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Rost vom Oviraptor Ei entfernen

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Amberimage:
einen Wunderschönen


--- Zitat ---Sorry, entschuldigt meinen etwas ironischen Ton, aber ich staune, wie man mit einem derartigen Fossil, das weder besonders häufig ist noch wahrscheinlich besonders billig war, umspringt. Und vor allem, welchen Behandlungen man es mit bestenfalls laienhaften Chemiekenntnissen unterzieht, damit es primär optisch den Wünschen entspricht.
--- Ende Zitat ---

Ist ja nicht so, das ich das Ei in Cola ertrinken lassen habe.
Das Fossil habe ich über mehrere Stunden Tröpchenweise bearbeitet und versucht nur die Schalenstruktur zu bearbeiten, sprich die ritzen mit dem porösen Kern blieben zu 99% verschont.

Deine Kritik als hartgesottener Fossiliensammler kann ich nachvollziehen.
Das ist deine Meinung und das ich auch gut so.

Dennoch hatte ich den Drang das Fossil optisch zu verändern und mit der Stein Versiegelung dem Fossil einen gewissen Schutz zu bieten.

triassammler, mich Persöhnlich würde es interessieren was du von einer Stein Versiegelung bei Fossilein hällst?
Es dient ja nicht nur den Schutz sondern verstärkt noch die Farbe und Struktur.
Laut Schriftzug ist es sogar für Solnhofer Platten empfohlen.

triassammler:
Hallo!


--- Zitat von: Amberimage am 08 Jul 11, 12:17 ---triassammler, mich Persöhnlich würde es interessieren was du von einer Stein Versiegelung bei Fossilein hällst?
--- Ende Zitat ---
Da, wo es konservatorisch geboten ist, viel. Wenn es ansonsten nur der Optik dient: Nichts.
Problematisch sind Versiegelungen IMHO deswegen, weil kaum einer weiß, was er da auf seinen Stein schmiert, und wie sich das Mittel ggf. im Lauf der Zeit verändert und welche Auswirkungen dies auf den Stein hat. Ganz zu schweigen davon, was chemisch u. U. in dem Stein vor sich geht und wie dies ggf. durch eine Versiegelung beeinflusst wird.
Ein Stein ist ja nicht inert, sondern steht in einem steten Gas- und Feuchtigkeitsaustausch mit seiner Umgebung. Es hängt vom Gesteinsmaterial und der gewählten Versiegelung ab, ob die Haltbarkeit des Steins positiv oder negativ beeinflusst wird. Man kann hier beliebig in die Details der Petrographie gehen und verschiedenste Fälle durchspielen.

Wie lange hast Du bspw. das Ei nach dem Wässern getrocknet, bevor Du den Lack aufgetragen hast? Im Idealfall hätte es mehrere Tage trocknen sollen, am besten zum Abschluss über längere Zeit im angewärmten Backofen. Oberfläche trocken bedeutet nämlich nicht, dass ein Stein im Inneren auch trocken ist. Mit dem Lack schließt man das Wasser dann zumindest zeitweilig im Stein ein bzw. verzögert dessen Verdunstung erheblich, wodurch es zur Lösung von Salzen oder zum Aufquellen der Tonminerale in tonig gebundenen Sandsteinen kommen kann.


--- Zitat ---Es dient ja nicht nur den Schutz sondern verstärkt noch die Farbe und Struktur.
--- Ende Zitat ---
...bis eben das Ergebnis erreicht ist, das dem Menschen gefällt?
Was das angeht, betrachte ich Fossilien (genau wie Mineralien!) als Naturobjekte. Sie sind so, wie sie entstanden sind. Darin liegt für mich der Reiz. Und der Antrieb, immer aufs Neue ins Gelände zu gehen um noch besser erhaltene Exemplare zu finden als die, die ich schon in der Sammlung habe. Weniger gute Stücke könnte ich natürlich auch mit etwas Spachtelmasse, Lack und Farbe noch so weit "verbessern", dass sie (fast) perfekt sind. Aber dann wären es keine Zeugnisse der Erdgeschichte mehr, sondern idealisierte Schöpfungen nach den Vorstellungen eines Menschen.


--- Zitat ---Laut Schriftzug ist es sogar für Solnhofer Platten empfohlen.
--- Ende Zitat ---
Wenn sie als Fliesen verlegt sind vermutlich?  ;)
Die Anforderungen an Natursteinbehandlung im Wohnbereich sind ganz andere als die an die Konservierung von Fossilien.

Schlussendlich sollte -vor- jeder Lackbehandlung die Frage stehen: Was mache ich, wenn die Behandlung mittel- oder langfristig negative Folgen zeigt? Wie bekomme ich den Lack bei Bedarf wieder herunter? Gelingt das, ohne das Fossil zu schädigen oder gar zu zerstören? Und für den Fall, dass ich ein Stück einmal eintauschen oder verkaufen möchte: Wird ein Interessent meinen Stabilisierungs- bzw. Konservierungsversuch akzeptabel finden? Wenn nein, kann er ihn schadlos rückgänig machen? Erst wenn diese Fragen befriedigend geklärt sind, gehe ich an eine Lackierung oder besser gesagt Imprägnierung. Wobei bei mir dann immer im Vordergrund steht, dass man im besten Fall dem Stein die Behandlung optisch nicht ansieht und nur die entsprechende Dokumentation in der Sammlungsdatenbank darauf hinweist.

Gruß,
Rainer

Amberimage:
Hallo,

hier die Fotos des Oviraptors Fossils in zwei verschiedenen Lichtvarianten.

Amberimage:
Halle Reiner,

interessante Argumente bedingt durch dein Fachwissen.


--- Zitat ---Wie lange hast Du bspw. das Ei nach dem Wässern getrocknet, bevor Du den Lack aufgetragen hast?
--- Ende Zitat ---

ca. 36std. mit viel Sonnenlicht.


--- Zitat ---Wobei bei mir dann immer im Vordergrund steht, dass man im besten Fall dem Stein die Behandlung optisch nicht ansieht und nur die entsprechende Dokumentation in der Sammlungsdatenbank darauf hinweist.
--- Ende Zitat ---

Genau der Meinung bin ich auch.


--- Zitat ---Schlussendlich sollte -vor- jeder Lackbehandlung die Frage stehen: Was mache ich, wenn die Behandlung mittel- oder langfristig negative Folgen zeigt? Wie bekomme ich den Lack bei Bedarf wieder herunter? Gelingt das, ohne das Fossil zu schädigen oder gar zu zerstören?
--- Ende Zitat ---

Das ist eine gute Frage, kennst du den eine Methode die Bsp. bei dem Oviraptor Fossil anwendbar wäre ???
Derzeit bin ich mit dem Ergebniss zwar zufrieden doch wer weiß was die Zukunft bringt.





Jochen1Knochen:
Hallo!
Sieht man ja,das Amberimage vorsichtig gearbeitet hat.In den Rissen ist der Rost noch vorhanden.
Zucker müsste man wahrscheinlich für eine Zuckersprengung ständig nachfügen-mit der dazugehörigen Wässerung und Entwässerung für die Lösung und Neubildung der Zuckerkristalle.
Ist ja wohl nicht so,daß das Ei im Garten liegt und bei jedem Regenschauer nass wird.
Das sind Verwitterungserscheinungen welche man im groben bestimmt der Salzverwitterung nachstellen kann-wenn man das will!!
Rainer!
Ich kann verstehen,daß dir als Fossilienprofi das Herz blutet,wenn man Fossilien so quält,aber hättest du eine andere Lösung gehabt?Ich habe die Cola nicht wegen -schnell,schnell- vorgeschlagen,sondern wegen der geringen Säurekonzentration.
Wegen der Hautpartikel-das war nur ein Gedankengang-kein wirkliches Argument :-\
Zucker im Hausstaub-Luftfeuchtigkeit-da müsste man sich wohl mal längere Zeit damit befassen.
Den Dauerkonsum von Cola wird das Ei ja wohl auch nicht geniessen dürfen.  ;)
Somit ist das bisschen Säure doch durch die Vebindung ,welche es eingegangen ist,längst neutralisiert.
Wo kein Material geliefert wird,kann auch niemand arbeiten-nicht mal im Atombereich!
Wie das jetzt mit der Versiegelung ist?Kommt wahrscheinlich darauf an wie Atmungsaktiv das Zeug ist.Auch ein Naturstein muß atmen!
Gruß Jens!

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