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Niederösterreich: untermiozänes Kieselholz aus der Umgebung von Maissau
oliverOliver:
Wie für die Hölzer des Eggenburgiums (https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,33634.msg292575.html#msg292575) und die von den Csaterbergen (http://www.mineralienatlas.de/?l=28093) stellt sich auch für die primär in der Laa-Fm gelagerten Kieselhölzer die Frage, woher das für die Verkieselung nötige SiO2 stammt: aus dem geologischen Untergrund bzw. den quarzreichen Sedimenten selbst, aus welchen die Hölzer kommen, oder doch eher vom Vulkanismus ?
Für die Hölzer der Laa-Fm gibt es seit kurzem einen Hinweis, der deutlich die Vulkanismus-Theorie unterstützt: bei Kartierungsarbeiten entdeckte R. Roetzel in Straning (Roetzel et al. 1999), also im selben Gebiet in dem auch die Holzfundstellen liegen, Tuffe und tuffitische Lagen eines sauren, rhyodazitischen bis dazitischen Vulkanismus aus dem Unteren Karpatium direkt auf den Peliten der Zellerndorf-Fm (Roetzel et al. 2014). Das ist nun aber ziemlich die gleiche stratigrafische Lage, welche auch die kieselholzführenden Schotter der Laa-Fm aufweisen – auch diese liegen – manchmal allerdings nur mehr als Erosionsreste – auf diesen feinklastischen Sedimenten aus dem Ottnangium.
Literatur:
• Roetzel et al. 1999: Reinhard Roetzel, Susanna Scharbert, Ingeborg Wimmer-Frey, Kurt Decker. B3 Straning - Bahneinschnitt. Arbeitstagung GBA 1999, Exkursionen. pdf: http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=ATA_1999_290.pdf
• Roetzel et al. 2014: Reinhard ROETZEL, Arjan de LEEUW, Oleg MANDIC, Emő MÁRTON, Slavomír NEHYBA, Klaudia F. KUIPER, Robert SCHOLGER & Ingeborg WIMMER-FREY, Lower Miocene (upper Burdigalian, Karpatian) volcanic ashfall at the south-eastern margin of the Bohemian Massif in Austria – New evidence from Ar/ Ar-dating, palaeomagnetic, geochemical and mineralogical investigations. AJES 107/2, Wien 2014, 2-22. pdf: http://www.univie.ac.at/ajes/archive/volume_107_2/roetzel_et_al_ajes_107_2.pdf
oliverOliver:
das dritte Holz von meinem "best-of-Tag", das ich oben (AW #23) als "auch ganz passabel" bezeichnet habe, sieht nach dem Entsintern gar nicht so schlecht aus :) - und gehört mit ca. 23,5 x 11,5 x 6,5 cm unter den Funden aus dieser Gegend ja auch schon fast zu den "Größeren".
Leider waren Sinterkruste, kalkige Originalbestandteile (?) und verkieselte Fasern wieder mal innigst miteinander verbunden, so dass im Essigbad auch schon einige Kieselteile mit abgingen. Ich hab daher die Säurebehandlung relativ bald abgebrochen, weshalb in einigen Vertiefungen noch Reste der Karbonatkruste sitzen - die stören aber im Original weitaus weniger als am Foto.
oliverOliver:
zum Thema siehe auch:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,40904.msg293140.html#msg293140
oliverOliver:
Die heftigen Gewitter des vorigen Wochenendes hatten hier einige am Hang gelegene Kürbisfelder gut "aufbereitet" -
so dass ich gestern ein paar ganz nette (wenn auch durchwegs kleine) Hölzer aufsammeln konnte.
Das interessanteste Exemplar ist aber das auf den ersten Blick unscheinbarste - wieder mal ein Stück Wurzelboden, erst mein zweiter aus der Laa-Fm.
Und diesmal sogar in besserer Erhaltung - gut eingekieselt, und offenbar ohne kalkige oder kohlige Anteile.
Niederösterreich: untermiozänes Kieselholz aus der Umgebung von Maissau
oliverOliver:
Aktueller Neufund aus der Laa-Fm (Feldfund vom 1. November). Die „Schauseite“ ist zwar super, mit wunderbarer Struktur und kontrastreicher Zeichnung, aber die Rückseite und eine Längskante (am Bild oben) sind leider völlig vom Pflug bzw. der Scheibenegge abgesplittert. Das Stück könnte also erheblich breiter (und dicker) gewesen sein, während die Länge offenbar annähernd dem ursprünglichen Treibholz entspricht (an beiden Enden zumindest tlw. die "originalen", glattgeschliffenen Stirnflächen).
Ich hab zwar noch drei zugehörige Splitter gefunden, aber was nützt das schon …..
Wäre das Stück unbeschädigt, wär es vermutlich mein bestes aus der Laa-Fm :(
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