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Autor Thema: Interessante Technik für nachträglichen Focus  (Gelesen 8415 mal)

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Offline Stefan

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http://www.golem.de/1106/84388.html

Wenn das wirklich so funktioniert, könnte die Mehrebenenfotografie überflüssig werden.

Gruß Stefan

Offline loparit

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Re: Interessante Technik für nachträglichen Focus
« Antwort #1 am: 22 Jun 11, 12:59 »
Hallo Stefan,

das liest sich ja toll. bin echt mal gespannt wie sich das entwickelt.

Danke für den Hinweis!

loaprit

Offline Embarak

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Re: Interessante Technik für nachträglichen Focus
« Antwort #2 am: 22 Jun 11, 13:59 »
Hallo

Hochinteressant ! Unter "Lichtfeldkamera" bietet google noch einiges. Bis das für den Hobby-Bereich einsetzbar
und natürlich auch bezahlbar ist, werden wohl noch ein paar Jahre vergehen. Die Auflösung ist auch noch sehr gering.
Bin gespannt auf das erste marktreife Modell ( und den Preis ).
Hier noch ein paar Lytro-Bilder zum ausprobieren

http://www.fotografie123.de/lytro-lichtfeldkamera-fotografieren-ohne-zu-fokussieren
http://www.lytro.com/picture_gallery

Gruß
Norbert

Offline Stefan

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Re: Interessante Technik für nachträglichen Focus
« Antwort #3 am: 22 Jun 11, 14:40 »
Die "Beispielbilder" haben nichts mit der neuen Technik zu tun und sind einzig interaktive Animationen um die Funktionsweise zu simulieren. Ergo m.e. kein Beweis für die Funktionsfähigkeit.

Ich bin betont skeptisch.


Offline Embarak

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Re: Interessante Technik für nachträglichen Focus
« Antwort #4 am: 22 Jun 11, 14:48 »
Hallo
Zitat
Die "Beispielbilder" haben nichts mit der neuen Technik zu tun und sind einzig interaktive Animationen
Davon bin ich auch ausgegangen. Der Gedanke, das Grundmaterial für DMF in einem Foto zu erstellen,
ist aber schon faszinierend.  :D

Norbert

Offline Stefan

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Re: Interessante Technik für nachträglichen Focus
« Antwort #5 am: 22 Jun 11, 14:51 »
Allerdings, es würde vieles revolutionieren. 3D-Fernseher in denen man frei im Bild per Blickrichtung den Fokus wählen kann etc. - ein wirklicher Fortschritt.

Offline cmd.powell

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Re: Interessante Technik für nachträglichen Focus
« Antwort #6 am: 28 Jun 11, 19:24 »
Hi

Ich bin da alles andere als optimistisch, eher skeptisch. Wenn es tatsächlich möglich wäre, nur aus den angegebenen Daten nachträglich ein scharfes Bild zu errechnen, würden NASA und ESA nicht hunderte von Millionen Euros in den Bau immer größerer Teleskope investieren ! Insbesondere in der Astronomie ist die Richtungsinformation immer vorhanden, trotzdem wird ein Verfahren wie beschrieben nirgendwo eingesetzt (und grade die Richtungsinformation wird als Gewinn gegenüber der "konventionellen Fotografie" angeführt). Es mag ja sein, das man ein Bild nachträglich schärfer zeichnen kann, das dürfte dann aber der gleiche "Budenzauber" sein, wie Scharfrechnen mit Photoshop etc.. Zusätzliche Informationen kann so ein Verfahren ansich nicht liefern, sondern nur interpolieren - ich würde sagen "vermuten". Ok, wenn man sich mit Vermutungen zufrieden gibt, ist das vielleicht eine feine Sache, aber es geht nichts über handfeste Fakten.
Im ersten Link von Embarak äußerst der Autor auch Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Aussagen und ich persönlich tendiere zu einem "Juni-Scherz".
Auch sollte man hier etwas vorsichtig mit den Begriffen "Schärfe" und "Auflösung" sein: Schärfe ist was rein subjektives und letztlich irrelevant. Wenn ich ein unscharfes Bild mit 4000x3000 Bildpunkten auf 400x300 Bildpunkte verkleinere, ist es ggf. auch "scharf" - nutzt nur nix. Auflösung ist das entscheidene Kriterium und nur danach würde ich gehen. In der Auflösung steckt letztlich die Information und ohne Auflösung hat man auch keine Information - darum bauen NASA und ESA auch immer größere Teleskope !
Einziger denkbarer Ansatzpunkt wäre, ein Bild zu erfassen, in dem bereits eine Fülle von Schärfeebenen vorhanden sind und man sich nachträglich nur die gewünschte Auswählt. Das wäre dann sozusagen eine Multifokusaufnahme mit einem Klick - wie das allerdings physikalisch ablaufen soll, ist mir etwas rätselhaft, da es keine "Multifokalen Optiken" gibt/geben kann. Irgendwie macht das auch wenig Sinn, da man so gewaltige Mengen an Datenmüll produziert. Naja, Terabyte-Festplatten kosten ja nix mehr ! Und alles nur, weil ein paar "Hausfrauen" nicht mit dem Autofokus (der ist eine echt tolle Erfindung !!!) klar kommen - - - Au weia ! Irgendwann fragen wir uns wahrscheinlich, wie die es damals geschaft haben, auf solchen komischen labberigen Folien Bilder zu bannen, die dabei auch noch scharf waren...

Offline Krizu

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Re: Interessante Technik für nachträglichen Focus
« Antwort #7 am: 28 Jun 11, 19:43 »
Hallo,

es lässt sich einiges machen, zu meiner Zeit war das non-plus-ultra Fourierfilter :-) Nur die Richtung hilft imho da nicht. Aber warten wir mal ab, was da kommt...

MFg

Frank

Offline wolfilain

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Re: Interessante Technik für nachträglichen Focus
« Antwort #8 am: 28 Jun 11, 20:03 »
^^ die kochen auch nur mit wasser.

Vermutlich lassen die nur die Schärfeebene durch das Motiv gleiten und speichern die Daten ähnlich einem Video.
Mit der entsprechenden Komprimierung und Dateiformat.

grüße

Offline Embarak

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Re: Interessante Technik für nachträglichen Focus
« Antwort #9 am: 28 Jun 11, 21:50 »
Hallo

Der Gründer des Unternehmens Lytro ist der Informatiker Ren Ng, der auf der Lytro-Seite
auch seine Doktorarbeit zu dem Thema veröffentlicht.
Diese wurde von der US-Informatikvereinigung ACM (Association for Computing Machinery) 2007 als beste des Jahres ausgewählt.
Wer sich also etwas genauer mit dem theoretischen Hintergrund beschäftigen möchte :
http://www.lytro.com/renng-thesis.pdf

Leider - oder vielleicht aus gutem Grund ...  >:D -  findet man keine genauen Angaben zur bisher erreichten Auflösung.
Ob das System Makro- oder Mikro-tauglich ist, bleibt noch offen.
Für Spielereien mit Außenaufnahmen -  sei es nun mit Schärfe von vorne bis hinten bis zum gegenteiligen tilt-shift-Effekt
hätte ich schon einige Ideen.  ;D

Gruß
Norbert


Offline der Sauerländer

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Re: Interessante Technik für nachträglichen Focus
« Antwort #10 am: 28 Jun 11, 22:39 »
es wird sicher so sein, wie ihr das schon beschreibt. alle ebenen sind scharf und man kann sich seine gewünschte ebene daraus anklicken. prinzipiell geht das heute schon mit den kompakten pl`s von olympus. nicht so, wie die macher der "lichtfeldkamera" es darstellen, aber so in etwa.
interessant ist das m. e. eh nur für paparazzi und die polizei.

Offline cmd.powell

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Re: Interessante Technik für nachträglichen Focus
« Antwort #11 am: 29 Jun 11, 15:29 »
es wird sicher so sein, wie ihr das schon beschreibt. alle ebenen sind scharf und man kann sich seine gewünschte ebene daraus anklicken. prinzipiell geht das heute schon mit den kompakten pl`s von olympus. nicht so, wie die macher der "lichtfeldkamera" es darstellen, aber so in etwa.
interessant ist das m. e. eh nur für paparazzi und die polizei.

Wenn es so ist, sehe ich das genauso. Solch eine Aufnahme dürfte für die Mineralfotografie eher sinnfrei sein. Interressant ist das Ganze dann auch nur, wenn der Autofokus langsamer arbeitet als die Datenverarbeitung für ein solches Multifokalbild. Mit meiner SLR bekomme ich bis zu sechs Aufnahmen pro Sekunde hin (muß natürlich schon fokussiert sein, korrekt fokussieren kann sie in ca. 0.5 Sek.), das richtige Datenmedium vorausgesetzt. Mit einer Billig-CF funzt das schonmal nicht, die muss mindesten 30 MB's schreiben können ! Die Datenmengen bei einer Multifokalaufnahmen wären exponentiell größer (auch komprimiert, wobei Komprimierung natürlich Zeit frisst). Also: Was nutzt dem Paparazzi solch eine Aufnahme, wenn er nur alle zehn Sekunden ein Bild machen kann (mal grob gerechnet). Ich denke mal, der Weg von der Theorie zur wirklich brauchbaren Praxis ist hier entsprechend lang - der Sinn mal außen vor.
Auch die Multifokalebenen haben letztlich ihre Grenzen: Man kann nicht beliebig viele Fokusebenen einfangen, da das Bild dann unendlich groß wäre (unendlich viele Fokaleben ergeben zwangsläufig unendlich viele Bilder). Ist die gewünschte Schärfeebene dann wieder zwischen zwei Fokuslagen, hat man das gleiche Problem wie vorher.

Und was "schlaue" Software betrifft: Informationen kann man sich nicht herbeirechnen ! Wenn ich ein feines Muster aus Karos (Schwarz auf Weiß) habe und das "unscharf" aufnehme, hab ich eine homogen graue Fläche. Woher sollte die Software danach wissen, das es sich um schwarze Karos handelt und nicht um Linien, Quadrate oder gar um eine homogen graue Fläche ?

Insgesamt halte ich das Ganze für eine große Dampfblase - sowas wie die "kalte Kernfusion"...

Offline berthold

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Re: Interessante Technik für nachträglichen Focus
« Antwort #12 am: 29 Jun 11, 16:46 »
Hallo,

Zitat
es wird sicher so sein, wie ihr das schon beschreibt. alle ebenen sind scharf und man kann sich seine gewünschte ebene daraus anklicken.

ganz so einfach ist es nicht  ;) (@Frank: ja, Fourierfilter spielen auch mit)

Meiner Einschätzung nach hat diese Technik durchaus gute Chancen. Zumal wir ja heute mit den Sensoren schon in einem guten Bereich sind (den viele Objektive nicht ausreizen können) wird mit der Leistungssteigerung die die (Bild-) Prozessoren in den Kameras gemacht haben die Lichtfeld-Technik über kurz oder lang marktreif/machbar/bezahlbar sein.   

Freilich gibt es auch andere Ansätze und es ist schwer zu sagen welche Technik sich durchsetzt. Der Unterschied zur kalten Fusion ist: die gibt es nicht und die wird es nie geben.

Gruß
Berthold

Offline Embarak

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Re: Interessante Technik für nachträglichen Focus
« Antwort #13 am: 22 Apr 14, 22:37 »
Hallo,

Ist zwar schon ein Weilchen her, daß hier über die Lichtfeldkamera oder Plenoptische Kamera diskutiert wurde,
aber es hat sich wohl wieder etwas auf diesem Sektor getan.

Es lohnt sich, die Entwicklung dieser Technik im Auge zu behalten, denn...
...Wenn das wirklich so funktioniert, könnte die Mehrebenenfotografie überflüssig werden...
... denn dann machen wir die stacking-Serien aus einem Foto !

Jetzt kommt bald ein neues Modell auf den Markt mit einer Auflösung von 40 Megarays (~ 4 MP)  – was fast eine Vervierfachung gegenüber dem Einführungsmodell entspricht.

Ein paar links
http://www.heise.de/foto/meldung/40-Megaray-Lytro-bringt-Profi-Modell-seiner-Lichtfeldkamera-2174384.html
http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/lytro-illum-profikamera-zum-nachfokussieren-a-965629.html
https://www.lytro.com/
noch 'ne Seitenansicht
http://rack.2.mshcdn.com/media/ZgkyMDE0LzA0LzIxLzU3L0x5dHJvXzMuMzM2NmIuanBnCnAJdGh1bWIJODUweDU5MD4KZQlqcGc/247586e5/be2/Lytro_3.jpg

Bin sehr gespannt, wie die Entwicklung weiter geht !

Norbert
« Letzte Änderung: 22 Apr 14, 22:44 von Embarak »

 

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