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Gestein, Griechenland Kos - Agios Fokas

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Stefan:
Hallo Jörg,

ich denke die Beschreibung in dem Artikel ist sehr passend. "Obgleich das Aeussere dieses Gesteines sich ganz dem Andesit nähert, so lehrt doch die mikroskopische Untersuchung, dass es als Trachyt bezeichnet werden muss; es besteht nämlich hauptsächlich aus Sanidin, Plagioklas ist ziemlich selten, Augit ebenfalls, Hornblende kömmt fast gar nicht vor"

Farblich und in der Homogenität unterscheidet sich das Gestein von den Bildern in Deinem Link.

Glück Auf
Stefan

Emil Box:
Hallo Stefan,

bzgl. den Sedimenten und überhaupt ist die Geologie von Kos sehr kompliziert.
Falls gewünscht scan ich die Seite aus Jacobshagen's Buch. Dann bitte Mail-Adresse mitteilen.

Gruß
Milo

Breker:
Hi Stefan,


--- Zitat von: Stefan am 08 Jun 12, 15:47 ---Hier noch die geschichteten Sedimente bei denen mich auch interessieren würde wie sie entstanden sind. Ich kann mir das nur durch ein Binnenmeer(-see) erklären, dass immer wieder trocken gefallen ist und so neue Schichten ausgefällt hat.
...
Die rötlichen Schichten, ist das Calcit?


--- Ende Zitat ---

ich würde die Tethys nicht als Binnenmeer bezeichnen, das wird ihr nicht gerecht. Zum Testen der Roten Bänke dürfte ein Ritzversuch mit dem Taschenmesser reichen, um zu zeigen dass es kein Calcit ist. Es handelt sich um Bänke aus "Kieselgestein" (keine "Schichten"), ob sie synsedimentär entstanden sind oder verkieselte Pyroklasitka darstellen kann ich aufgrund fehlender Erfahrungen mit der regionalen Geologie nicht sagen, ich vermute aber ersteres.

Stefan:
Hallo Arno,

leider habe ich nichts von dem rötlichen Material mitgenommen. So wie ich es heraus lese sind die Ablagerungen in einem See entstanden. Kos gehörte damals zu Anatolien. Quelle: "Neogen und jungtertiäre Entwicklung der Insel Kos (Ägäis, Griechenland)" - Rainer Willmann.

Besten Gruß
Stefan

triassammler:
Hallo Stefan,

grob gesagt sind die Inseln der Ägais ein Akkretionskeil, der durch die Kollision der Afrikanischen mit der Eurasischen Platte zusammengeschoben und über den Meeresspiegel gehoben wird. Die Sutur beider Platten verläuft unmittelbar südlich von Rhodos und Kreta als untermeerischer Graben (auf Google Maps, Satellitenbild, gut zu sehen). Die Sedimentgesteine auf den Bildern sind marinen Ursprungs und entstanden in der Tethys. Die Verkippung ergab sich durch die Heraushebung. Seesedimente größerer Mächtigkeit sind auf den Inseln sicher nicht zu finden, da das Klima seit der Heraushebung im Tertiär semiarid war.
Die tertiären Schichten der Ägäis sind allgemein sehr fossilreich, da sie im Flachwasser entstanden. Bei den von Dir gezeigten Schichten dürfte es sich um Plattformkarbonate aus tieferen Wasserbereichen handeln, sie sind daher wahrscheinlich kretazischen Alters und dürften ziemlich fossilarm sein. Sehr ähnliche kretazische Bankkalke mit Kiesellinsen sind in der Samaria-Schlucht auf Kreta zu sehen.

Gruß,
Rainer

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