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muss es für vernünftige mineralien fotos eine kamera mit "RAW" sein?
cmd.powell:
Tja, eine klare Kaufempfehlung kann ich Dir zwar nicht geben, aber vielleicht ein paar ermutigende Worte: Du kannst Dir eine Kamera von Hasselblad kaufen (für Unwissende: Kosten etwa soviel wie ein Mittelklassewagen) und trotzdem miserable Fotos machen und andersrum mit einer mittelmäßigen Kamera gute Fotos machen. Natürlich wirst Du mit einer mittelmäßigen Kamera keine Spitzenfotos hinbekommen, aber für den Einstieg sollte es allemal reichen. Wichtig ist, das die Kamera über ein Zoom verfügt, eine Makrofunktion hat und nach möglichkeit lange Belichtungszeiten unterstützt (Blitz ist mist), damit sollte man schon einiges machen können. Wenn Du allerdings durch ein Mikroskop fotografieren möchtest, wirst Du um eine Spiegelreflexkamera nur schwerlich herum kommen.
Mein Tipp an Dich wäre, kauf Dir eine Kamera, die Dir auch im Alltag (Urlaub etc.) gute Dienste leisten kann, achte dabei ein wenig auf oben genannte Punkte und dann experimentiere einfach ein wenig rum. Vieles kann man mit der richtigen Beleuchtung erreichen, der Rest kommt mit der Zeit. Und sollte sich die Kamera als eher ungünstig für die Mineralfotografie erweisen (was fast unmöglich ist, da man mit nahezu jeder Digitalkamera über 100 Euro inzwischen halbwegs brauchbare Fotos machen kann), hast Du immernoch eine schöne Reisekamera und kein Geld verschenkt.
Alcest:
Ich möchte das Thema noch einmal ganz kurz hochholen, da ich mir die SX130IS vor geraumer Zeit gekauft habe. Anbei 2 Fotos, die ich einfach unter dem Licht meiner Schreibtischlampe gemacht habe, ohne große Anpassungen und komplett ohne Nachbearbeitung.
Der Tansanit ist 1cm dick, die Galenitspaltfläche müsste ähnlich groß sein. Das Foto vom Galenit musste ich allerdings kräftig herunterrechnen lassen, deswegen siehts in voller Auflösung nicht mehr sonderlich schön aus.
Wegschmeißit:
Hallo.
Meine Kodak hat sich nach sieben Jahren treuer Dienste verabschiedet,
so das eine neue her musste. Meine Wahl fiel auf die Olympus VR-310/D-720
Ich bin zufrieden. Das Bild ist mit der Makrofunktion und ohne weitere Bearbeitung
aufgenommen. Bildbreite ca. 9,5cm
Glück Auf
Dirk
Stefan:
Um nochmal auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen, ja ich empfehle eine Kamera mit RAW-Format. Im RAW Format sind u.a. noch alle Farbinformationen enthalten. Es lassen sich einfach mehrere Blendenstufen korrigieren. D.h. z.B. zu dunkle Bereiche können aufgehellt werden und zu helle abgedunkelt. Dies ist möglich da die Informationen nicht durch die Datenreduzierung verloren gingen.
Das alles setzt natürlich eine Software voraus, die einen dabei unterstützt (kostet meist Geld). RAW-Format benötigt zudem ein vielfaches an Speicherplatz, was die Anzahl der Fotos die auf eine Speicherkarte passen reduziert. Zudem kann es sehr Rechenintensiv werden die Bilder zu entwickeln und einzustellen, was auf betagten Rechnern nicht unbedingt Spass macht.
Für mich wiegen die Vorteile dennoch ganz klar die Nachteile auf. Viele Gute Bilder auf Reien sind dank RAW-Bilder und entsprechender Entwicklung echte Hingucker. Es macht Spass hier zu experimentieren.
Aber natürlich ist dies auch alles eine Kostenfrage und bei kleinem Budget kann ich mir hier Abstriche gut vorstellen.
Besten Gruß Stefan
Klinoklas:
Hallo,
hier ist ein kostenloses und recht gutes Programm zur Bearbeitung von Raw - Dateien.
http://de.wikipedia.org/wiki/RawTherapee
http://rawtherapee.com/blog/screenshots
Gruß
René
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