Aber wie gesagt das ist eben nur eine optische Beurteilung.
Gruß
Jürgen
anatasi:
Hallo Daniel, bei "spröde" und glaskopfartig" fällt mir SELLAIT ein. Der hat aber Härte 5. Hast du dir das schon mal unter UV-KW angeschaut??
Glückauf
anatasi
smoeller:
Hallo,
Wie hast du die Härte geprüft? Geritzt oder mit viel Druck drauf?
In der Regel handelt es sich bei solchen Bildungen um Chalcedon, was allerdings viel härter sein sollte. Kann natürlich faran liegen, dass das Mineral sehr feinlagig und porös ist, so dass du immer mehr was abbrichst anstatt die Ritzhärte feststellst. Kaolinit ist möglich.
Sellait bildet meist einen deutlichen radialstrahligen Bau und die Kugeln sind meit rau und niocht so dicht. Schließe ich eher aus. Hydrozinkit ist ein Carbonat und an der Clara sehr selten, mir ist kein derartig großes Stück von dort bekannt.
Glück Auf!
Smoeller
thdun5:
Hallo,
jetzt habe ich noch einmal die Härte unter dem Mikroskop geprüft. Zuvor hatte ich es ohne gemacht und dabei hatte es ausgesehen, als ob sich das Material bereits mit dem Fingernagel ritzen lässt. Dabei sind aber feinste Lagen nur abgebrochen.
Nun habe ich mich der Härteskala entsprechend hochgearbeitet und mir die Resultate unter dem Mikroskop angesehen. Erst von einem Topas wurde das Material eindeutig geritzt.
Somit wird es wohl Chalcedon sein.
Eine Lumineszenz ist nicht zu erkennen.
Ich finde das Stück dennoch recht interessant, da ich ein so feinschuppigen und sehr porösen Chalcedon noch nirgends gesehen habe.
Vielen Dank für eure Bemühungen.
Gruß
Daniel
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln