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Autor Thema: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??  (Gelesen 22968 mal)

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Offline Collector

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Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
« Antwort #15 am: 07 Jul 11, 07:52 »
Hi

so zwischen € 190.- und € 280.- (Größen zwischen 2,5 x 3 cm).

collector

Offline Josef 84,55

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Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
« Antwort #16 am: 07 Jul 11, 13:55 »
Hallo

die Epidote mit oktaedrischen Habitus könnten aus mit nur zwei Prismen erklärt werden. Das um die B-Achse ist gestreift. Zusätzlich ist ein kleines ca. rechteckiges Pinakoid vorhanden.
Der abweichende hexagonal Habitus könnte evtl. durch eine Verzwillingung entstanden sein, was auf den Fotos aber nicht zu sehen ist.

Grüße Josef

Offline Axinit

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Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
« Antwort #17 am: 07 Jul 11, 14:40 »
Servus,

bei mir waren die Verkaeufer schon gnaediger: VB 200 Euro, ich denke man haette ein Stueck fuer 170 Euro bekommen koennen. Ein Sammlerfreund hatte am Samstag fuer ca 200 Euro zugeschlagen (Kristallaggregat von ca. 5 cm).

Ich finde den Preis ueberzogen, insgesamt fand ich die Preise fuer (alle) pakistanische(n) Minerale (vergleichsweise) extrem hoch. Wenn ich dies mit den Preisen fuer "alpine" Minerale (z. B. Epidot in origineller Ausbildung von klassischen, lokalen FO z.B. Cornillon) vergleiche, bekommt man letztere ja geradezu zu Schnaeppchenpreisen  :D.

Wie dem sei und wie Peter schon schrieb, fuer  praesentable Stueck waren dreistellige Euro-Betraege zu entrichten.

GA

Harald

Offline cmd.powell

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Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
« Antwort #18 am: 07 Jul 11, 17:25 »
so zwischen € 190.- und € 280.- (Größen zwischen 2,5 x 3 cm).

Eijejei, das ist schon ganz ordentlich. Naja, die nehmen es vom lebenden.

Ich finde den Preis ueberzogen, insgesamt fand ich die Preise fuer (alle) pakistanische(n) Minerale (vergleichsweise) extrem hoch. Wenn ich dies mit den Preisen fuer "alpine" Minerale (z. B. Epidot in origineller Ausbildung von klassischen, lokalen FO z.B. Cornillon) vergleiche, bekommt man letztere ja geradezu zu Schnaeppchenpreisen  :D.

Tja, wenn alle Sammler so denken würden wie Du/Ihr, dann wären die Stücke auch nicht so teuer. Mineraliensammeln ist halt reiner Luxus. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch so, das man nach den Jahren des Anfangs, wo man möglichst schöne Schaustufen haben wollte, irgendwann die Jahre der Stagnation kommen, wo man von den meisten Mineralen Schaustufen hat. Wenn man dann das Geld, was man vorher pro Jahr in Schaustufen investiert hat, für besondere Stücke spart, relativiert sich der Preis. Billig wird es dadurch natürlich nicht und für ein "Schnäppchen" ist da definitiv eine Null zuviel im Spiel...

Was die Pakistanischen Mineralien oder generell Mineralien von "nicht grade vor der Haustür" betrifft, so sollte man natürlich immer bedenken, das da ein ganzer Haufen Menschen für gearbeitet hat und die Sachen nicht selten einen langen Weg hinter sich haben. Mich kennt ein pakistanischer Händler (nein, kein Schreibfehler; Vor zig Jahren hatte ich mal was bei dem gekauft und mich recht gut mit ihm unterhalten - er spricht gut deutsch - und seit dem erkennt er mich immer wieder. Ein echtes Phänomen, ich hatte ihn zwischenzeitlich vergessen) und als ich ihn vor einiger Zeit auf der Börse Bielefeld getroffen hatte hat er mir erzählt, was es auch für ihn für ein Aufwand ist, an Stücke ran zu kommen. Wenn man den Hintergrund kennt (teilweise kommen die Stufen ja aus Talibangebieten, das ist auch für die Einheimischen zum Teil nicht leicht, da heile wieder raus zu kommen), sind die Stufen auf einmal nicht mehr ganz so teuer. Und wenn man mal bedenkt, was man investieren müsste, um selber dort hin zu fahren (von finden rede ich mal gar nicht), sind diese Stufen auf einmal Schnäppchen. Gut, ob man wirklich den Lohn von zwei Tagen arbeit in ein Stück investiert, muß natürlich jeder selbst entscheiden. Und es ist natürlich noch schöner, wenn man nicht "bluten" muss. Hach, wie schön waren die Zeiten, als die Chinesen ihre Stücke auf den Börsen "verschenkt" haben...

Offline giantcrystal

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Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
« Antwort #19 am: 07 Jul 11, 23:21 »
Hmmm, was die pakistanischen Mineralienpreise anbelangt, so munkelt man seit langem, das die deshalb so hoch sind, weil damit Geld gewaschen wird. Wofür, möchte ich hier gar nicht sagen...

Ich auf jeden Fall mache genau aus diesen Grund - und natürlich den hohen Preisen - seit Jahren einen Bogen um pakistanische Mineralienhändler. Aber das bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

Glück Auf

Thomas

Offline Collector

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Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
« Antwort #20 am: 08 Jul 11, 00:52 »
Hi Thomas

die hohen Preise für pakistanische Mineralien sind nicht neu.  Im Gegenteil.
Ich war schon 1998 in Skardu, Shingus und im Nanga Parbat-Gebiet und habe bis auf 5.300 m Höhe Mineralien gesucht und Pakistan recht gut mineralogisch bereist, bis hin in die Basare von Peshawar, wo das eigentliche Mineraliengeschäft stattfindet.
Schon damals waren die Preise  exorbitant, selbst bei den einfachsten Bauern und dann konvertierten Mineralienschürfern -  in deren Hütten gabs kaum vernünftige Aquas oder Rubine oder Fluorite ohne dafür die richtige Menge Dollars hinzulegen. (Man merke: Monatseinkommen eines durchschnittlichen Gilgit-Arbeiters: US$ 25.-; Monatseinkommen eines einigermaßen guten pakistanischen Mineraliendealers aus Peschawar: US$ 12-15.000).

Der Grund für die hohen Preise sind weder Drogen noch die Taliban: Es sind amerikanische (und einige wohlbekannte europäische Dealer), die von Anfang an die Preise hochgetrieben und enorme Profite eigefahren haben. Sie sind die echte Ursache des Preisniveaus.  Sie zahlen den Pakistanis hohe Preise, kriegen natürlich dafür auch die besten Stücke, aber damit auch ein Monopol. Die Namen kann ich Dir gerne per PM nennen, es sind nicht sehr viele.  Durch die Begierlichkeit und die Profitmanie der Amis sind auch die Pakistanis auf den Gier-Trichter gekommen.  In der Folge dieser Jagd nach Gewinn entwickelten sich in Peshawar die pakistanischen gierigen Raubtiere, die seit langem den Markt bestimmen und mit den Amis und den bestimmten Europäern (Franzosen und Deutsche) im Boot sitzen.
Und Afghanistan ?  Identisch. Läuft auch sehr viel über Peshawar. Und wer ist vorne dran ? Auch wieder amerikanische Dealer.

Don't  forget: Its business - not collecting.

Gruß
collector (Bild: Ich selbst beim Mineralien-Handeln in Nagar, 4.600 m, Karakorum, Pakistan).

Offline cmd.powell

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Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
« Antwort #21 am: 08 Jul 11, 16:15 »
Hmm, ok, das die Ammis natürlich mal wieder alles übretreiben müssen tut auch noch sein übriges zu der Preisproblematik. Von Alfredo Petrov (tummelt sich hier auch gelegentlich mal rum - Viele Grüße falls Du das liest) hab ich eine interessante Geschichte aus Bolivien gehört: Dort ist es so, das es inzwischen in fast jedem Bergdorf mindestens ein Internet-Cafe gibt und sich viele Bergleute bei ebay anschaun, was "ihre" Stufen dort auf dem Markt bringen. Und wenn er (also Alfredo) dann die dortigen Bergleute besucht um Stufen einzukaufen, wollen die natürlich gleich die Preise für ihre Stufen haben, wie sie bei ebay gehandelt werden. Ich kann mir ganz gut vorstellen, das es in Pakistan ähnlich abgeht. Und wenn es dann noch Händler mit den entsprechend gut betuchten Kunden gibt, schrauben sich die Preise natürlich frei nach oben.
Naja, man kann darüber denken wie man will und sich drüber ärgeren oder es einfach so hinnehmen. Klar mache ich auch gerne Schnäppchen, wer nicht, aber auf der anderen Seite bin ich auch bereit, für eine schöne Stufe was hinzulegen. Ob ich jetzt 300 Euronen für solch einen Epidotpseudooktaeder ausgebe muss ich mir allerdings auch noch dreimal überlegen. Auf Börsen schaue ich dann eigentlich immer erstmal, ob ich da nicht vielleicht doch etwas mehr für mein Geld bekommen. Letztlich muss man abwägen, ob einem das Stück so viel Geld wert ist. Auch ich muß schließlich für mein Geld ackern gehen.
Was mich persönlich stört ist, wenn die Leute auf irgendeinen Trend aufspringen: Paradebeispiel sind die "Zepterfluorite", die ja nun wohl auch im großen Umfang gefälscht werden. Ich persönlich finde die zwar interessant, aussehn tun die aber nach nichts und mir wären die höchstens 5 Euro wert (ich rede jetzt natürlich von den Orginalen). Das die Dinger preislich auf dem Markt so abgegangen sind liegt doch nur daran, das irgendwer die entsprechend vermarktet hat und somit einen Run auf die Teile ausgelöst hat. Ironie der Geschichte ist, das die wenigsten der Sammler, die diese Fluorite sich leisten konnten, Ahnung davon haben, was es mit den Stücken auf sich hat. Gleiches gilt doch jetzt auch für die Epidote: Oktaedrische Epidote ? Ich wette, die Wenigsten, die sich die Dinger gekauft haben, wissen etwas mit dieser Aussage anzufangen. Es geht nur um das "Besondere" und das "Exklusive". Kaviar ist teuer und kann sich nicht jeder leisten, schmeckt eigentlich auch gar nicht, aber wichtig ist ja auch nur, das es sich nicht jeder leisten kann. Ähnlicher Trend: SUV's ! Wozu benötigt man hier in Deutschland einen "Geländewagen" ? Und dann auch noch mit lackierten Stoßstanden (schon klar, lackierte Stoßstanden im Gelände) !? Letztlich alles Egoprotesen. Als wissenschaftlich mutiviertem Sammler ärgert mich dieser Umstand fast mehr als die Preise, zumal ja genau dieser Umstand die Preise mit nach oben treibt. Naja, am Ende muss jeder selber entscheiden, was er wofür hinblättert. Mineraliensammen ist und bleibt ein Luxus, sofern man nicht nur Selbergesammeltes hat.

Offline Axinit

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Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
« Antwort #22 am: 08 Jul 11, 18:40 »
Servus,

Peter hat die "Preisgestaltung" fuer pakistanische Minerale sehr schoen beleuchtet ... aehnliches laeuft natuerlich auch anderswo ab.

Mir geht es nicht darum, auf Boersen "Schnaeppchenjagd" zu betreiben. Ich habe allerdings den Eindruck, dass fuer pakistanische Epidote oder Axinite mittlerweile mehr als fuer Stufen von klassischen europaeischen FO (d.h. fuer mich z. B. Oisans) verlangt werden.

Wenn die Stufen einwandfrei (d.h. unbeschaedigt) sind und sich der FO halbwegs genau dokumentieren laesst, ist dies vermutlich durch Angebot und Nachfrage zu rechtfertigen.

Letzlich muss dies jeder fuer sich entscheiden. Mir waere im Zweifelsfall ein heimischer, am besten ein selbstgefundener Epidot, am liebsten.

GA

Harald

Offline Collector

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Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
« Antwort #23 am: 08 Jul 11, 22:04 »
Hallo Markus

dass das Internet die Welt verändert hat,  ist schon richtig; insofern sollte man diese interessante Variante, wie von Alfredo P. erwähnt, nicht unterschätzen.

Hohe Preise, hauptsächlich verursacht durch einige wenige, den Weltmarkt im Hi-End dominierende US- und europäische Dealer, sind jedoch älter als das Internet. Die Ursachen sind etwas anders, basieren aber meist auf denselben immer wieder angewandten Spielregeln und Szenarien:

*1. An verschiedenen Orten der Welt gibts interessante Mineralien, die i.d.Regel durch traditionellen Bergbau oder durch "Specimen mining" gefördert werden.

*2. Es ist dann aber nicht so, dass sich vielleicht irgendein Reisender oder Sammler an diesen Ort der Welt verirrt  und dann auf gut Glück "Wow" auf schöne Mineralien stößt, die er der armen Sau von Bergmann für nen Appel und n' Ei abluchst. Nein, im Gegenteil. Wird heute morgen sonstwo auf der Welt was gefunden, was Gewinn verspricht, weiß es 3 Stunden später die kaufkräftige Riege der US- und Europa-Dealer; wobei die Reviere ziemlich scharf abgegrenzt sind.  (Die Amis dort, wo englisch gesprochen wird, die Franzosen in Vietnam und Westafrika).

*3. Die ganz großen im Geschäft (Amis) haben eigene bezahlte lokale Leute (Mineralienspione) vor Ort in der Nähe der Minen stationiert oder beschäftigen Einkäufer, die das ganze Jahr weltweit unterwegs sind

*4. Berichtet der Mann vor Ort oder Einkäufer, dass die Neufunde lukrativ sind, erhält er den telefonischen Auftrag: Kaufen ! ALLES was rauskommt.  (Bps.: einer der jüngsten Funde attraktiver Vanadinite, ca. 1.000 bis 1.200 Stufen (!) wurde komplett von X...X  in den USA gekauft.  Weitere Beispiele: Prehnite und Epidote aus Mali, Aquamarine und Jeremejewite aus Namibia, Super-Granate aus Brasilien, rosa Fluorite aus Pakistan, Tansanite aus Tansania, Liddicoatite aus Madagaskar  etc etc etc.).

*5. Wie rechnet sich das ?  Zuerst hat der Käufer die Freiheit, jeden Preis der Welt zu gestalten. In diesen Preisen stecken natürlich die Einkaufspreise (Bergmann-Abgabepreise),  sowie die Gewinnspannen der lokalen Mittelsmänner, die Löhne der "freien" Mitarbeiter vor Ort, Schmiergelder,  die Transport- und Marketingaufwendungen und natürlich ein satter Gewinn. Oft ist es so, dass, wenn z.Bsp. in einem Lot von 1.000 Stufen auch nur 3 oder 4 Hi-End-Stufen sind, diese schon den gesamten Aufwand für den Gesamtkauf finanzieren können. Alle anderen 996 Stufen sind 100% Gewinn !  Von diesen 996 gehen 980 in den Markt, meist über Dealer der 2. Liga. 16 werden vom Superdealer in eigenem Namen verkauft. Nur Rennpferde sind billiger !

*6. Ich habe selbst 2 mal die Erfahrung mit den Exklusivkäufern gemacht. Irgendwann  in den 1970er Jahren stand ich in Marokko vor einem Riesenstapel Holzkisten mit etwa 6.000 - 7.000 der zu den weltbesten zählenden, tiefblauen Azuritstufen aus Touissit sein.  Leider konnte ich nicht eine einzige Stufe daraus erwerben - nur anschaun - da die gesamte Menge bereits an einen US-Dealer verkauft war.

Ähnliches passierte meiner Frau und mir In Uis in Namibia bei einem Händler, vor uns etwa 10 Tische, übersät mit ausgesucht schönen glasklaren Amethystquarzen. In Unkenntnis der Situation, aber im Glauben, dass wir bei einem seriösen Händler sind, suchten wir uns ein paar schöne Kristalle aus und legten sie zur Seite. Irgendwann platzte ein junger US-Dealer in den Raum und schrie uns an: "What the hell are you doing with my quartzes  ?".  Irgendwann verstanden wir, dass dieser Dealer die gesamte Monatsproduktion der Arbeiter vom Brandberg, mehrere tausend Stücke, komplett aufgekauft und tw., obwohl physisch noch in Namibia, schon in den USA weiter verkauft hatte.

*7. Eine Abwandlung dieser Spielregel ist, dass einige Dealer den Schürfern vor Ort schon "auf Verdacht" jeden Monat eine bestimmte Summe zahlen, damit diese, sollten sie auf einen guten Fund stoßen, diesen nur und exklusiv dem Dealer zukommen lassen. Wie heißt es so schön ? Wes Brot ich ess, des Lied ich sing !

Lange Rede, kurzer Sinn: Was wenige wissen ist, dass - zumindest was die Mineralien der etwas besseren Sorte angeht - der Weltmarkt von wenigen, meist US-Dealern dominiert wird; ein sehr ähnliches Spiel wie das der Banken mit den verdummten Menschen.
Sollten die bolivianischen Bergleute wenigstens ab und zu soviel für ein Mineral bekommen, wie sie es in ebay sehen, sei es Ihnen vergönnt. Meist ist es aber nicht so. Die Monster-Gewinnspannen werden woanders erzeugt und eingestrichen.

Nachdem ich wieder einmal bei einem bekannten US-Dealer einen spanischen Aragonitkristall mit 6 cm Länge und 2,5 cm Durchmesser für 260.- US$ Fixpreis als verkauft gesehen habe, bin ich auch langsam überzeugt, wie Harald es schrieb, dass Selbersammeln die eigentliche Quintessenz des Mineraliensammelns ist. Alles andere ist Profit, Gier, Jagd nach Egotrips  und kindisches Machtstreben.

Gruß
collector




















Offline Krizu

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Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
« Antwort #24 am: 08 Jul 11, 22:51 »
Nachdem ich wieder einmal bei einem bekannten US-Dealer einen spanischen Aragonitkristall mit 6 cm Länge und 2,5 cm Durchmesser für 260.- US$ Fixpreis als verkauft gesehen habe, bin ich auch langsam überzeugt, wie Harald es schrieb, dass Selbersammeln die eigentliche Quintessenz des Mineraliensammelns ist. Alles andere ist Profit, Gier, Jagd nach Egotrips  und kindisches Machtstreben.

Hallo Peter

jauw ein wahres Wort. Ich könnte Dir heute noch die Stelle zeigen, wo ich die erste Pyritknolle fand. Oder ich mir die Knochenfuge im Knie brach, auf der Suche nach einer Brachiopode. Ein tolles Erlebnis war auch die Kluft mit Sauerländer unf Hg mit den Barytkristallen. Dsa Erlebnis ist geiler als der Kristall - meistens ;-)

Warum habe ich mich im Studium um die Kristallzüchtung gekümmert? Quasi das gleiche - nach einem Tag bis drei Wochen hast du manchmal einen Klunker in der Hand. Den ersten Kristall habe ich noch heute  8)

Der gefundene Kristall hat durch die Erinnerung einen höheren Wert und durch das Erlebnis als ein gekaufter...

Mfg

Frank

Offline Aurora borealis

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Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
« Antwort #25 am: 09 Jul 11, 14:54 »
Hallo,
na klar ist selber sammeln besser und der Bezug zum gesammelten Stück intensiver unter anderem ist das gesammelte Stück auch meist günstiger zumindest innerhalb Deutschlands.
Anders sieht es bei kostspieligen Auslandsexkursionen aus.Da kann es schnell zum "Griff ins Klo"werden,aber die Erinnerungen bleiben zumindest.(bei
den meisten)

Ich denke die Aragonite aus Sefrou Morocco oder Spanien usw die von bekannten US Dealern zu utopischen Preisen angeboten und auch ab und an verkauft werden,sind natürlich extrem Beispiele.Das ist meiner Meinung nach kein Maßstab den man generell anwenden kann.Die bekommt man hierzulande zum Spott Kilopreis.

Ebenso ist es mit Designer Klamotten,da wird hier gerubbelt da ein  Riss gezaubert schon ist die Klamotte 1000 Euro teuer und kauft sie jemand ja natürlich weil sie von La Kotz oder weiß der Geier von welchem überkandidelten Designer ist,ebenso verhält es sich mit den angesagten US specimen dealer.

Um zum eigentlich Thema zurückzukommen,diese Oktaedrischen Epidote aus Pakistan sehe ich zum ersten Mal in dieser Form.

LG
Udo

Offline cmd.powell

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Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
« Antwort #26 am: 09 Jul 11, 19:01 »
Nachdem ich wieder einmal bei einem bekannten US-Dealer einen spanischen Aragonitkristall mit 6 cm Länge und 2,5 cm Durchmesser für 260.- US$ Fixpreis als verkauft gesehen habe, bin ich auch langsam überzeugt, wie Harald es schrieb, dass Selbersammeln die eigentliche Quintessenz des Mineraliensammelns ist. Alles andere ist Profit, Gier, Jagd nach Egotrips  und kindisches Machtstreben.

Dem kann ich mich auch nur vorbehaltlos anschließen ! Es ist auch interessant mal zu hören, was da hinter den Kulissen so abläuft. So wie es Peter geschildert hat habe ich es bisher noch nicht gewusst, bestenfalls vermutet. Das ich letztlich nie an eine "Spitzenstufe" kommen werde, war mir schon von Anfang an klar, dafür fehlen mir schlicht die finanziellen Mittel. Mir reicht es letztlich auch, wenn ich das eine oder andere - für meine Verhältnisse - schöne Stück an Land ziehen kann. Klar, Eigenfunde sind steht die Highlights in meiner Sammlung. Mit den Jahren gelingt einem dann auch mal ein Fund mit Stücken, die sich dann auch in einer internationalen zusammengekauften Sammlung nicht verstecken müssen. Es ist so, wie es für uns "Bauern" nunmal immer im Leben ist: Irgendwie wurschtelt man sich so durch. Hauptsache man hat Freude an dem Hobby !

Offline skibbo

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Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
« Antwort #27 am: 09 Jul 11, 21:17 »
Hallo Markus,

Zitat
Mit den Jahren gelingt einem dann auch mal ein Fund mit Stücken, die sich dann auch in einer internationalen zusammengekauften Sammlung nicht verstecken müssen.

Wie dein "Avatar"-Bild auf der linken Seite eindrucksvoll beweist!

Besten Gruß
Stefan

Offline Harjo

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Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
« Antwort #28 am: 09 Jul 11, 22:47 »
Da kann Ich mich nur anschließen Peter, wahre Worte!
Eines im Bezug zu specimen mining hast Du noch vergessen ;-) (nicht das Ich überhaupt etwas kaufe, Ich sammle nur selbst Gefundenes)
Hier im Westen ist es unglaublich teuer eine Grube für specimen mining zu betreiben.
Einige Freunde von mir betreiben ein schlammiges Loch im Norden Englands ;-) , und die jährlichen kosten laufen in die
fünf bis sechsstelligen Zahlen. Die verkaufte Stufen sollen es ermöglichen die Grube zu betreiben, also sind sie nicht gerade billig, denn das eine Jahr ist gut aber das andere Jahr ist die Ernte gering.

Grüß,

Harjo
 

Offline uwe

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Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
« Antwort #29 am: 10 Jul 11, 09:56 »
Der berühmte Mineraloge Fersman hat mal sinngemäß gesagt (natürlich auf russisch): "Ein richtiger Sammler sammelt seine Stufen selbst. "

Uwe