Fossilien / Fossils / Fósiles > Österreich / Austria

Niederösterreich: untermiozänes Kieselholz aus der Umgebung von Maissau

<< < (8/9) > >>

Geomaxx:
Hallo Oliver,
bist ein Duselbruder...
meine Knochenpuzzles aus den mizozänen Sandgruben bei mir in der Ecke bleiben meist ergebnislos. Selbst bei den größeren Dingen ist aufgrund des hohen Sandaushubvolumens oft nix mehr zu machen (Entweder schon weggebaggert oder irgendwo inmitten der Haufwerke vergraben. Drum mag ich Kleinsäugerzähne, da braucht man nix zu puzzlen ;)
Grüßle und Puzzle auf!
GEOMAXX

oliverOliver:
Hallo Max,
Zähne sind mir auch immer willkommen -
allerdings hab ich selten das Glück, der letzte ist jetzt schon eine ganze Weile her ....

oliverOliver:
Nach vier Jahren Abstand (und ein wenig mehr Erfahrung) jetzt noch mal ein Kommentar zu dem "Problemstück" in AW #15 (https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,30395.msg254510.html#msg254510) - zu dem ich übrigens in der Zwischenzeit auch den größten Teil des damals noch fehlenden Bruchstücks gefunden habe  ;D.

Für die "Löcher" oder "Röhren", die ich mir damals nicht erklären konnte, habe ich heute eigentlich nur zwei Interpretationsvarianten. Klar scheint zu sein, dass es sich bei dem Stück um ein vor der Silifizierung bereits stark vermodertes/zersetztes Holz gehandelt haben muss (siehe dortigen Text und Fotos), das mit geringen Anteilen des umgebenden Bodens fossilisiert wurde (und daher in der Laa-Fm wohl sekundär gelagert ist).
Wie ich damals schon richtig sah, "durchbohren" die Löcher nicht die Holzstruktur, sondern verdrängen sie - weshalb die damalige Idee von Wurzeln Sinn macht. Allerdings nicht, wie ich damals vermutete, von Wurzelansätzen des selben Baumes, die im lebenden Holz eingeschlossen/integriert waren, sondern vielmehr von Wurzeln anderer Pflanzen, die durch das bereits vermoderte, aufgeweichte Totholz gewachsen sind. Denn andernfalls wären die Röhren wohl nicht hohl überliefert, sondern integrierte Wurzeln wären vermutlich mit verkieselt. So aber könnte man argumentieren, dass das tote, in Zersetzung begriffene Holz kieselsäurehältige Lösungen aufnahm, während das die frischeren Fremd-Wurzeln nicht taten. Ähnliches ist ja z.B. bei Osmunda-Rhizomen aus dem Hausruck zu beobachten, wo die Rhizome verkieselten, während die durchgewachsenen Nadelholzwurzeln als Röhren/Löcher/Abdrücke vorliegen, und nur in den seltensten Fällen mit silifiziert wurden.
Das wäre also eine Möglichkeit - ich tendiere aber eher zu der zweiten, vom Szenario her sehr ähnlichen. Die entscheidenden Hinweise fand ich bereits vor Längerem ohnehin hier im Forum - in dem einen oder anderen Beitrag wurde nämlich erwähnt, dass holzzersetzende Pilze die Holzstruktur nicht "durchschlagen" oder "zerfressen", sondern - durch ihr Wachstum - verdrängen. Das würde nun gut zu dem Fund aus AW #15 passen - die bereits stark zersezte bis aufgelöste Holzstruktur wird hier ja von den im Querschnitt runden bis ovalen Gebilden regelrecht "zur Seite geschoben".

oliverOliver:
interessanter Neufund siehe:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,6736.msg335647.html#msg335647
(Teilbereich Schmidatal-Ost)

oliverOliver:

--- Zitat von: oliverOliver am 14 Aug 17, 11:24 ---Von der vom Pflug zersplitterten Kante fehlen allerdings immer noch einige Teile – ich werde also mit dem Kleben noch abwarten. Denn es ist ziemlich unlustig, voreilig geklebte Teile wieder auseinander lösen zu müssen, wenn sie mit weiteren Fragmenten nicht mehr zusammensetzbar sind, weil irgendwo eine vorstehende Kante im Weg ist oder zwei komplizierte Bruchflächen nicht mehr wirklich ineinander greifen …

--- Ende Zitat ---

jetzt ist das schon zweieinhalb Jahre her - und die fehlenden Teile fehlen noch immer.
Gar nicht gut .....   :(

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln