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Typlokalität

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Philip Blümner:
Hallo!

Als ich Tellurobismutit im Lexikon betreuen wollte, fiel mir bei mindat (http://www.mindat.org/min-3907.html) auf, dass Tellurobismutit drei TL besitzt.
Wie ist das möglich?

Gruß
slugslayer

berthold:
Hallo,

da sind bei der Erstbeschreibung Proben von den drei Fundpunkten herangezogen worden. Sowas konnt öfters vor, auch deswegen, weil für die ganzen von der IMA geforderten Daten u.U. eine/wenige Probe(n) von einem Fundort nicht reicht/reichen. Spricht übrigens sehr für die Wissenschaftler, die das beschrieben haben...

Gruß

Berthold

Philip Blümner:
Aber wenn die drei Proben übereinstimmen und die Existenz des Minerals somit bestätigt wurde, müsste doch trotzdem der Erstfundort genannt werden.

berthold:
Hallo,

nein, nicht der Erstfundort ist die Typlokalität sondern der Fundort (oder die Fundorte) woher die Proben für die Erst-(Neu-)Beschreibung (bzw. dafür notwendige Untersuchungen) kamen. Häufig hat man zum Beispiel einen (nicht anerkannten) Mineralnamen an einem Fundort, später wird (ausreichend Material) an einem anderen Ort gefunden, das Mineral untersucht und beschrieben und der Name vergeben. Möglicherweise Jahre später stellt dann irgendwer fest, dieses Mineral wurde schon früher woanders gefunden (und anders bezeichnet), das ändert dann nichts an der Typlokalität. Lediglich der falsche Name wird in so einem Fall "ausgerottet".

Gruß

Berthold

Philip Blümner:
Jetzt bin ich aber verwirrt.
Also ist die Typlokalität nur der Ort, wo Proben genommen wurden? Ist es dann theoretisch möglich, dass zwei identische Mineralien zwei Namen haben je nach FO?

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