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Spurensuche im Todesschacht-Das Grubenunglück von Zwickau; MDR 22.05.2012 20:45
Uwe E:
Spurensuche im Todesschacht - Das Grubenunglück von Zwickau
"...123 tote Bergleute - sechs von ihnen blieben für immer unter Tage. Das war die traurige Bilanz des schwersten Grubenunglücks der DDR am 22.02.1960 in Zwickau. Bis heute scheint die Suche nach der wahren Ursache nicht wirklich abgeschlossen zu sein. War es Selbstmord, ein Erdbeben, Fahrlässigkeit oder Schlamperei beim Arbeitsschutz? Die abenteuerlichsten Thesen kursieren heute noch in Zwickau.
Die Stasi ermittelte damals akribisch, doch die Akten verschwanden im Archiv. Jetzt hat der Journalist und Historiker Hans Häber, der als junger Mann das Unglück überlebte, erstmals diese Unterlagen gesichtet und Fakten aufgedeckt, die die Ursachendiskussion neu aufflammen lassen. Seit er vor einigen Monaten sein Buch veröffentlichte, brodelt es wieder im Zwickauer Revier. Ein Stück unerforschter DDR-Bergbaugeschichte kommt langsam ans Tageslicht,
In der Reportage "Spurensuche im Todesschacht" kommen Überlebende zu Wort, Fachleute aus dem Bergbau, Gerichtsmediziner, Zeitzeugen und Nachkommen. Neue Thesen werden diskutiert - gibt es jetzt endlich Klarheit über die tatsächlichen Zusammenhänge? Welche Rolle spielte die Stasi bei der Aufklärung? Und warum mussten über 50 Jahre vergehen, bis die Katastrophe im Schacht gründlich aufgearbeitet wurde?
Moderation Axel Bulthaupt..."
Text von der Webseite www.mdr.de (siehe unten) entnommen, © MDR
http://www.mdr.de/tv/programm/sendung121774.html
Grüße
Uwe
Jochen1Knochen:
Hallo!
Meine Eltern hatten mir damals als Kind noch Fotos gezeigt.Schwarz-weiss mit einen fürchterlichen Lilastich.
Da waren die Toten auf dem "Platz der Völkerfreundschaft " aufgebahrt.Alle diese Kränze und Blumen um die Särge!Verstanden hatte ich das als Kind nicht-vergessen habe ich diesen Anblick aber auch nie!
Irgendwie brennt sich so etwas richtig ein.
Glück Auf!
Jens
seisteff:
Hallo
Auch wenn ich da noch nicht gelebt habe, als Vogtländer (wohne nicht weit weg von Zwickau) ist es doch ein sehr bewegendes Ereignis!
Einen Bergmann kannte ich persönlich, der bei der Grubenrettung in Zwickau eingesetzt war.
Danke für den Tipp.
GLÜCK AUF
Schlacke:
Aus einer Vielzahl an Veröffentlichungen zum Grubenunglück 1960 in Zwickau ist u. a. folgender Aufsatz lesenswert:
Heitmann, C.: Vom falschen Umgang mit einer Katastrophe - Wie die SED die Untersuchung und Bewältigung des schwer- wiegendsten Grubenunglücks in der Geschichte der DDR verhinderte.
in: Der Anschnitt, Jg. 63, H. 1, Bochum (Bergbaumuseum): 2011, S. 25-34
Glückauf!
Schlacke
pseudonym:
Und habt ihr es gesehen ?
Ich fand es recht interessant nur zu kurz ,obwohl ich hier privat und auch teilweise durch Kundschaft 4 Leute kannte die dabei waren und die ich nat. befragt hab.
Allerdings war das Verhalten dazu ähnlich wie wenn man Kriegsveteranen befragt (manche ) - sie haben nicht wirklich was dazu gesagt ,man hat mehr so den Eindruck das sie ihren zurechtgelegten Standardvers dazu sagen und mehr nicht.
Natürlich kann ich das verstehen und hab dann auch nicht weiter gebohrt , um locker über sowas zu ´´plaudern ´´ muss man es verarbeitet haben und das haben die meisten sicher nicht-wenn das überhaupt geht.
Vielleicht können wir hier noch paar Infos dazu zusammentragen.
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