Arbeitsmittel / Means for work > Schneiden, Spalten, Schleifen, Polieren / Cutting, Grinding, Polishing
Frage zu einer Säge/Sägeblatt
stone man4000:
Hallo,
Die Säge würde ich dir nicht empfehlen (schlechte Erfahrung)
stone man4000
Ralf:
--- Zitat von: Achat 3 am 29 Jul 11, 08:59 ---Das wäre noch eine weitere Säge die ich im Kopf hatte:
http://www.homberg-und-brusius.de/steine-schneiden.html
Was sagt ihr zu der? ???
Gruß David
--- Ende Zitat ---
Hallo David,
sich eine vernünftige Säge anzuschaffen ist schwer. Auch die hier von Dir verlinkte Säge ist im Prinzip Spielzeug, dessen Lebensdauer mit dem Ausmaß der Belastung linear extrem abnimmt.
Das Ding kostet 800€. Dafür kannst Du - je nach Größe - zwischen 250 und 400 Steine der Größe, die diese Maschine bewältigen kann, sägen lassen. Das ist dann der Verschleiß der Blätter, sowie die Betriebskosten ( Kühlmittel und Strom) noch nicht eingerechnet.
Wenn ich mir z.B. die Steinklemme anschaue wage ich die Prognose, dass die nach 300 Achaten ausgenudelt ist. Die Motorenleistung habe ich auf die Schnelle nicht finden können, weiß nicht, was der Motor bringt. Das ist aber nicht so extrem wichtig.
Maschinen, die wirklich stabil. langlebig und gut sind kosten neu einige tausend Euro. Das wird man sich für´s Hobby kaum leisten können. Bleibt also der Eigenbau oder die Anschaffung einer gebrauchten, guten Säge.
Beides ist schwierig, aber nicht unmöglich.
Eine gute Säge sollte min. ein 40er Blatt aufnehmen. Sie sollte einen Motor von min. 1,5 Kw haben. Sie sollte schwer sein, damit sie durch das Eigengewicht schon stabil steht und nicht wackelt oder in sich vibriert. Ganz besonders wichtig ist eine sehr stabile Steinklemme, die sich keinen Deut verbiegt oder von der Spur abweicht. Sowas bekommt man schonmal gebraucht und je nach Zustand auch unter 1000 €, eventuell mit ein paar Restaurationsarbeiten ( Lager, Keilriemen, Elektrik) verbunden.
Wenn Du denkst:" Boah, die Säge ist aber einen Deut zu groß/schwer für mich " dann ist es das kleinste Modell, was ich empfehlen würde :)
Letztlich musst Du das selbst entscheiden. Man kann mit einer Maschine wie der verlinkten Achate sägen. Wie viele und welchen Spass man daran hat, ist eine andere Sache.
Meine Empfehlung ist, Augen offen halten und bei Ebay, hier im Forum oder sonstwo auf Angebote achten. Oder auch mal im Sammlerkreis oder bei Schleifern nachfragen ( Ich hab leider zur Zeit keine anzubieten).
Achat 3:
Hi Ralf,
danke dir für diese ausfühliche Antwort das hilft mir wirklich sehr weiter.
Nur eine Farge warum sollte eine Säge min. ein 40iger Blatt haben. Das würde ich nie ausnutzen da der Großteil so um die 5-10cm hat.
Gruß David
Ralf:
Nun, mit einem 40er Blatt kann man Stücke bis etwa max 15 cm sägen. Kommt auf die Halterung des Sägeblattes an.
Die Reibung beim sägen erzeugt Hitze, die mit dem Kühlmittel reduziert werden soll. Mit einem Stück von 10cm wäre ein 30er Blatt vollständig belastet. Es wird zum Ende hin weniger Kühlmittel in den Schnitt transportiert und das Blatt kann heißlaufen.
Ein 40er Blatt läuft mit weniger Umdrehungen. Das bedeutet weniger Spray, weniger Dreck und weniger Hitze.
Nicht zuletzt ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Zahl der Achate, die genau einen Zentimeter zu groß zum sägen sind, bei einem 30er Blatt 10mal so hoch, wie bei einem 40er. ;D
Jedoch, solltest Du eine Säge mit 30er Blatt bekommen können, ist die auch hundertmal besser als keine Säge mit 40er Blatt. :D
Jörg:
Hallo David,
--- Zitat ---Außerdem muss die Säge auch Leistung (Drehzahl) bringen
--- Ende Zitat ---
Leistung muss sie bringen, das hat Ralf ja ausführlich beschrieben. Nur sollte der Motor die Drehzahl nicht auf das Blatt übertragen. Hohe Drehzahl = höhere Reibung = höhere Hitze. Da kann es passieren, dass die Diamanten glatt aus dem Sägeblatt aussschmelzen.
Vor dem Problem der Kaufentscheidung stand ich auch. Entweder gut und teuer, oder minderwertig und erschwinglich
Da ich eine gute Gebrauchte nicht fand, holte ich mir einen wassergekühlten Fliesenschneider aus dem Baumarkt (so um die 50 Euro). Bei mir kam es ursprünglich nicht so auf 100% exakte Schnitte an, da ich nur zum Trommeln Stücke schneiden wollte. Allerding muss ich sagen, dass ich das Ding bis heute nutze und Schnitte von Steinen mit ca. 7 X 4 cm sauber damit hinbekomme. Das Ding läuft allerdings mit 2900 Umdrehungen pro Minute, was viel zu hoch ist. Das gleiche ich damit aus, die Stücke sehr sehr langsam zu führen. Als Kühlmittel nehme ich einen guten Spritzer Geschirrspülmittel.
Resümee:
Ich denke, dass sich bei kleinen Stücken ein Versuch mit einem Fliesenschneider durchaus lohnt.
Pro: Günstiger Preis. Contra: Nur kleine Stücke, sehr! langsames Führen, oft nicht exakt laufende Sägeblätter (dafür billig).
Sind meine Erfahrungen. Die Sägeprofis werden jetzt zwar die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber bei nicht zu großen Stücken geht´s, mit entsprechender Geduld.
Glück Auf!
Jörg
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