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Autor Thema: Rhyolith vom Rehberg ...  (Gelesen 11776 mal)

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Offline berthold

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Re: Rhyolith vom Rehberg ...
« Antwort #15 am: 04 Nov 10, 18:21 »
Hallo Erik,

dann drei Fragen:

- zu was soll/könnte der Hämatit dann reduziert sein?
- was hat zu der Reduktion geführt?
- warum ist der Reduktionsraum so scharf begrenzt?

Gruß
Berthold

Offline cmd.powell

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Re: Rhyolith vom Rehberg ...
« Antwort #16 am: 04 Nov 10, 18:22 »
Hallo Markus,

Zitat
Aber die gamma-Strahlung sollte keinen so scharfen Rand hinterlassen, da sie sicherlich nicht exakt zwei-Zentimeter weit kommt.

richtig. Ich sage zur der Bildung ja nach wir vor Xenolith.

Zitat
... sogar aussagen über das Element aus der Zerfallsreihe treffen kann, welches die Strahlung emittiert hat (siehe z.B. "Lehrbuch der Mineralogie" von Prof. Rößler, Seite 135).
auch richtig, da hättest Du auch mich zitieren können  ;D: WEBER, B. (2010) Halos und weitere radioaktive Erscheinungen im Wölsendorfer Fluorit. Der Aufschluss 61: (Heft 2, März-April 2010), S. 107-118. Darin habe ich einen Vergleich von (in Fluorit-Dünnschliffen) gemessenen mit berechneten alpha-Reichweiten in CaF2 für alle Isotope der U238-Reihe gegeben.

Gruß
Berthold

Ach, Du warst das !? Cool  8) Der Artikel hat mir gefallen und war - zur Abwechslung - mal wieder ein interessanter im Aufschluss.

Ob das Teil da auf dem Foto ein Xenolith ist oder ein Reduktionshof, könnte ich so auch gar nicht sagen. Ich hab eigentlich nur auf die Frage: "Was ist ein Reduktionshof" von "Achim" geantwortet. Das Thema "radioaktive Höfe" kenne ich von Helgoland, da gibt es die sogenannten "Fischaugen", kleine Cupritkonkretionen mit hellem Saum in rotem Buntsandstein, auch da gibt es die Gerüchte, das die durch radioaktive Strahlung entstanden wären. Ist natürlich Quark, sind typische Reduktionshöfe. Manche der "Fischaugen" sind in der Tat schwach radioaktiv, aber dafür benötigt man schon besonders empfindliche Geigerzähler, um die überhaupt aus der Hintergrundstrahlung zu messen.

Offline Achim

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Re: Rhyolith vom Rehberg ...
« Antwort #17 am: 04 Nov 10, 18:26 »

@ Achim - hast Du das 2. Bild in der Originalversion da?

Gruß, Erik

Hallo Erik,

anbei ein Bildausschnitt in voller Auflösung des Originalbilds

Glück auf

Achim
« Letzte Änderung: 04 Nov 10, 18:43 von Achim »

Offline Erik

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Re: Rhyolith vom Rehberg ...
« Antwort #18 am: 04 Nov 10, 18:58 »
- zu was soll/könnte der Hämatit dann reduziert sein?
- was hat zu der Reduktion geführt?
- warum ist der Reduktionsraum so scharf begrenzt?


Die Entstehung dieser alterierten Bereiche ist meines Wissens (noch) nicht geklärt, daher habe ich darauf auch keine Antwort. Meiner Meinung nach lässt sich auf Achims Bildausschnitt aber erkennen, dass sich diese dunklen Schlieren auch in dem entfärbten Bereich - nur eben hell, also entfärbt - fortsetzen.

Generell spricht gegen die Xenoliththeorie auch, dass diese Bereiche im Rhyolith von der Hartkoppe (Rehberg weiß ich nicht) massenhaft auftreten (vgl: http://www.spessartit.de/32gestei.htm , das leider etwas zu kleine Bild, Seitenmitte - die hellen Flecken erkennt man trotzdem). Und solche Xenolithe sind nirgends beschrieben - Reduktionshöfe allerdings schon (zB. Eräuterungen zur geol. Karte etc). Als Xenolithe
treten dort nur Gneise, selten Pegmatite und Amphibolite auf - vgl: http://www.spessartit.de/32xenoli.htm

Grüße, Erik


 

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