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Alltagsbezug von Mineralien

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Wegschmeißit:
Vielleicht kannst du mit den Kids im Chemieunterricht ja
auch mal einfache chemische Analysen machen, z.B. auf Kupfer
und Eisen. Das ist nicht allzu kompliziert und man sieht das etwas passiert.
Kristalle züchten u.ä.

Gruß Dirk
 

Tobi:
Für mich selber wird das im Unterricht eher schwer zu realisieren sein, da ich Deutsch und Geschichte unterrichte. Ich mache dieses Projekt aufgrund des privaten Interesses, Sinn ist dabei jedoch, das Thema auch in den Unterricht mit einzubeziehen. Und das wohlgemerkt in den Fächern Chemie und Erdkunde, weshalb ich auch sehr gerne für weitere Anregungen in dieser Richtung dankbar wäre.

Eventuell hat ja noch jemand (vielleicht selber Lehrer oder ehemals Musterschüler in einem dieser Fächer) eine Idee, wie man das Thema noch mit dem Unterricht verknüpfen könnte? Gerne auch Ideen, wie man ein Mineralogisches Museum nutzen könnte, um Schüler mit Bezug auf diese Fächer für das Thema zu begeistern und ihnen gleichzeitig etwas Sinnvolles beizubringen ...

Gruß
Tobi

Stephkling:
hallo Tobi,

bei meinen Kindern wurde immer das 'Fächerübergreifende Lernen' groß geschrieben.
Ein Thema wäre sicherlich einmal die Inhaltsstoffe der Zahnpasta zu untersuchen. Vom mineralischen Aspekt höchst interessant mit Fluor, Kalk und vor allem Titaniumdioxid (für ein strahlendes Weiß, gewonnen aus Illmenit einem schwarzen Stein -wie und wo abgebaut und wie bearbeitet, -auch verwendet in Waschmittel, Sonneschutzcreme, weißen Farben etc.)
Was machen die Kräuter in der Zahnpasta? Was bewirken Salze in manchen Pasten? Der pH-Wert?
Wie haben sich und mit was haben sich unsere Großeltern die Zähne geputzt? Wie im Mittelalter oder die Römer oder noch manche Völkergruppen außerhalb Europas noch heute, oder überhaupt?


Ich meine im Museum von Trossingen (nicht gerade um die Ecke von Marburg) gibt es eine Vitrine mit verschiedenen Rohstoffen z.B einem Salzbrocken aus einem Bergwerk, dann z.T. mit Bildern beschrieben, wie abgebaut, verarbeitet und für was verwendet, mit Proben der einzelnen Verarbeitungsstufen und z.T. der Endprodukte.

Frohe Ostern!
Stephan

StefanO:
Hallo Zusammen,

wer ein iPad hat, dem sei zum Thema die "The Elements: A Visual Exploration" empfohlen. Leider in Englisch und daher für jüngere Kids nicht unbedingt geeignet, als Anregung zum Thema dieser Diskussion aber sehr schön. Vom Element zum Mineral ist der Weg ja nur kurz.

http://itunes.apple.com/app/elements-visual-exploration/id364147847?mt=8

Im wirklich sehenswerten Museum in Sterling Hill haben sie ein geniales Regal als Periodensystem aufgebaut, die App oben sozusagen in Natur. Das Teil ist riesig und amn kann dirt Stunden staunend verbringen. Das Gesamtwerk und die einzelnen Fächer kann man hier ansehen:

http://sterlinghillminingmuseum.org/periodictable/index.php

An Stephan zur Zahnpasta: heute sind Zahnpasten eher langweilig, früher war es besser:

http://www.orau.org/ptp/collection/quackcures/toothpaste.htm

Gruss,
Stefan

Schlacke:

Beim Studium eines Werkes über Zinnober in der Malerei von Laura Resenberg (2005) und der anschliessenden Betrachtung von Quecksilber-Bergbau und -Gewinnung in Slowenien (Valentinitsch, 1981) kommt eine, in früheren Zeiten eindringliche Warnung: "Fünf Minuten mit Venus, ein Leben lang mit Merkur" in Erinnerung. Quecksilber wurde also zur Bekämpfung von Syphilis eingesetzt.

Mit Wallerfanger Azurit malte auch Albrecht Dürer, der Azuritbergbau im Saarland bot eine Basis für frühe chemische Industrie.
(Literaturhinweise auf Nachfrage)

Glückauf!

Schlacke

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