Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Zeugen des Bergbaus / evidence of mining

Thomaskantor als Besitzer einer Kux

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Fritzi:
Hallo,

im Bergarchiv Freiberg hat man unter 140.000 Zechenregistern herausgefunden, daß Johann Sebastian Bach seit 1741 einen Anteil am Ursula Erbstolln, Kleinvoigtsberg besessen hat, den er 1745 verkaufte. Später, im Jahr 1746, als die Geschäfte im Bergwerk wieder besser liefen, stand Bach erneut im Verzeichnis.

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/THEMA_DES_TAGES_REGIONAL/7535624.php

BG
Fritzi

Lutz Mitka:
Hallo Fritzi!

Das war damals gang und gebe sich als "höher gestellte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens" auch an Bergwerken zu beteiligen. Wo sonst wollten die reichen Leute damals ihr Geld verspekulieren. Die "heutigen" Möglichkeiten sein Geld loszuwerden gab es damals nicht! Natürlich hatte das auch einen "wohltätigen Hintergrund". Mit seiner Beteiligung förderte Bach die ganze Unternehmung und stützte somit auch die Arbeitsplätze der Bergleute, die wirklich arme Schlucker waren!
Man kann sich heute kaum in deren Situation herein versetzen und vorstellen so leben zu müssen!

Mit der "Ursel" hat er nicht mal unbedingt eine schlechte Wahl getroffen, hat zeitweise auch ordentlich Geld als Ausbeute gezahlt. Besser wäre noch die "AHG" in Kleinvoigtsberg gewesen, aber die Kuxe dort waren nicht gerade preiswert  und recht selten, dabei hätten Sie das Budget eines Kantors wohl etwas überstiegen!

Glück auf!  Lutz Mitka

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