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Organische Strukturen in Achatgängen des Osterzgebirges

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Bernd G:
In Achatgängen des Osterzgebirges werden Zellfäden beschrieben die dort in kolonien auftreten und vermutlich organischem Ursprungs sind .
Artikel von Dr. H. Walter und Dr. R. Reissmann 1994.
Gibt es zu dem Thema weitere Artikel ?


edit Mod.:
Walter, H., Reissmann, R. Organische(?) strukturen in achatgängen des osterzgebirges (sachsen). Paläont. Z. 68, 5–16 (1994). https://doi.org/10.1007/BF02989429

Bernd G:
scheint wirklich organische struktur zu sein. es wird so gedeutet ,das z.b. im schlottwitzer gang eingebrochene oberkretazische sandsteinblöcke nachgewiesen wurden. und somit ergibt sich  der nachweis einer oberflächen nahen erdbebenspalte ,die zeitweise direkt mit der atmosphäre in verbindung gestanden hat.
in diesen erdbebenspalten ist eine besiedlung durch niedere organismen möglich.

mich erinnert das sehr an die schwarzen raucher ,dort wurden ja auch organismen nachgewiesen. obwohl das ein anderes thema ist.


http://www.borntraeger-cramer.de/pubs/journals/0031-0220/paper/68/5

geomueller:
Hallo Bernd,

ich halte es für absolut ausgeschossen das es sich bei solchen Strukturen um organische handelt. Die Bildungsbedingungen für Quarz würden jegliche organische Stuktur zerstören, und das sich organische Stukturen nachträglich im Quarz bilden ist ebenfalls ausgeschlossen.

Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde, auch unter namhaften Gelehrten, rege über die Bildung von Moosachaten aus organischen Substanzen diskutiert, diese Theorien haben sich auch alle als haltlos zerschlagen.

Siehe dazu auch Lapis 7/8. 2004 (Moosachate und seine Fundstellen in Sachsen) und 4./2005 Seiten 28 bis 31 (Leserpost und Silikatgärten).

Gruß Jürgen

Bernd G:
ja gut ist dann hornstein oder madenstein  aus dem  Döhlener Becken eine ausnahme ? ist ja auch sio2 mineral

wolfilain:
HAllo

Ich finde es liegt durchaus im bereich des möglichen.
Eine Spalte die nahe der oberfläche war und in der dann die organischen reste verkieselt sind.

Man muss sich doch nur mal anschaun was man in den kiesgruben nordsachsens finden kann.
Bernd hat da ein paar stücke von mir.
Da sind wunderbar bunte, achatänhliche feuersteine, bzw karneole die wurzeln myzel und kleine vielzeller enthalten.
Wenn da in der entstehungs umgebung mal ne erdspalte ist kanns auch ohne probleme einen achat mit verkieselungen enthalten.

Hingegen muss ich auch sagen das man das sich irren kann.
Aber Mossachat hat auch wieder ne andre entstehungsgeschichte. (mossachat ist viel zu fratkal-artig)
daher würde ich das nicht auf eine stufe stellen.

grüße
wolfilain
 

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