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ARD Weltspiegel - Mineraliensuche in Mibladen
Collector:
Dez. 2016
Im Jahr 2012, als der Film gesendet wurde, gabs den Ausdruck noch nicht - heute jedoch aktuell wie kaum etwas anderes: Fake-Journalismus.
Die in diesem Film der ARD als Fakten dargestellte "Suche nach Edelsteinen mittels Kinderarbeit" sind Fakes, sie sind erdichtet und erlogen. Ein Beitrag von Betroffenheitsjournalismus.
Und wenn - wie oben geschrieben - einer der "Jungen" beim Abbau von Mineralien in Mibladen ums Leben gekommen ist, dann ist das so,als wenn ein deutscher Maurerlehrling (16 Jahre, "Junge"), von der Mauer fällt oder ein anderer deutscher "Junge" als Schreinerlehrling in die Kreissäge gerät. Betroffenheit... Betroffenheit .... Sensation ....
collector
Maibolte:
Und was lernen wir daraus? Nicht nur die Privatsender bringen "Fake-Sch...",
sondern auch die ach so kompetenten Öffentlichen die wir mit unserem Geld
unterstützen und finanzieren. So braucht Deutschland das! ::)
Gruß Dirk
oliverOliver:
die Idee eines "fair-trade-mineralienhandels" fände ich durchaus reizvoll (und gar nicht so abwegig ...)
Ein wenig OT, aber prinzipiell hier dazupassend: Gerhard und Michi haben vor nicht allzu langer Zeit eine kleine "ethno-archäologische" Fallstudie zum Bergkristallbergbau in Cabacaco (Minas Gerais, Brasilien) veröffentlicht (im Vergleich zum neolithischen Bergbau in Europa). Auch sie weisen auf die - an unseren Standards gemessen - unglaublich schlechten Arbeitsbedingungen hin.
Siehe:
https://www.researchgate.net/publication/281741170_Contemporary_Rock_Crystal_Mining_in_Minas_Gerais_Brazil_-_an_Ethno-Archaeological_Case_Study
(der pdf-download funktioniert dzt. nicht, aber die online-version ist verfügbar)
giantcrystal:
Hallo aus Mittelfranken
Wo immer man auch hin sieht : Kleinbergbau, auch small scale mining oder Stufenbergbau / specimen mining, genannt, funktioniert im wesentlichen überall so.... Das mag sicherheitstechnisch bedauerlich sein, aber falls man die Sicherheitsmaßstäbe modernen deutschen Bergbaus überall anlegen würde, gäbe es solchen Bergbau nicht, und wir Mineraliensammler wären um viele Stufen ärmer. Nicht zu vergessen, das viele Menschen keine Beschäftigung und damit kein Einkommen mehr hätten.
Bergbau war schon immer gefährlich und das wird er auch in Zukunft bleiben
Mit nachdenklichem Glück Auf
Thomas
uwe:
Ich denke auch, man sollte den Ball der moralischen Entrüstung eher niedrig halten. Wie Tobi schon schreibt, den Abbau ästhetischer Stufen kann man Kindern nicht überlassen. Möglicherweise sind es die Kinder der Miner, welche dem Papa zur Hand gehen. Das Kinder den Eltern bei schwerer Arbeit helfen ist eigentlich nicht selten und beispielsweise in Island während der Ferien durchaus üblich.
Allerdings macht sich eine Reportage von "armen" Kindern in engen Stolln immer gut, vor allem bei Leuten, welche keine Ahnung vom Bergbau haben. Die Sensationsredakteure kann ich schon verstehen, denn: "Only bad news are good news."
Gruß
Uwe
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