Hallo Achim,
das der Vorbesitzer Kontakte zur "geologischen Gesellschaft Essen" gehabt hat, stärkt in mir den verdacht daß es sich um eine Stufe
aus dem Ruhrbergbau handeln könnte. Als ich mir das Bild so angeschaut habe war mein erster Gedanke: Ey, die kommt von hier. Darauf lassen
die Art der Dolomite und die Kupferkiese schließen. Zudem befindet sich am oberen linken Bildrand so ein komischer Fleck. Das könnte eventuell
verwitterter Galenit oder mit Hydrozinkit überzogene Zinkblende sein. Als Matrix vernmute ich mal so eine Art Sandstein bzw. ein Sandstein-Kiesel-Konglomerat.
Finden sich auf der Stufe Reste einer weissen feinglimemrigen Substanz? Sitzen in Zwickeln zwischen den Dolomiten eventuell schwarze, wie Obsidian
aussehende Bröckchen (=Steinkohle)?
Ok, um welchen Fundort es sich genau handelt ist fast nicht auszumachen, da die Mineralisation auf unseren Gruben extrem ähnlich war, nur einige "Leuchtfeuer"
haben charakteristische Merkmale. Mein Verdacht würde aber auf eine Grube im westlichen Ruhrgebiet hinaus laufen. Da der Vorbesitzer die Stufe höchstwar-
scheinlich geschenkt bekommen hat (oder getauscht), vermute ich eine Zeche, die in den Jahren 45 bis 60 als Stufenlieferant bekannt war. Das waren
hauptsächlich Christian Levin (Köhlersprungmineralisation, darauf deutet der "Sandstein bzw. Grauwacke hin) oder Graf Moltke (sehr ähnliches Vorkommen). Ansonsten gab es zu dieser zeit kaum größere Aufsammlungen von Mineralien aus anderen Gruben (das startete erst so in den 60er), zumal nicht von einer "geologischen Gesellschaft..).
Ich hoffe das hilfrt etwas weiter.