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Autor Thema: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche  (Gelesen 17924 mal)

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Offline Achim

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Hallo,
der Punkt drückt mich schon eine ganze Weile und gärt vor sich hin, ich will es versuchen in Worte zu fassen und zur Diskussion stellen.

Neben diesen für mich relativ neuen Hobby (gut 1 Jahr) betreibe ich vor allem visuelle Astronomie und Teleskopbau/Teleskopoptikherstellung.  Bei diesen Hobbies ist ein wesentlicher Bestandteil das Teilen von Erfahrungen, der Rege Austausch mit gleichgesinnten und auch die Weitergabe von Tips und Anregungen. Hat man selber eine pfiffige Lösung für ein Problem  gefunden wird diese gerne geteilt, man freut sich über Nachahmer (das würdigt ja auch die eigene Leistung) auch wenn das nachgebaute Teleskop dann vielleicht noch besser als das eigene geworden ist.

Mit der Mineralogie ist dies doch – meine Erfahrung – ganz anders.  Die Weitergabe von Erfahrungen zur Mineraliensuche beschränkt sich meist auf Informationen über nunmehr erloschene Fundstellen, Sperrungen von Steinbrüchen …. Kurz – man erfährt was einem nun entgehen würde wenn man schon über die (gut gehüteten ?) Fundstellen Bescheid gewusst hätte.  Insbesondere in den letzten Wochen habe ich diesen Eindruck gewonnen. Dies ist ernüchternd bis frustrierend. Anfragen ob man als Newbie mal bei jemanden Erfahrenen mitgehen kann verlaufen im Sande.
Nur im eigenen Saft schmoren, Bilder von tollen Stufen Posten und dann  den Mantel der Verschwiegenheit über Fundstellen zu breiten wäre nicht mein Ding. Ich verstehe schon, dass man hier nicht so offen mit Details ‚hausieren geht‘, doch ist kann man zum Teil den Eindruck gewinnen, das ein elitärer Kreis eifersüchtig eigene Pfründe hütet und anderen nur den Mund wässrig macht.

Was kann / sollte ich (anders?) machen, um einen besseren Zugang zu finden?

Viele Grüße

Achim

p.s. Nicht das ein falscher Eindruck entsteht: hier im Forum habe ich tolle Unterstützung gefunden sowohl was die Mineralienbestimmung als auch Fundortzuordnungen betrifft. Ich würde nur sehr gerne selber finden, auch wenn es sich nur um Belegstücke oder 08/15-Stufen handeln würde.
p.p.s Sterne beobachten hat den großen Vorteil: die sind auch morgen noch da, selbst wenn von tausenden gleichzeitig beobachtet wird; die werden einem auch nicht geklaut.

Offline Krizu

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #1 am: 25 Oct 11, 10:41 »
Hallo Achim,

ich glaube das Problem liegt im Besitzverhältnis:
Beim Sammeln bist du in der Regel auf die "Gutmütigkeit" anderer Personen angewiesen, der Grundstückseigentümer oder sonstiger weisungsbefugter Personen der Lokalität.
Die kann aber ganz schnell in Agression umschlagen, wenn tausende an I-Net-Usern sich dort tummeln oder wenige rabiat vorgehen.

Daher kann ich auch verstehen, wenn sensible Fundstellen nicht breitgetreten werden oder nur per PN verteilt werden.

Ja, das sammeln wird weniger. Hagen-Donnerkuhle zu, Holzen zu, Blaue Halde gesperrt, Mendig zu, Rhodenhaus zu....
Dann bleibt nur da Knipsen.

Die Sterne gehören keinem auf der Erde... noch nicht...  8)

MFG

Frank

Offline Grubenkumpel

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #2 am: 25 Oct 11, 10:47 »
Hallo Achim.

Da ich selber erst vor kurzem wieder angefangen habe, selber Mineralien zu sammeln (und das in einer neuen, mir unbekannten, Region in Deutschland), kann ich deinen ersten Eindruck durchaus verstehen.
Ich habe selbst schon Fragen nach mehr Details zu bestimmten Fundregionen gestellt und bisher nicht viel Antwort bekommen, doch dies hat verschiedene Gründe.

Ich möchte mal versuchen aufzuzählen, welche Gründe es meiner Meinung nach hat, dass man nicht jede Information bekommt:

1. Hier im Forum sind Sammler aus ganz Deutschland vertreten, aber möglicherweise nur sehr wenige in deiner Region, die evtl. auch nicht immer online sind. Von daher musst du vielleicht nur ein wenig warten, bis die richtigen Personen online sind und deine Forenbeiträge dann auch noch zufällig lesen.

2. Es ist nicht unbedingt nötig, dass andere Sammler dir auf Anfrage Informationen über Fundstellen geben. Das Fundstellenlexikon ist sehr umfangreich und auch wenn hin und wieder einige Fundstellen nicht so genau im Lexikon beschrieben sind, so kann man die Fundstellen mit etwas eigener Recherche in Literatur und Internet, sowie Vor-Ort-Erkundung finden. Mir hilft beispielsweise bei der Vorbereitung zum Auffinden einer solchen Fundstelle GoogleMaps oder GoogleEarth ganz gut und vor Ort muss man meist einfach nur noch den Trampelpfaden der Sammler folgen oder Einwohner nach dem Weg fragen.

3. Vom Fossiliensammeln her kenne ich auch persönlich die Einstellung "älterer Hasen", welche ich unter bestimmten Umständen auch selber vertrete: Wenn man seine Fundstellen preis gibt, spricht sich dieses meist sehr schnell herum. Sollte es dann auch noch eine Fundstelle mit Raritäten sein, dauert es meist nicht lange, bis auch ein paar "schwarze Schafe"  (evtl. noch im Auftrag von Kommerziell denkenden Personen handelnd) darauf aufmerksam werden, die dann bestimmte Verhaltensregeln missachten. Ist dies der Fall, geht es oft ganz schnell, dass der Zugang der Fundstellen für uns Sammler unmöglich gemacht wird, indem keine Betretungserlaubnis mehr erteilt wird und teils sogar mit hohen Strafen gedroht wird.

4. Aus dem in Punkt 3. genannten Szenario ergibt sich eine weitere denkbare Möglichkeit: es kommt öfter vor, dass Fundstellen, an denen noch aktiv abgebaut wird (und somit die Fundmöglichkeiten noch gut sind), bereits für Sammler gesperrt sind (sei es durch Verstöße einzelner weniger Sammler oder einfach nur, weil sich die Betreiber rechtlich ganz absichern möchten und den Aufwand scheuen, Sammlern den Zutritt zu gewähren). In so einem Fall würde wohl kaum ein Sammler öffentlich zu geben, dass er vielleicht doch gelegentlich "ausversehen" ein "Zutritt streng verboten!"-Schild übersieht und die Fundstelle betritt.
Natürlich tut dies keiner von uns ;)

5. Die einfachste Erklärung ist aber wohl diese: In den letzten Jahrzehnten sind tatsächlich viel mehr Fundstellen erloschen, als sich neue aufgetan haben. Dies ist zum Einen in dem zurückgehenden Bergbau zu erklären, aber auch durch die Modernisierung der Abbaumethoden oder einfach dem Zuwachsen der alten Halden und Steinbrüche.

Online Geomaxx

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #3 am: 25 Oct 11, 11:31 »
Hi
meines Erachtens sollten die Internetportale als Informationsquelle über aktive, vielleicht nur wenige Tage bestehende Mineral- oder Fossilfundstellen nicht überbewertet werden. Solche Tips zu Fundmöglichkeiten bekommst Du nur von guten Kumpels, zu denen Du eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut hast. Haste mal einen "Geheimtipp" blöderweise zu freizügig im Internet beschrieben, schon kannst die Fundstelle vergessen: Leergesammelt, weggesprengt, zugemüllt, alles schon vorgekommen und hier im Forum ausgiebig zu bestaunen. Drum gibts denke ich von den meisten Kollegen hier sowas nur per PM, wenn überhaupt. In den Printmedien (LAPIS MinWelt etc) gibts solche Fundstellenbeschreibungen ja auch erst, nachdem der Steinbruch schon wieder begrünt sind, auf der Baugrube schon die Einfamilienhäuser prangen oder auf der Autobahn die Brummis wieder rollen.
Am besten ist immer noch, sich anhand von Geologische Kartenwerken die interessanten Bereiche herauszusuchen und generell alle Erd- und Aufschlussarbeiten in diesen Bereichen zu beobachten. Irgendwann trifft er auch Dich, der Superfundhammer
Glück Auf!
GEOMAXX

Offline wilbi

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #4 am: 25 Oct 11, 11:55 »
Hallo,
wenn man hauptsächlich in seinem Heimatgebiet sammeln will, ist man am besten in einer Sammelgruppe (VFMG oder anderem Verein aufgehoben). Dort werden Neufunde besprochen und auch die Fundstellen. Je länger man sich kennt, desto besser die Informationen über neue Fundstellen. Da kann man sich auch gut über gemeinsame Exkursionen absprechen. Ohne diese monatlichen Treffen hätte ich in den 40 Jahren schon meine Sammeltätigkeit eingestellt. Foren sind gut,aber persönliche TReffs besser und interessanter.
wilbi

Offline michaelh

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #5 am: 25 Oct 11, 15:52 »
Hallo Achim,
ich habe meine Sammlertätigkeit vor ca. 7-8 jahren wieder aktiviert und von Null begonnen.

1) Wertvolle Tipps erhältst du hier im Forum. Schau wer in deiner Gegend wohnt und spicht ihn/sie direkt an. Da ergibt sich bestimmt der eine oder andere Kontakt und flux hat man sein Netz an weiteren Sammlern beisammen

2) Kaufe dir zusätzlich Fundstellenliteratur - auch da gibt es sicherlich noch viele attraktive Fundpunkte

3) gehe auf kleinere, lokale Mineralienmessen. Die Sammler dort berichten meist sehr stolz über die Funde und Möglichkeiten und du hast die Möglichkeit weitere Kontakte zu knüpfen.

4) Wie schon Wilbi erwähnt sind Sammlervereine ebenfalls ein guter Kontaktpunkt.


.... und bitte nicht vergessen, auch deine Funde dann mit deinen Kontakten auszutauschen ;)

Grüße

Michael

Offline sapphire

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #6 am: 25 Oct 11, 18:05 »
Hallo Achim,

auch erst seit 3 Jahren dabei, kenne ich dieses Problem. Wobei ich denke, dass es sich auf das Fundstellenthema begrenzt, denn der Austausch über alles andere ist doch weitgehend frei von Geheimniskrämerei.

Die Gründe hierfür wurden ja bereits genannt. Und ehrlich gesagt, die, die da in ihrem eigenen Saft schmoren, können es von mir aus gerne tun.

Für mich ist das "Suchen" eigentlich der zentrale Aspekt meines Hobbies - nur gelegentlich kaufe ich mal etwas hinzu. Tja, und damit stehe ich vor dem gleichen Problem.

Was mir hilft, sind Geduld und Bescheidenheit. Das ist sicherlich einfacher gesagt als getan. Aber: Die geballte Herrlichkeit an Stufen, die man so im Internet und Börsen zu Gesicht bekommt, ist auch das Ergebnis der geballten Aktivität zig-Tausender, teilweise auch mit Möglichkeiten, die uns nie zur Verfügung stehen würden. Davon sollte man sich nicht blenden lassen.

Letztlich kann man diesbezüglich nur sein eigener Massstab sein, damit fängt es schon mal an. Ich habe mir das lange Zeit auch deutlich einfacher vorgestellt, aber mit der Zeit und Erfahrung bekommt man doch mit, dass das Wenigste nur darauf wartet, von jemanden mitgenommen zu werden.

Ich habe mich bzgl. der Fundstellen erst einmal hier im Mineralienatlas kundig gemacht und auf Halden gibt es eigentlich immer etwas zu finden (wenn sie nicht schon seit etlichen Jahren zugewachsen oder renaturiert sind) - das hängt dann primär von den eigenen Ansprüchen ab. Und insbesondere wenn es in die Alpen geht, dann orientieren sich die Touren sicherlich auch an Fundstellen, aber es ist schon mal die Tour selbst, die mir Spass macht. Und wenn es mal eine Tour im Lande ist, dann sehe mir meistens mehrere (potentielle) Fundstellen an und packe eine in die Route, von der ich mit grosser Wahrscheinlichkeit etwas mitnehme. Wobei ich mich auch immer noch über eine kleine Fluoritstufe von der Halde 139 (Lauta) freuen kann (auch wenn ich sie vielleicht bei der nächsten Durchmusterung in die Tonne kicke). Und wenn nun doch mal etwas interessanteres dabei ist, dann freut es mich umso mehr.

Was ich nun selbst nicht finden konnte, aber nun unbedingt haben will, kann ich letztlich immer noch kaufen.

Ich habe inzwischen hier und da Kontakte, bin auch in einem kleinen Mineralienverein, aber die brandheissen Tipps habe ich auch noch nicht bekommen. Ich denke, von denen gibt es auch gar nicht so viele. Wo sollen die denn auch her kommen? Wir leben ja nicht mehr auf einer terra incognita, auf der grosse Entdeckungen an der Tagesordnung sind. Also wird sich das meistens auf temporäre Aufschlüsse in Steinbrüchen und bei Bauarbeiten beschränken. Temporär bedeutet für mich: bis ich Gelegenheit habe, dort hin zu kommen, ist das ohnehin schon wieder Schnee von gestern.

Es ist bei mir nun allerdings auch so, dass ich relativ wenig Zeit habe, diesem Hobby nachzugehen. Insofern genügt mir auch das, was ich dann im Winter an Funden aufzuarbeiten habe. Und mein "Wunschzettel", was ich noch gerne machen möchte, schrumpft damit auch nicht sonderlich schnell. Denn auch wenn das Finden das Highlight ist, hat die Beschäftigung mit diesem Thema drumherum ja auch ihren Wert.

In den 3 Jahren hat sich meine Erwartungshaltung (vermutlich) auf ein realistisches Mass eingebremst (ich habe mir das Anfangs alles etwas einfacher vorgestellt - z.B. Berg hoch, Adlerauge über das Anstehende streifen lassen, Hammer raus, Kluft öffnen, usw.  ;D), aber auch mit der kann ich gut leben.

Das ist jedenfalls meine Art, mit dem Thema umzugehen. Das wird sicherlich jeder anders tun (Geschiebesammler haben (zumindest in Norddeutschland) zum Beispiel wesentlich weniger Probleme mit der Fundstellenthematik). Aber vielleicht sind ja auch ein paar Gedankenansätze für dich dabei.

Viele Grüsse
Andreas

Offline skibbo

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #7 am: 25 Oct 11, 18:30 »
Hallo Achim,

neben den schon genannten Kontaktmöglichkeiten (PM, Vereine usw.) ist der beste Weg zu schönen Eigenfunden immernoch folgender: Suche Dir aktive Fundstellen in deiner Region und besuche sie regelmäßig! Selbst in Aufschlüssen, die jahrelang nicht viel brauchbares Material liefern kann es vorkommen, dass sich durch eine Sprengung, einen Hangrutsch, eine Baggerarbeit etc. unverhofft eine fündige Zone auftut. Das geht ganz ohne "heiße Tipps" (für die es, bis man sich in Bewegung gesetzt hat, meist eh zu spät ist). Mit etwas Ausdauer und Glück kommen auch die Funde und zudem lernt man viele aktive Gleichgesinnte vor Ort kennen.

Kopf hoch,

besten Gruß
Stefan

Offline Jochen1Knochen

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #8 am: 25 Oct 11, 21:01 »
Hallo Achim!
In deinem Forumprofil steht Herkunft München.
In der Mitgliederkarte hast du dich nicht eingetragen.
In München gibt es ja nun einen großen Verein.
Ich hatte schon mal darauf hingewiesen,daß sich die Mitglieder unseres Forums/Lexikons doch bitte zu erkennen geben sollten.Da wird sich angemeldet und das wars dann.Manchmal hockt dann eine Straße weiter ein anderer Sammler und keiner weiß was vom anderen.
Wenn du wirklich in München bist-ich bin am Airport draußen ;)
Gruß Jens

Offline Achim

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #9 am: 26 Oct 11, 09:06 »
Hallo,

vorneweg:  herzlichen Dank für die  sehr umfassenden und für mich hilfreichen Antworten. Ich kann doch einiges an nützlichen Ansätzen für mich daraus entnehmen. Leider wohne ich in einer Region, die mineralogisch fast nichts her gibt (Emskirchen, ca. 30 km NO Nürnberg, habe eben mein Benutzerprofil entsprechend geändert - München ist der Geburtsort).
Neben Kieselhölzern (da habe ich mittlerweile einige Steigen voll) und Keuperhornsteinen (teils relativ bunt, jedoch nicht mit den Schaustücken der Hohenloher Ebene zu vergleichen) wüsste ich nichts, was im Radius von unter 1 Autostunde erreichbar ist.
So mal am Abend, nach der Arbeit zu Suchen gehen ist leider nicht wirklich möglich, sammel(versuche) beschränken sich auf das Wochenende oder den Urlaub. Ganz mit leeren Händen möchte man dann auch nicht dastehen.
 
Momentan halte ich das Hobby primär über die Bearbeitung von Steinen aktiv - ich schneide und poliere Hornsteine , Jaspis und Achate.  Die Achat-knollen und -Fragmente sind meist erworben. Über die Eigenbearbeitung habe ich zumindest einen gewissen direkten Bezug, das Schneiden ist immer spannend, mit einer sauberen Politur 'erweckt man das Objekt erst richtig zum Leben'.

"Was mir hilft, sind Geduld und Bescheidenheit. " - in diese Richtung habe ich mich schon sehr weit bewegt, vielleicht noch nicht weit genug. Mit meinen 48 Lenzen bin ich auch kein Heissporn mehr.

Viele Grüße

Achim

p.s. wenn jemand am Kieselhölzern oder Hornsteinen interessiert sein sollte ...

Offline Schlacke

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #10 am: 26 Oct 11, 13:22 »

Hi,

ich würde mich mal um den ehem. Erzbergbau im Steigerwald kümmern!

GA

Schlacke

Offline Kluftknacker

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #11 am: 26 Oct 11, 13:28 »
Emskirchen, ca. 30 km NO Nürnberg
nicht eher NW ?  ;)

Offline giantcrystal

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #12 am: 26 Oct 11, 17:05 »
Hallo Achim

Tja, was soll ich da sagen : Da gibt es schon ein paar Sammler bei Dir in der Gegend, die sich bestimmt darüber freuen würden, wenn Du Dich mal öfter bei ihnen melden würdest... ::)

Ansonsten habe ich gerade eine nette neue Fundstelle hier eingestellt, die nicht weit weg ist und bestimmt einen Besuch lohnt (wenn vielleicht auch eher für Fossiliensammler). Guckst Du hier :

http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,28379.msg219290.html#msg219290

Glück Auf

Thomas

Offline Achim

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #13 am: 26 Oct 11, 18:46 »
Hallo,

@ Kluftknacker: jep, nordwestlich, nicht nordöstlich - danke für die Korrektur

@ Schlacke: danke für den Hinweis, da muss ich mich hier im Atlas erst mal 'Schlau' machen, welche moglichen Fundpunkte mit welchen Minerealien in Frage kommen. Ich muss auch erst lernen nach was man dann ausschau halten muss, bin eben nach wie vor Laie. Nächste Woche habe ich frei, da findet sich bestimmt eine Gelegenheit es ein erstes mal zu versuchen.

edit: habe gerade nachgesehen und den Steinbruch Maroldsweisach gefunden. Bei Zugangsbeschränkungen heist es: Geschütztes Naturdenkmal. Sammeln verboten - da ist es wieder, eines der Probleme - grrr

@ Thomas: danke für den Hinweis zur neuen Fundstelle, klingt sehr interessant. Zunächst konnte ich mit der Datei *.kmz nichts anfangen, nun weis ich das diese mit Google-Earth lesbar ist - etwas dazugelernt.

Viele Grüße aus Emskirchen

Achim
« Letzte Änderung: 26 Oct 11, 20:26 von Achim »

Offline Schlacke

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #14 am: 27 Oct 11, 12:44 »

Der richtige Zugang hängt auch von der Bereitschaft, was kann und will man investieren, ab.  Dabei spielen Zeit und bekanntlich auch Geld eine Rolle.  Zeit zu investieren bedeutet zum Einstieg, egal ob als Neuling oder für ein neues Revier, ausreichendes Literaturstudium. In erster Linie die Geologie des betreffenden Geländes oder Sammelgebietes durchforsten, z. B. nach Mineralvorkommen, Lagerstätten usw., Literaturlieferanten sind UB's, Fachzeitschriften, im Buch-Handel erhältliche Werke, Handbibliotheken örtlicher Sammlervereinigungen (VFMG). Fundbelege gibt es meist in kleineren Museen, die neben regionalen Themen auch die örtlich Naturkunde berücksichtigen.

Erschwerend wirken sich die "Steine" aus, die man auf Webseiten entdeckt , bei denen nur vage oder keine Quellen angegeben sind, woher sie stammen.  Hier müssten die Admins ein Augenmerk auf Vollstängigkeit  legen. In manchen Fällen ensteht beim Betrachter der Eindruck der Fahrlässigkeit bzw. des Vorsatzes, weitere Hinweise zu unterbinden um 'Mitsucher' von einer Fundstelle fern zu halten. Demnächst werde ich mal ein Beispiel zeigen.

Wir haben hier in Deutschland Geologische Landesämter, deren Bestände teilweise digital in Netz stehen bzw. die eine recht umfangreiche Bibliothek besitzen und laufend neue Forschungsergebnisse veröffentlichen, auch davon kann der 'Einsteiger' profitieren. Natürlich sollte man sein Revier auch regelmässig auf Erdarbeiten überprüfen.

Daneben geben topographische Karten, TK 25 oder GK 25 Hinweise mit entsprechender Signatur auf Stollen, Abbaue usw.

Glückauf!

Schlacke

 

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