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Autor Thema: Frage zu Strinkspat  (Gelesen 10482 mal)

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Offline berthold

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Re: Frage zu Strinkspat
« Antwort #15 am: 15 Jan 05, 12:35 »
Hallo,

ich seh das für das Wölsendorfer Revier ähnlich: Es gibt Stinpsat ohne Uranglimmer-Paragenese, es gibt aber auch Uranglimmer zusammen mit hellen und dunklen Fluoritkristallen (nicht jeder dunkle Flußspat ist Stinkspat!). Es ist schon so, dass in den Gängen, in denen primäre und sekundäre Uranmineralien vorkommen Stinkspat häufig ist, im Gegensatz zu den Uran-armen Gängen. Aber eine Regel für ein Handstück kann man da nicht draus machen, Wahrscheinlichkeit schon.

Gruß

Berthold

Offline Alfred01

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Re: Frage zu Strinkspat
« Antwort #16 am: 15 Jan 05, 20:30 »
Berthold, Geomüller - danke für die Information !
Bisher kannte ich nur Stinkspat vom Wölsendorfer Revier;
was meint Ihr zu dem Eingangsbild: ist das wirklich Stinkspat ?
Grüße
ALFRED
« Letzte Änderung: 15 Jan 05, 20:34 von Alfred01 »

Offline berthold

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Re: Frage zu Strinkspat
« Antwort #17 am: 15 Jan 05, 20:53 »
Hallo,

hmm, könnte man sicher feststellen wenn man mal draufhaut  :-\  Aber Spaß beiseite: Normalerweise haben Stinkspatkristalle (die ohnehin selten sind) eine rauhe Oberfläche (wegen des gestörten Kristallgiters ?). Ich hab mit mal meine Stinkspat-Oktaeder aus dem Revier angesehen - ohne Ausnahme matte, rauhe Oberfläche. Aber ob das anderswo auch so sein muss - keine Ahnung.

Gruß

Berthold

Offline geomueller

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Re: Frage zu Strinkspat
« Antwort #18 am: 16 Jan 05, 19:15 »
Hallo,

also das mit der rauen Oberfläche kann ich bestätigen, im Revier Schlema/Hartenstein/Alberoda ist das auch so. Ich nehme auch an das das mit dem gestörtenKristallgitters zusammen hängt.

Jürgen

Offline Alfred01

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Re: Frage zu Strinkspat
« Antwort #19 am: 16 Jan 05, 19:33 »
Dazu noch ein Photo von Wolfi, das er in einem anderen Thread
bereits vorgestellt hat. Es zeigt einen weiteren Stinkspat aus
dem Wölsendorfer Revier - die Oberfläche ist wirklich "rauh".
Grüße
ALFRED
« Letzte Änderung: 16 Jan 05, 19:39 von Alfred01 »

Offline Alfred01

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Re: Frage zu Strinkspat
« Antwort #20 am: 22 Jan 05, 10:18 »
Hier ein Granitbrocken vom Johannes-Schacht, der durchzogen ist
von kleinen Quarzadern - in deren Mitte befindet sich ein "Gang" von
einem dunklen violetten Fluorit. Der Granit und die Ader enthalten zahlreiche
gelb-grüne Flitter von Uranglimmern. Der Brocken ist nicht frisch
und muss wohl einige Zeit an der Oberfläche gelegen haben.
Gefunden habe ich ihn 1987, als die Autobahn gerade gebaut war
und die Fundstelle leicht zugänglich war. Solche Stücke waren damals
häufiger zu finden. Ob Stinkspat vorliegt, weiss ich nicht und um welchen
Uranglimmer es sich handeln könnte kann ich nicht mit Sicherheit sagen.
Interessant ist, dass der Granit schon etwas verwittert aussieht,
wodurch die kräftigen Farben des Uranglimmers und des Fluorits mehr zur Geltung kommen.
« Letzte Änderung: 23 Jan 05, 18:41 von Alfred01 »

Offline berthold

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Re: Frage zu Strinkspat
« Antwort #21 am: 22 Jan 05, 12:56 »
Hallo Alfred,

..da bin ich mir recht sicher, dass das Stinkspat ist. Jedoch ob es sich (noch) um Uranglimmer handelt, da habe ich leichte Zweifel. Wenn es Uranglimmer ist, dann (wegen der Farbe) Uranocircit (der müsste gut LW- fluoreszieren), auf jedem Fall muss sich eine deutliche Radioaktivität feststellen lassen. Die Verwitterung zersetzt jeden Uranglimmer schneller als den Fluorit und ich habe vielfach Stücke gesehen, wo statt des Uranglimmers ein gelbrünliches weiches, leichts speckiges, manchmal auch mit Schrumpfrissen durchzogenes Mineral (Notronit ?) an die Stelle des Uranminerals im Stinkspat getreten ist. Solche Stücke lassen sich übrigens auch heute noch problemlos (z.B. Rolandhalde) finden.

Gruß

Berthold