Gesteine / Rocks / Rocas > Geschiebe / Glacial erratic
Bitte auch um Bestimmung
felsenmammut:
Glück Auf!
K1600 geht so in die Richtung der Lellainen-Rapakiwi. Der Aufbau der Quarze und der grünlichen, aller Wahrscheinlichkeit nach Plagioklase würde passen. Das schwarze wird wohl Biotit sein und kommt auch im Lellainen-Rapakiwi vor. Die großen Feldspäte erscheinen aber etwas sehr kräftig dunkel rotbraun und stark zoniert. Das muss aber nicht viel bedeuten, da der Lellainen-Rapakiwi recht vielfältig ausgebildet ist. Mehr Details sind warhscheinlich erst im Anschliff zu erkennen.
K1024_2 könnte auch ein Aland-Quarzporphyr sein. Er hat dann allerdings etwas wenig Einsprenglinge wie sonst üblich. Einsprenglingsarme Varietäten sind mir aber auch schon untergekommen.
K1024_3 ist nicht so eindeutig. Für einen Emarp-Porphyr hat er recht viele Einsprenglinge, für einen Paskallavik-Porphyr passt die hellrote Grundfarbe nicht so richtig. Für eine Unterscheidung bräuchte man dann doch mehr Detailinformationen. Die Herkunft aus Smaland erscheint aber sehr wahrscheinlich.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
Sprotte:
--- Zitat von: felsenmammut am 17 Oct 11, 21:03 --- K1024_2 könnte auch ein Aland-Quarzporphyr sein. Er hat dann allerdings etwas wenig Einsprenglinge wie sonst üblich. Einsprenglingsarme Varietäten sind mir aber auch schon untergekommen.
--- Ende Zitat ---
Hallo alle miteinander,
dem kann ich nur zustimmen. Ich habe gerade ein solches einsprenglingsarmes Geschiebe vor mir auf dem Tisch liegen: In der kräftig braunrot gefärbten Grundmasse (nur mikroskopisch erkennbare feingrafische Verwachsungen von Quarz und Feldspat) liegen neben einigen Feldspateinsprenglingen auch einige der typisch dunkelgrauen, magmatisch korrodierten Quarzeinsprenglinge (außerdem zusätzlich wenige Aggregate dunkler Minerale).
Viele Grüße
Sprotte
Jörg:
Hallo zusammen.
--- Zitat ---dem kann ich nur zustimmen.
--- Ende Zitat ---
Schließe mich an.
Das Gestein weist deutliche Parallelen mit denen des Anstehenden von der Westseite der Åland-Hauptinsel auf. Für einen roten Ostsee-Quarzporphyr wären eher kleinere Quarze und mit bloßem Auge kaum sichtbare Einsprenglinge typisch. Allerdings gibt es auch gerade bei diesen Gesteinen Mischformen, da die Herkunft des roten Ostsee-QP nur 100 km von der Åland-Hauptinsel entfernt ist. Habe mal ein Foto von einem roten Ostsee-QP angehängt.
Glück Auf!
Jörg
Sprotte:
Guten Abend,
zum Vergleich stelle ich mal ein kleines, nur 3,5 cm breites Geschiebe einer ingnimbritischen Variante des Roten Ostseequarzporphyrs rein. Die Grundmasse ist heller als üblich, so dass die kleinen roten Feldspateinsprenglinge gut zu erkennen sind. Die Quarzeinsprenglinge sind zwar partiell magmatisch korrodiert, aber trotzdem oft isomorph ausgebildet. Die vielfach annähernd quadratische bis rhombische Form weist darauf hin, das es sich (nicht nur kristallographisch, wie üblich) um Tiefquarz handelt. Außerdem sind kleine, angeschmolzene Xenolithe von Basalt erkennbar.
Viele Grüße
Sprotte
Jörg:
Hallo,
da ich heute im Geozentrum Hannover (GBR) in der Geschiebesammlung war, habe ich mal ein Ausdruck vom vermeintlichen Åland-Quarzporphyr mitgenommen und mit den Gesteinen der Åland Sammlung verglichen.
Ist definitiv einer. Vergleichbar mit dem Anstehenden von Gölby, N Mariehamn, auf der Hauptinsel.
Glück Auf!
Jörg
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