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Autor Thema: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche  (Gelesen 18108 mal)

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Offline Achim

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #15 am: 27 Oct 11, 14:09 »
Hallo Schlacke,

ich werde versuchen deinen Hinweis mit ehem. Erzbergbau im Steigerwald aufzugreifen. Über ein Antiquariat habe ich eben ein Jahrbuch der Landkreises Kitzingen bestellt - ich hoffe dieses gibt brauchbare Hinweise. An sonsten wäre ich für jeglichen Tip / Literaturhinweis (oder gar Kopien) sehr dankbar.

Viele Grüße

Achim

Offline Schlacke

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #16 am: 27 Oct 11, 17:05 »

Hi,

hier noch ein Nachschlag: Gips- und Anhydritbergbau bei Iphofen/Steigerwald.
und:
Höllerl, H.: Die Steinhauerei im Steigerwald und Haßbergen, in: Die Industrie der Steine und Erden: Mitteilungsblatt der Steinbruchs  Berufsgenosenschaft, Jg. 91, Nr. 5, Hannover: 1981, S. 196-197

Glückauf!

Schlacke

Offline Achim

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #17 am: 12 Nov 11, 12:34 »

ich werde versuchen deinen Hinweis mit ehem. Erzbergbau im Steigerwald aufzugreifen.


Hallo, ein Update hierzu (falls es interessiert). Das Buch habe ich nunmehr bekommen und studiert.  Mein Fazit: die Mineraliensuche ist leider nichts lohnenswertes zu erwarten, außer man ist an Toneisensteingeoden interessiert. Es gibt in der Region 3 Trichtergrubenfelder. Jede der  Anlagen umfasst hierbei mehrere Tausend Grablöcher. Es gibt bei zwe der Felder eindeutige Belege, dass auch Eisen verhüttet wurde. Eine Belege für eine eindeutige zeitliche Zuordung sind jedoch nicht vorhanden. Bei einer der Anlagen vermutete man die Latenezeit, konnte dies dann jedoch nicht erhärten.

In Iphofen wurde - jedoch nur für wenige Jahre - auch Tatsächlich Bergbau betrieben. 1568 erschien in dem Städtchen der Bergmeister Ulrich Stecher aus Marienberg in Sachsen und eröffnete dem Rat, dass eine im Vorjahr entnommene Steinprobe "in der Prob reichlich an Silber, Pley und anderem erzeigt" - gefunden wurde dann jedoch nichts kommerziell verwertbares.  Zu jener Zeit scheint es landauf/landab eine Bergbaueuphorie gegeben zu haben, die  in der Region des Steigerwalds jedoch keine verwertbaren Erze zu Tage gebracht hat.

Interessant (finde ich) nur fürs Sammeln eine Sackgasse.

Viele Grüße

Achim

Offline triassammler

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #18 am: 12 Nov 11, 14:35 »
Hallo Achim,

ich habe diesen Thread erst heute zur Kenntnis genommen. Einen von Dir geäußerten Kritikpunkt, zu dem bisher wenig gesagt wurde, möchte ich aufgreifen: 'Die Planung von gemeinsamen Touren mit erfahrenen Sammlern verläuft meist im Sande': Hierfür kann es viele Gründe geben, nicht alle müssen in der Unwilligkeit jener Leute, Fundstelleninformationen zu teilen, begründet sein.

Wer als Sammler aus welchen Gründen auch immer (eigene HP, häufige Präsenz/Wortmeldung in Foren, etc.) häufig in Erscheinung tritt, wird öfter von Anfängern angeschrieben, die um eine gemeinsame Sammeltour anfragen. Je nachdem, wie viel Zeit man selbst für das Hobby hat, wird man dem mehr oder weniger aufgeschlossen begegnen. Konkret ist es häufig so, dass man mit bestimmten Wünschen konfrontiert wird: Ein bestimmtes Fossil oder Mineral, ein bestimmter Aufschluss soll es sein, Fundgarantie sollte gegeben sein, der Arbeitsaufwand sollte in einem bestimmten Rahmen liegen, usw. Wenn das nicht in den eigenen Sammlungsschwerpunkt passt oder diese Wünsche einfach nicht realisierbar sind, wird es mit der Tour nichts werden. Oder die notwendigen Aufschlussbedingungen bestehen zur Zeit nicht und man muss den Termin auf unbestimmte Zeit vertagen. Gerade die Aufschlüsse, die konstant und ohne schwere Arbeit garantiert Funde liefern und damit den verständlichen Wunsch eines Anfängers, nicht mit leeren Händen nach Hause zu gehen, bedienen, sind für alteingesessene Sammler oft ziemlich uninteressant, weil sie bereits seit langer Zeit über reichlich Belege von dort verfügen. Man möchte nach Möglichkeit seine Zeit darauf verwenden, selbst neue Entdeckungen zu machen.

Ziemlich häufig bekomme ich Anfragen von Leuten, die in Holzmaden oder generell an der Schwäbischen Alb sammeln möchten. Speziell im Sommer könnte ich fast jedes Wochenende eine Tour für jemanden auf die Beine stellen zu den klassischen Fundstellen der Alb, die sich derjenige aber auch mühelos aus dem Internet ziehen und selbstständig anfahren könnte. Nur interessiert mich die Thematik kaum, ich möchte meinem Hobby lieber andernorts nachgehen. Dafür müssen die Anfragenden einfach Verständnis haben. Als langjähriger Sammler kommt einem im Lauf der Zeit einfach der Enthusiasmus abhanden, jede Anfrage in der Minute des Eintreffens ausführlich zu beantworten und allen Wünschen des Fragenden voll zu entsprechen. Als Sammler betreibt man ein Hobby - eine Freizeitbeschäftigung zur eigenen Freude - und es existiert weder ein rechtlicher noch ein moralischer Anspruch Dritter darauf, dass man seine eigene Freizeit zu ihrem Vergnügen oder Gewinn aufwenden muss.

Zuletzt bleibt noch die Frage des "Rücklaufs": Was habe ich selbst davon, Neulinge durch die Aufschlüsse zu führen? Idealerweise erhält man im Gegenzug ebenfalls Fundstelleninformationen und ähnliches, wenn sich der Neuling weiter umtut und an Erfahrung gewinnt. Im besten Fall entwickelt sich daraus ein konstanter gegenseitiger Wissensaustausch. Leider ist das häufig nicht der Fall - viele Neulinge beschränken sich auch langfristig nur auf altbekannte und von der halben Sammlerwelt frequentierte "Massenaufschlüsse", die man selbst bereits zu Genüge kennt. Auch kommt es auf die Mentalität des Neulings an: Erwartet er von der Führung eines "alten Hasen" Fundgarantie, oder ist er realistisch genug, auch Misserfolge hinzunehmen und trotzdem weiter geduldig am Ball zu bleiben? Stänkert ein Neuling im Anschluss an eine Tour, dass seine Wünsche nicht im vollen Maß erfüllt wurden, war das garantiert die erste und letzte gemeinsame Unternehmung. Meiner Erfahrung nach verläuft sich ohnehin mindestens die Hälfte der "Erstkontakte" mit Neulingen nach der ersten gemeinsamen Tour im Sande, und zwar von deren Seite ausgehend, nämlich wenn die Erwartungen nicht erfüllt wurden. Entweder verlieren sie das Interesse am Hobby ("ich dachte, das sei einfacher") oder sie machen sich auf die Suche nach einem anderen Guide, der hoffentlich höhere Fundchancen zu bieten hat.

Von Vorteil ist es auch, wenn man sich vorher schon mal irgendwo getroffen hat und feststellt, dass man menschlich miteinander kann. Immerhin muss man auf einer Tour ja stundenlang miteinander klarkommen und auch im Anschluss weiter einen gedeihlichen Kontakt halten. Es gab Leute, da habe ich den ganzen Tag nur das Ende der Tour herbeigesehnt und war an einem darüber hinaus gehenden weiteren Kontakt absolut nicht interessiert...

Das soll keine Generalisierung sein, im Gegenteil trete ich dafür ein, den Einzelfall zu beachten. Es kommt darauf an, dass sich bei Anfragen die beiden richtigen Personen begegnen: Das Interesse des Neulings sollte mit dem Sammlungsschwerpunkt des "alten Hasen" zusammenfallen. Dann klappt es auch mit gemeinsamen Touren.

Gruß,
Rainer

Offline Kluftknacker

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #19 am: 12 Nov 11, 14:42 »
Hallo,
da habe ich aber ganz andere Erfahrungen gemacht:
Die "alteingesessenen" Sammler sind einfach nur "alt", deren Keller ist voll. Sie sind satt und führen ab einem gewissen Alter keine Exkursionen mehr durch. Da ist keine Motivation zu erkennen, auch jüngeren an das Thema heranzuführen oder zu einer Fundstelle hinzuführen. Und: Das kann man denen auch nicht zum Vorwurf machen. Ausnahmen sind möglich, aber selten.

Kluftknacker

Offline triassammler

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #20 am: 12 Nov 11, 16:18 »
Hallo Kluftknacker,

dazu möchte ich aber was sagen: "Alteingesessen" bedeutet nicht zwangsläufig auch "alt an Jahren" - man kann sich auch durchaus in der Lebensmitte bereits als erfahren und mit langjähriger Sammelpraxis gesegnet sehen. Aber natürlich gibt es auch jene, die auf ein langes Sammlerleben zurückblicken und sich - wohlverdient! - lieber zu Hause der Aufbereitung ihrer Sammlung widmen, als noch bei Wind und Wetter durchs Gelände zu streifen.
"Mit dem Alter kommt die Ruhe", sagt man ja auch so schön. Je älter man wird und je mehr Lebenserfahrung man sammelt, umso geduldiger wird man bezüglich des Hobbys. Der verständliche Enthusiasmus gerade junger Neulinge treibt sie mit hoher Frequenz ins Gelände, jeder Tag ohne Fundstellenbesuch ist eine verpasste Chance auf Funde. Ältere bzw. erfahrene Sammler können dem entgegnen: Was ich heute nicht finde, finde ich eben morgen. Oder nächsten Monat, nächstes Jahr... Parallel dazu gewinnen andere Dinge an Bedeutung (Familie, die Pflege weiterer Hobbys oder sozialer Kontakte) und das Sammeln stellt nicht mehr zwangsläufig den alles beherrschenden Lebensinhalt dar.
 
Auch das habe ich schon erlebt: Neu geknüpfte Kontakte mit jungen Sammlern, die am liebsten sofort für die nächsten x Wochenenden bereits die gemeinsame Tourenplanung vorgenommen sehen möchten. Bremst man hier etwas und verweist auf andere Verpflichtungen, kann das durchaus als Desinteresse oder gar Ablehnung missverstanden werden.

Gegen Sattheit ist übrigens im Prinzip nichts einzuwenden: Auch mich locken Möglichkeiten für Funde, die ich schon in zahlreichen Exemplaren in der Sammlung habe, nicht mehr hinter dem Ofen vor. Zwar ist auch mir die Erfahrung des Sammelns und Findens an sich sehr wichtig, aber was habe ich davon, wenn ich wegen "Allessammelns" zu Hause schlussendlich kaum mehr Platz für wirklich Neues habe?

Warum Neulinge also Schwierigkeiten haben, einen erfahrenen Guide oder gar langfristigen Mentor zu finden, hat vielschichtige Gründe. Wichtig ist, dass beide Seiten auf einander eingehen - der "alte Hase" kann offen und ehrlich seine zögerliche Haltung erklären, statt den Neuling zu ignorieren oder mit Ausreden abzuspeisen, und der Anfänger sollte im Gegenzug, bei allem Enthusiasmus, auch Verständnis für sein Gegenüber aufbringen. Wie auch sonst in allen anderen Bereichen des menschlichen Miteinanders hilft auch beim Hobby das miteinander Reden und etwas Empathie dabei, Missverständnisse und Stress zu vermeiden.

Gruß,
Rainer

Offline Kluftknacker

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #21 am: 12 Nov 11, 17:10 »
Ältere bzw. erfahrene Sammler können dem entgegnen: Was ich heute nicht finde, finde ich eben morgen. Oder nächsten Monat, nächstes Jahr.

Nach meiner Erfahrung steht die Alterspyramide bei Sammlern extrem auf dem Kopf, sieht eher aus wie ein Schalenpokal auf dünnem Stiel. Kurz: Auch die "Mitte" zwischen 25-55 ist ausgedünnt. Selbst diese sagen - wie auch die noch älteren: Was ich nicht gefunden habe, suche ich auch nicht mehr....  ;)

Kluftknacker

Offline futzi

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #22 am: 12 Nov 11, 18:48 »
 ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D

cool ich bin die Mitte.

Gruß Futzi

Offline fassi

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #23 am: 12 Nov 11, 19:17 »
Manchmal fehlt es aber auch an den richtigen.....
Man sucht nach einen Mitstreiter - und nicht nur einen der mal was finden möchte .
einige haben sich schon bei mir gemeldet und wollten doch sofort losgehen und Fundstellen besuchen - ausnahmslos Neu Intressierte .
jedoch kam es in noch keinen Der fälle zu einer wirklichen Exkursion .
 Natürlich ist es an einigen Fundstellen oftmals Langweilig was die Funde betrifft  man kehrt oft nur mit Erfahrung zurück .-
Äußert man solche Meinungen im Vorfeld und bremst somit die Hoffnung der Neulinge auf Top funde - ist das gerade noch vorhandene Intresse schnell auf Null -
sagt man vorher nichts - geht auf Tour - und es gibt eben einfach nichts gescheites zu finden - ist es ebenso -

Oftmals wird auch vergessen welche Zeit Mühe und Arbeit es gekostet hat  eine selbstgefundene Sammlung zusammenzutragen
weden dann die schönen stucke in der Sammlung gesehen  denkt keiner daran das man dafür schon viele Jahre immer wieder auf tour war ...


Offline Jörg

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #24 am: 12 Nov 11, 20:01 »
Hallo,

Zitat
Selbst diese sagen - wie auch die noch älteren: Was ich nicht gefunden habe, suche ich auch nicht mehr....
Hmm... ich denke das hängt mit der Ernsthaftigkeit zusammen, mit der das Hobby betrieben wird. Ich zähle mich auch noch an der Grenze zur Mitte  :) Doch es werden bei mir eigentlich eher mehr Gesteine, die es noch zu finden gilt. Ich persönlich habe das Glück mit einem Mentor in gutem Kontakt zu stehen, der mit großen Schritten auf die 80 zu geht. Von einem Gang runterschalten, keine Spur. Im Gegenteil, die Vorschläge für die nächsten "Auslandseinsätze" kommen von ihm. Ich denke, dass ein geringeres Interesse im Alter auch mit einem Wandel ebendieser Interessen einher geht. Wenn ich als junger Mensch auch "nur mal so" einen Stein aufgehoben habe, werde ich im Alter vermutlich auch kein Gas mehr geben. Ich kenne im Prinzip 2 Sorten von Sammlern, entweder mit Haut und Haaren und Wind und Wetter dabei, oder so la la, weil gerade nichts besseres im Fernsehen kommt (und es in gerade jungen Jahren natürlich die Zeit zulässt). Und wenn ich mein Hobby ernsthaft betreibe, werden sich früher oder später fruchtbare Kontakte ergeben, wie im alltäglichen Leben auch, und die sind dann keiner bestimmten Alterssschicht unterlegen, sondern Interessen bezogen. Allerdings muss ich Kluftknacker insofern Recht geben, dass es bei den Älteren oftmals gesundheitliche Probleme sind, die das Sammeln einschränken. Und darauf folgt oft (leider) die menschliche Reaktion, lieber das Hobby ganz ruhen zu lassen.

Glück Auf!
Jörg

Offline uwe

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #25 am: 12 Nov 11, 22:14 »
Der Jörg hat eine interessante Frage aufgeworfen, nämlich daß sich die Sammlerei im Alter verändert.

Es gehört zwar nicht zum Eingangsthema, sollte aber ruhig mal diskutiert werden, denn wahrscheinlich kommt jeder mal dahin (falls er bei Sammeln nicht abstürzt oder einen Brocken auf den Kopf bekommt). Ich betrachte mich mit 68 auch als älterer Sammler und stelle gerade fest, daß sich bei mir die Art des Sammelns jetzt ändert. Frühre war ich fast jede freie Minute unterwegs und habe so viel wie möglich zusammengetragen. Wenn man viele Jahre sammelt, hat man von seinem Sammelgebiet bereits vieles, was erschwinglich und zu finden ist (oder zu finden war) in der Sammlung. Man kennt inzwischen viele Leute und Sammlungszuwächse kommen auch oft auf diesen Weg. Den größte Teil beschäftig man sich mit seinen Stufen, reinig diese, beurteilt ob die Bestimmung richtig war etc. oder erfreut sich einfach daran. Natürlich gehe ich auch heute noch hin und wieder zu bstimmten Fundpunkten, bin aber sehr wählerisch, was ich mitnehme. Mehr Zeit hat man aber als Rentner kaum.

Man beginnt auch, seine Sammlung zu optimieren, d.h. sich von einigen, was nicht so recht in die Sammlung paßt, zu trennen. Letztendlich denkt man schon mal an seine künftigen Hinterbliebenen. 

Es würde mich mal interessieren, wie ander Sammler in ähnlicher Situation darüber denken.

Für Anfänger empfehle ich, nicht mit der Theorie sondern mit der Praxsis zu beginnen. Alles was interessant erscheint erst mal mitnehmen um sich zu hause damit zu beschäftigen. Nur so kommt die Erfahrung und das Sammlerauge. Möglicherweise ist manch Bemerkenswertes dabei. Wenn ich daran enke, was ich vor 30 Jahren in Schneeberg auf den Halden liegen gelassen habe, kommen mir noch heute die Tränen. Ich denke aber nicht, daß die Fundmöglichkeiten heute generell erschöpft sind.

Uwe

Offline Jörg

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #26 am: 13 Nov 11, 10:17 »
Hallo,

ich habe vor gut 25 J. mit dem Sammeln von Geschieben begonnen und zuerst alles eingesackt, was irgendwie interessant und "hübsch" aussah. Später wurde Ausschau gehalten, möglichst die Lücken im Regal zu schließen. Nach und nach wuchsen die Interessen an bestimmten Gesteinen. Aus den allgemeinen Geschieben wurden dann Magmatite, später Vulkanite; heute sind es nur bestimmte Gesteine innerhalb dieser Gruppe, welche ich gezielt suche. Ich stimme Uwe absolut zu wenn er schreibt, dass das Sammeln mit der Praxis beginnt. Das spätere Auseinandersetzten mit den Funden, bringt automatisch die theoretischen Kenntnisse. Ich gehe heute zwar nicht weniger auf Jagd, beschäftige mich jedoch intensiver mit den einzelnen Funden, was wohl damit zusammen hängt, dass das Wissen im Laufe der Zeit steigt, und neue Aspekte in der Betrachtung hinzu kommen. So sind es einige Gesteine aus jüngeren Sammeljahren, die ich erst kürzlich zuordnen konnte. Darunter auf einige Exoten, die ich schlichtweg nicht als solche erkannt habe (2 Pseudotachylite staubten seit zig Jahren im Schuppen vor sich hin, bis sie aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt wurden). Ich will gar nicht wissen, über wie viele ich im Laufe der Jahre am Strand hinweg getrampelt bin. Auch Uwes Einschätzung später die Sammlung zu optimieren, teile ich. Oft nehme ich nicht gezielt neue Gesteine mit, sondern halte einfach nach "besseren" Exemplaren Ausschau., obwohl das Sammelgebiet der nördlichen Strände immer auch viel Neues bietet. Ich glaube generell das im Alter ein Wandel von "Masse" zu "Klasse" stattfindet.

Glück Auf!
Jörg

Offline Gerhard

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #27 am: 13 Nov 11, 12:34 »
Hallo
Zu den vorher geschriebenen Meinungen möchte ich auch meine Geganken zufügen.
Sammeln -eine genetische Eigenschaft des Menschen- Und ein Besuch zu einer Mineralaustellung und einer
Börse kann dann auch enden in -Jetzt fang ich an - Das -WO -stand auf Ediketten .Einen Hammer und Rucksack
aus dem Baumarkt u.u.........
Die erste Tour dann eine Entäuschung. Den Steinbruch .die Halde .......... gefunden und dann ????
Jeder von uns kennt das . Verbotsschilder .Steinbruch verrollt zugewachsen .........
Doch da gibt es ja ein Forum ,ein einloggen ist schnell gemacht, und auf anfragen keine oder ausweichende
Antworten, (darüber wurde schon genügend geschrieben)
Und es gibt Bergbauagenturen ,die gegen Bezahlungen sogenannte Sammelführungen durchführen mit.....????
Und es gibt Vereine der Mineralogie.
Das muß dann jeder der anfängt ,entscheiden, ober sich selber fachkundig macht,oder die anderen Möglichkeiten
in Anspruch nimmt.
Ich selber habe erst so richtig um das Jahr 2000 angefangen mich intensiv mit dem -Sammeln-zu beschäftigen.(Kindheitstraum)
gehöre schon zu den -abgewerteten Alten- Bin aber gesund und munter und ziehe bei Wind und Wetter auch
mit schweren Werzeug los.
Für mich ist dieses Hobby nicht nur -Finden- sondern auch ein- Kennenlernen - von Bergbaugeschichte und
Natur. Gewiß eine Hoffnung auf -den Fund - besteht immer!!!!.
Eine sogenannte Leerfahrt gibt auch aufschlußreiche Eindrücke in die geologische Landschaft. Schon alleine
das aufsuchen von verschollenden Bergwerken .Seifen , Schürfungen ist der Anfang zum Erkunden von
Mineralien. So kann man eine lokale Sammlung aufbauen ,auch ohne Prachtstufen,
Doch auch  -tolle Funde - kann man machen ,Habe ich selber gemacht.
Habe aber leider festgestellt, ein öffentliche Angabe zu den Fundstellen führt immer zu wahren Sammelexursionen
 ,die immer mit wilden Schürfungen enden und zerstören. Und das endet meistens mit Verboten
der Besitzer!!!!!
Doch für mich gilt: Wer sucht der findet -Wer aufgibt hat verloren .
Und so habe ich zielgerichtet mein Sammlung aufgebaut und die auch die dazu gehörenden Geräte zum
bearbeiten.
Und wenn man noch -Jemanden -findet der ähnliche Gedanken hat- dann steht dem Erfolg eigentlich nichts
im Wege. Zusammen auf Tour gehen dazu Nehmen -Geben und teilen ohne Neid ...........
Touren gemeinsam vorbereiten ,Erfahrungen austauschen ,gegenseitige Aufmunterung bei den often Nicht-
erfolgen u.u.u.
Und wenn man das nicht kann sollte man alleine gehen.
Gruß gerhard

Offline jürgen lange

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #28 am: 13 Nov 11, 19:35 »
Liebe Leute, jetzt lesen wir intensiv, was warum nicht geht. Viele der angeführten Argumente stimmen. Aber der eine oder andere neue Kontakt kommt doch zustande. Immer wieder trifft man auf der Halde Leute, die gleich ticken. Manchmal kommt die nächste  g e m e i n s a m e  Tour erst nach Jahren wieder. Der Neuling muss dann aber auch beweisen, dass er nicht nur die schnelle "Nummer" will.

Und wie Gerhard es schrieb, es geht ja  nicht nur um die gefüllte Vitrine. Das Erlebnis Natur, Mensch und Bergbau, Erfolg, Leerfahrt, Lehrfahrt...

Ich habe meine Hoffnung nicht aufgegeben. Wer hier liest, die Aktivitäten der Vereine/Strahler in den Bergen/Bergbauagentouren etc. wahrnimmt und vor allem -- nicht aufgibt -- wenn man dann wirklich mal alleine ist, wird auf einem steinigen Weg sicherlich den Zugang zu den Kristallen finden. Und dann kann er auch Informationen und Erfahrungen weitergeben.

Lasst Euch nicht von den immer stärkeren Beschränkungen abschrecken. Viele der Beschränkungen finden im eigenen Kopf statt.

Glück Auf Jürgen

Offline vandendrieschen

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Re: Der richtige Zugang zum Hobby Mineraliensuche
« Antwort #29 am: 31 Dec 24, 17:48 »
Hallo Kluftknacker,

dazu möchte ich aber was sagen: "Alteingesessen" bedeutet nicht zwangsläufig auch "alt an Jahren" - man kann sich auch durchaus in der Lebensmitte bereits als erfahren und mit langjähriger Sammelpraxis gesegnet sehen. Aber natürlich gibt es auch jene, die auf ein langes Sammlerleben zurückblicken und sich - wohlverdient! - lieber zu Hause der Aufbereitung ihrer Sammlung widmen, als noch bei Wind und Wetter durchs Gelände zu streifen.
"Mit dem Alter kommt die Ruhe", sagt man ja auch so schön. Je älter man wird und je mehr Lebenserfahrung man sammelt, umso geduldiger wird man bezüglich des Hobbys. Der verständliche Enthusiasmus gerade junger Neulinge treibt sie mit hoher Frequenz ins Gelände, jeder Tag ohne Fundstellenbesuch ist eine verpasste Chance auf Funde. Ältere bzw. erfahrene Sammler können dem entgegnen: Was ich heute nicht finde, finde ich eben morgen. Oder nächsten Monat, nächstes Jahr... Parallel dazu gewinnen andere Dinge an Bedeutung (Familie, die Pflege weiterer Hobbys oder sozialer Kontakte) und das Sammeln stellt nicht mehr zwangsläufig den alles beherrschenden Lebensinhalt dar.
Ohh, da finde ich mich aber komplett wieder. Durchs Gelände ziehe ich immer noch gerne. Aber Touren plane ich nicht im Voraus.
Verplichtungen außer Geld verdienen müssen, habe ich keine und halte ich auch bewusst fern von mir.

Gegen Sattheit ist übrigens im Prinzip nichts einzuwenden: Auch mich locken Möglichkeiten für Funde, die ich schon in zahlreichen Exemplaren in der Sammlung habe, nicht mehr hinter dem Ofen vor. Zwar ist auch mir die Erfahrung des Sammelns und Findens an sich sehr wichtig, aber was habe ich davon, wenn ich wegen "Allessammelns" zu Hause schlussendlich kaum mehr Platz für wirklich Neues habe?
Eine Sättigung hat sich nach den letzten Jahren intensivem Gelände sammeln bei mir bemerkbar gemacht. Meine Sammlung befindet sich nun in einer Evolution oder Generalüberholung. Ich hatte immer mehrere Sets von jeder Fundstelle angelegt, was schnell auf mehrere Dutzend Fundstücke angewachsen ist und ich nicht mal mehr Platz auf dem Tisch hatte, um was zu essen. Kennt ihr das? Ihr hab hundert Kleidungsstücke im Schrank und eigentlich nehmt ihr immer jeden Morgen im Wechsel nur die obersten 5 vom obersten Stapel. So ist das auch mit den Mineralien. Ich habe in jedem meiner Sets gefühlt 50 Stück vom gleichen Mineral von einer Fundstelle, obwohl höchstens 3, 4 Stück herausragend sind. Die letzten Tage habe ich alles pro Fundstelle auf ein Sammelflat maximal 2 Flats reduziert. Und da kommt nur noch rein oder wird ausgetauscht, wenn was besser ist, oder noch nicht vorhanden ist. Im Prinzip reicht auch meine Vitrine vollkommen. Ich habe für mich erkannt, dass ich keine Sammlung mit 1000+ Mineralien brauche, nur um mich als Sammler zu bezeichnen. Ein gut strukturiertes dokumentiertes Set mit 20 aussagekräftigen Stücken von einem Fundort ist auch eine Sammlung. Auch wenn viele solche nicht als Sammler bezeichnen. Und zudem ist es besser verkaufbar als ein wildes Konvolut. Und eine junge Sammlung muss auch nicht weniger wert oder unbeachtenswert sein als eine historische.

Viele Grüße.

 

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