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Autor Thema: radioaktive Strahlung  (Gelesen 17630 mal)

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Offline vandendrieschen

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Re: radioaktive Strahlung
« Antwort #45 am: 14 Jul 21, 21:51 »
https://youtu.be/iWkj1C4U-J8?t=1171
eigentlich ist radioaktive Strahlung auch quatsch. Radio kommt von radial und heißt strahlend. Strahlende Strahlung, Jede Strahlung strahlt.

https://youtu.be/iWkj1C4U-J8?t=1521
Strahlung tut gut  ;D
https://youtu.be/iWkj1C4U-J8?t=2095
« Letzte Änderung: 14 Jul 21, 22:07 von vandendrieschen »

Offline Roadrunner

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Re: radioaktive Strahlung
« Antwort #46 am: 15 Jul 21, 10:22 »
https://youtu.be/iWkj1C4U-J8?t=1171
eigentlich ist radioaktive Strahlung auch quatsch. Radio kommt von radial und heißt strahlend. Strahlende Strahlung, Jede Strahlung strahlt.

https://youtu.be/iWkj1C4U-J8?t=1521
Strahlung tut gut  ;D
https://youtu.be/iWkj1C4U-J8?t=2095
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Hallo,
meiner Meinung nach gehen diese "Berichte" wohl eher in den Grenzbereich der Verschwörungstheorien.
Klar kann eine geringe Dosis auch gesundheitsfördernde Wirkungen haben aber so richtig weiss wohl keiner wo die tatsächliche Grenze liegt. Hat immer etwas mit Umweltreize für das Immunsystem zu tun. Ist aber ein völlig anderes Thema.
Wir Menschen sind nun mal keine Maschienen wo man festlegen kann ab wann Wert x zu hoch ist.
Manche erkranken bereits an niedrigen Dosen und andere haben sogar Tschenobyl überlebt. In der Doku darüber wird glaubhaft berichtet das zum Teil die Pflegekräfte im Krankenhaus an der Strahlung starben welche sie aufnahmen als sie die Betroffenen behandelten.
Einige wenige der Betroffenen haben sogar bis heute überlebt, aber das sind die wenigsten. Mit der Strahlung ist es wie mit anderen Schadstoffen auch, manche erkranken früher andere später und wenige überhaupt nicht. Da ich nicht weiss zu welcher Gruppe ich gehöre, versuche ich das Risiko so gering wie möglich zu halten wenn ich mich schon mit Strahlemännern in meiner Sammlung beschäftige.
Jeder halt wie er denkt.
Bis dann Gruß
Roadrunner

Offline cmd.powell

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Re: radioaktive Strahlung
« Antwort #47 am: 15 Jul 21, 16:47 »
Moin

Letztlich ist alles reine Statistik: Die ganzen Werte mit Dosisleistung etc. geben nur eine Übersicht darüber, wieviel Strahlung man ausgesetzt war und wie groß damit die Wahrscheinlichkeit ist, an den Folgen der Strahlung zu erkranken. Rein theoretisch könnte bei jedem von uns ein einzelnes radioaktives Teilchen eine tödlich verlaufende Krebserkrankung zur Folge haben, die Wahrscheinlichkeit dafür ist nur verschwindend gering. Anders sieht es aus, wenn man extrem hohen Strahlendosen ausgesetzt ist, wie z.B. bei dem Reaktorunfall in Tschernobyl: Dort sind die Menschen aufgrund der direkten Schäden durch die Strahlung gestorben. Das kann man am ehesten mit einem extremen Sonnenbrand im ganzen Körper vergleichen. Solchen Strahlendosen ist ein Sammler in der Praxis aber nie ausgesetzt, außer man sammelt abgebrannte Kernbrennstäbe oder Hinterlassenschaften von Atombombenexplosionen.
Somit kann man als Fazit sagen, je geringer die Dosis ist, der man sich alltäglich aussetzt, desto geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit daran ernsthaft zu erkranken. Das gilt für alles, auch für das Autofahren, in den Urlaub fliegen etc.. Es kann sich mal jemand den Spass machen was - rein Statistisch - gefährlicher ist: Die Fahrt zur Fundstelle und zurück oder die gefundene Uranocircitstufe in der Vitrine. Für das Fliegen ist das schon gemacht worden: Die Fahrt zum Flughafen ist gefählicher als der Flug. Trotzdem haben mehr Menschen Flug- als Autofahrangst!

Offline Haldenkobold

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Re: radioaktive Strahlung
« Antwort #48 am: 15 Jul 21, 17:00 »
Hallo,

Na vereinfacht je weiter die Entfernung zur Fundstelle desto höher das Risiko.

Je weiter weg vom Uranocircit desto geringer das Risiko  :D

Gruß Lars

Offline Roadrunner

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Re: radioaktive Strahlung
« Antwort #49 am: 15 Jul 21, 17:03 »
Moin

Letztlich ist alles reine Statistik: Die ganzen Werte mit Dosisleistung etc. geben nur eine Übersicht darüber, wieviel Strahlung man ausgesetzt war und wie groß damit die Wahrscheinlichkeit ist, an den Folgen der Strahlung zu erkranken. Rein theoretisch könnte bei jedem von uns ein einzelnes radioaktives Teilchen eine tödlich verlaufende Krebserkrankung zur Folge haben, die Wahrscheinlichkeit dafür ist nur verschwindend gering. Anders sieht es aus, wenn man extrem hohen Strahlendosen ausgesetzt ist, wie z.B. bei dem Reaktorunfall in Tschernobyl: Dort sind die Menschen aufgrund der direkten Schäden durch die Strahlung gestorben. Das kann man am ehesten mit einem extremen Sonnenbrand im ganzen Körper vergleichen. Solchen Strahlendosen ist ein Sammler in der Praxis aber nie ausgesetzt, außer man sammelt abgebrannte Kernbrennstäbe oder Hinterlassenschaften von Atombombenexplosionen.
Somit kann man als Fazit sagen, je geringer die Dosis ist, der man sich alltäglich aussetzt, desto geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit daran ernsthaft zu erkranken. Das gilt für alles, auch für das Autofahren, in den Urlaub fliegen etc.. Es kann sich mal jemand den Spass machen was - rein Statistisch - gefährlicher ist: Die Fahrt zur Fundstelle und zurück oder die gefundene Uranocircitstufe in der Vitrine. Für das Fliegen ist das schon gemacht worden: Die Fahrt zum Flughafen ist gefählicher als der Flug. Trotzdem haben mehr Menschen Flug- als Autofahrangst!
[/quote
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Mensch Markus ;D
genau das mit der Wahrscheinlichkeit wollte ich die ganze Zeit verdeutlichen.
Gruß Roadrunner

Offline Alfred01

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Re: radioaktive Strahlung
« Antwort #50 am: 15 Jul 21, 19:10 »
So getz habe ich meine wenigen radioaktiven Mineralien rausgeholt, die in Jousi Dosen eingedost sind oder in dicht schließenden
Klarsicht Hartplastik Behältern verschlossen sind.

Zur Messung habe ich das chinesische BR-9C Handgerät, das ich vor einiger Zeit ersteigert hatte, verwendet.
Normalerweise messe ich damit ein Hintergrundrauschen von etwa 0,1uSv/h, mit Schwankungen im ersten Stock.

Der Torbernit-Kristall im Granit aus der Grube Roland, Gewicht 790g in Klarsichtbox, ergibt in einem Abstand aus 4cm
zur Klarsichtbox ein Ergebnis von ca. 0,08uSv/h bis 0,14uSv/h.

Die Autunit-Brekzie aus Boussac, Gewicht 60g, eingedost in eine Jousi Box ergibt in einem Abstand aus 4cm zur Dose
ein Ergebnis von ca. 0,21uSv/h.

Der kleine Uraninit, Columbit, Gewicht 25g, aus Hagendorf, eingedost in eine Jousi Box ergibt in einem Abstand aus 4cm
zur Dose schon ein Ergebnis von ca. 0,37uSv/h.

Ich weiß nicht wie zuverlässig das Gerät ist, welche Einflüsse Belüftung, der Betrieb von elektrischen Geräten in der Umgebung
haben, man erkennt schon einen Trend von Belegen von Uran-Sekundärmineralien auf Matrix zu etwas massiveren
Uranmineralien.

Nun habe ich noch ein paar Stücke Pechblende von einem Sammlerkollegen erhalten und da sehen die Werte anders aus.
Ich müsste hier noch die Messungen wiederholen. zur Aufbewahrung sind sie eingedost, und in einem Vorratsbehälter untergebracht,
den ich mit Bleischrott aufgefüllt habe. Optimal ist das sicher auch noch nicht.

MFG
Alfred




Offline Alfred01

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Re: radioaktive Strahlung
« Antwort #51 am: 15 Jul 21, 19:41 »
Bilderteil Torbernit, Roland
Torbernit in Granit, Grundfläche 12 x 7,5cm, Gewicht 720g in Klarsichtbox

Offline Alfred01

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Re: radioaktive Strahlung
« Antwort #52 am: 15 Jul 21, 19:42 »
Bilderteil Uraninit, Columbit Hagendorf, Grundfläche 3,5 x 4 cm, Gewicht in Dose 25g

Offline vandendrieschen

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Re: radioaktive Strahlung
« Antwort #53 am: 15 Jul 21, 20:40 »
Also bei mir ist nichts unter 1 µSv/h  in der Größe ???

Offline Alfred01

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Re: radioaktive Strahlung
« Antwort #54 am: 15 Jul 21, 20:58 »
Die sind dann morgen dran, der größere Autunit aus Hagendorf und die etwas schwereren Pechblenden ...

Offline Alfred01

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Re: radioaktive Strahlung
« Antwort #55 am: 16 Jul 21, 09:34 »
Hier der Autunit aus Hagendorf, der schon ziemlich lange in meiner Sammlung ist. Es handelt sich um Autunit auf Quarz-Matrix aus Hagendorf. Gewicht ist 790g, die Abmessungen sind 10 x 8 x 8 cm. Offen, im Abstand von 8cm messe ich Werte von 0,27uSv/h, 0,30uSv/h bis 0,37uSV/h.
Ein Durchschnittswert von 0,23uSv/h wird nach einer bestimmten Zeit angezeigt. Im Plexiglas Aufbewahrungsbehälter misst das Gerät in einem Abstand von 8cm Werte von 0,17uSv/h, 0,20uSv/h bis 0,23uSv/h. Ein Durchschnittswert von 0,17uSv/h wird angezeigt. Ich habe den Zähler 15 Minuten laufen lassen.

Viele Grüße
alfred

Offline Alfred01

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Re: radioaktive Strahlung
« Antwort #56 am: 16 Jul 21, 11:57 »
zum Abschluss ein kleines unscheinbares Stück Pechblende mit einem Gewicht von 55g in einer Jousi Dose 6 x 4 x 3,5 cm.
Hier sind die Werte anders ! 1,83uSv/h, 1,66uSv/h, 1,90uSv/h, nach 5 Minuten wird ein Durchschnittswert von 1,77uSv/h angezeigt !

Offline Roadrunner

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Re: radioaktive Strahlung
« Antwort #57 am: 16 Jul 21, 18:30 »
Hallo Leute,
jetzt hab ich mal einige meiner Strahlemänner getestet, welche Dosen sie so abgeben, hier die Ergebnisse.

Pechblende massiv von der 371 bei Hartenstein mit Dose:
radioaktive Strahlung


selbe Stufe ohne Dose:
radioaktive Strahlung


jetz eine Handstufe blasige Pechblende auch massiv von der 371 bei Hartenstein. Die Tüte macht hier kaum etwas Abschirmung aus.
radioaktive Strahlung


und nun 3 Bilder einer interessanten Handstufe Pechblende mit frischen Sekundärbildungen von der Spitzkegelhalde Mechelgrün
mit Dose seitlich gemessen:
radioaktive Strahlung


ohne Dose seitlich gemessen:
radioaktive Strahlung


und ohne Dose oben gemessen direkt über den Sekundärbildungen:
radioaktive Strahlung


Wenn ich ca. 1,5 bis 2 Meter weggehe lässt sich nix mehr messen außer der normalen Hintergrundstrahlung.
Es kommt immer auch bei unseren Stufen darauf an wieviel aktives Material vorhanden ist und auch wie alt das Material ist, ich meine geologisches Alter. Im Laufe der Zerfallskette entstehen Sekundärisotope welche teilweise stärker strahlen als das primäre Uran selbst. Mit unseren geräten messen wir ja eh nur einen kleinen Teil der wirklichen Strahlung, welche ja erstens aus mehreren Arten besteht und zweitens in alle Richtungen abstrahlt. Unsere Geräte erfassen somit immer nur einen Bruchteil davon.
Bis dann
Gruß
Roadrunner

P.S. Ach ja solch starke Strahlemänner gehören natürlich niemals in einen Wohnraum!


Offline Fabian99

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Re: radioaktive Strahlung
« Antwort #58 am: 16 Jul 21, 19:17 »
... auch wie alt das Material ist, ich meine geologisches Alter. Im Laufe der Zerfallskette entstehen Sekundärisotope welche teilweise stärker strahlen als das primäre Uran selbst.

Ich empfehle einmal folgende Seite:
https://www.wise-uranium.org/rccu.html

Nach 500.000 "geologischen" Jahren ist Uran im Gleichgewicht mit seinen Töchtern. So lange ist das nicht, da könnte ein relativ moderner Faustkeil überwachsen sein, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Acheul%C3%A9en

BTW: Die Aktivität vieler Tochter ist im Gleichwicht gleich der der Mutter, wenn ich in Physik nicht zu viel geschlafen haben.

LG

Offline vandendrieschen

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Re: radioaktive Strahlung
« Antwort #59 am: 24 Jul 21, 00:23 »
und ohne Dose oben gemessen direkt über den Sekundärbildungen:
radioaktive Strahlung


Wenn ich ca. 1,5 bis 2 Meter weggehe lässt sich nix mehr messen außer der normalen Hintergrundstrahlung.
So wenig bei Pechblende?
Mein Curit macht schon über 500 cpm. Und der Cuprosklodowksit hier über 300 cpm.


Den gelben Geigerzähler hatte ich eingeschickt und vom Hersteller zurück bekommen. Aber wie man sieht, besteht immer noch das Problem, dass er nicht richtig misst, darum hat der Curit nur 1 µSv/h (wers glaubt). Messe ich mit dem anderen, hab ich bis zu 640 cpm. Ich habe dazu schon im Geigerzählerforum geschrieben, vielleicht kennt sich hier auch jemand aus. In der Anleitung steht, dass das Zählrohr pro Minute IPL/S zählt. Aber selbst über einer Minute rührt sich nichts auf dem DIisplay, obwohl es angeblich reapariert wurde (eine neue Batterie wurde reingemacht )., außer dass  ab und zu immer noch Hochspannung drauf steht.  ::)

 

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