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Gesteinsbestimmung: Quarz reagiert auf Salzsäure?! (Bayern, Oberfranken)

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Geograph:
Hallo zusammen,

ich studiere Geographie (bin also kein Geologe ;) und bin neu hier.
Auf einer Exkursion habe ich vor kurzem in der Steinach (fließt aus dem Fichtelgebirge in den Main) im Flussbett 2 Steine gefunden, die ich nicht eindeutig zuordnen konnte.
Mein erster Gedanke war: Dunkler Granit mit Quarzgang.
ABER: Als ich zu Hause mit Salzsäure (15%) nochmal auf Kalk getestet habe, hat sowohl der vermeintliche Quarz stark, als auch der vermeintliche Granit leicht reagiert.

Wie kann man sich soetwas erklären?! Quarz besteht soweit ich weiß, genauso wie Granit hauptsächlich aus Silizium, was mit HCl normal nicht reagieren dürfte?!

Vielen Dank für Eure Hilfe!  :)
Beste Grüße!

robodoc:
Hallo,
Quarz reagiert ganz sicher nicht auf Salzsäure; viele Mineraliensammler reinigen ihre z.B. mit bestimmten Eisenoxiden überzogenen Bergkristalle mit Salzsäure und den Kristallen pssiert überhaupt nichts, auch wenn sie mehrere Tage im Säurebad verbringen. Es handelt sich bei der weißen Ader also wahrscheinlich um Calcit, ein Carbonat, und der wird natürlich von Salzsäure angegriffen und auch völlig aufgelöst.
Gruß

Robert

Kluftknacker:
Wenn sogar "echter" Granit auf HCl reagiert hat, dann lag es vermutlich an einer hauchdünnen Kalkschicht, die sich im Flussbett über die Zeit gebildet haben könnte. Das Wasser ist dort i.d.R. sehr "kalkreich".
Aber: So irgendwie sieht mir die Gesteinsprobe nicht nach einem typischen Fichtelgebirgsgranit aus. Welche Steinach (Warme / Kalte ?) ist denn gemeint?

Kluftknacker

Geograph:
Hallo und danke für die schnelle Antwort!

Das mit dem Calcit hört sich für mich logisch an.
Beim Granit war ich mir auch nicht sicher, da er eigentlich zu feinkörnig ist für den Fichtelgebirgsgranit. Die einzelnen Kristalle sind nicht deutlich genug unterscheidbar.
Ich hab jetzt noch ein bisschen nachgelesen und gesucht:
Wäre Diabas mit Calcitgang eine logische Erklärung?

Fundort war die Warme(?) Steinach, etwa 2-3 Kilometer flussaufwärts von Weidenberg.

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