Hallo zusammen,
viele Aspekte sind ja schon recht verständlich erklärt.
Ich habe alle Beiträge interessiert gelesen und verstanden.

Auch wenn ich die Theorie über "Oswald-Miers-Bereich" nicht kenne.
Ich halte folgenden Aspekt auch noch für wichtig;
Klar ist, dass die Konzentration an den chemischen Elementen sehr entscheidend ist.
Dann ist es wichtig, was sich sonst so noch in der Lösung befindet.
Das sind dann Reaktionspartner und die entstehenden Reaktionsprodukte können entsprechend eher auskristallisieren.
Das Druck, Temperatur, pH-Wert, Stoffkonzentration, Oberflächen-Volumenverhältnis und Anzahl der Kristallkeime etc. entscheidend sind....ist klar und wurde auch schon wirklich gut beschrieben.
Gerade Stoffe in geringer Konzentration bleiben lange in Lösung.
Und das ist bei seltenen Elemente ja eher die Regel.
Durch die Auskristallisation an den Mineralien , die in großer Konzentration enthalten sind, wird die Gesamkonzentration
in der Lösung also geringer.
Was dann noch gelöst ist, kann dann später ausscheiden. Vielleicht dann die seltenen Erden-Verbindungen.
Ob da nur die nur Änderung des chemischen Gleichgewichtes zumTragen kommt, kann ich nicht beurteilen.
(Die Phasendiagramme für die Stabilität von Stoffgemischen sind hinreichend komplex.)
Es ist auch möglich, dass noch weitere seltene Erden, die z.B. noch feinverteilt im Nebengestein enthalten sind,
in Lösung gehen. Dies wäre für eine weitere Kristallisation von Vorteil.
Aber warum, gibt es dann nicht viele winzige Kristalle?
Kristallkeime gibt es ja genug (z.B. durch die Kristalle der anderen Mineralien).
Ein Aspekt, den ich noch wichtig finde, sind die deaktivierten Oberflächen!
Bestimmte z.T. hauchdünne Mineralablagerungen können die nachfolgende
Mineralbildung einfach verhindern. Dann wachsen die Kristalle nur an den Stellen, die nicht benetzt sind.
(Dies ist ist in meiner Heimatregion bei den Zepterquarzen bzw. Fensterquarzen auf Nadelquarz wahrscheinlich
der Fall. Hier sind es gewöhnliche Eisenhydroxyoxidablagerungen, die oft nur einen
Zepterquarz oder Fensterquarzdoppelender wachsen lassen, je nachdem wo eine freie nicht deaktivierte Stelle auf den Nadelquarzen ist. Und dies bei dem häufigen SiO2)
Wie gesagt, dies ist nur meine Meinung und Theorie.
Es gibt dazu garantiert "richtigere" Theorie und zugleich bewiesene wissenschaftliche Untersuchungen.
Gruß
Kay