Hallo
Ich bin neu hier im Forum und habe eine dringende Frage.
Wir waren vor kurzem im Nationalpark Hohe Tauern (Österreich) und haben an einer bekannten Smaragd-Fundstelle nach Mineralien gesucht. Mein kleiner Bruder kam plötzlich mit einem "haarigen Stein" daher, und zeigte ihn mir stolz. Ich nahm den Stein in die Hand und plötzlich fiel mir ein: Das könnte Asbest sein!
Mein Bruder nahm den Stein wieder und legte ihn in seinen Rucksack.
Als ich ihm erklärte, was Asbest ist, bekam er natürlich Panik. Zu Hause recherchierte ich ein wenig im Internet und fand heraus, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Chrysotil handelt.
Der Stein hat eine schieferartige, leicht grünliche Basis, und die obere Schichte ist weich wie Stoff, mit langen, borstigen "Haaren", die aber nicht aufstehen sondern horizontal liegen.
Jetzt sind wir natürlich verunischert. Mein Bruder klagt über Reizhusten, aber ich glaube eher, dass er sich das einbildet.
Haben wir es hier mit Asbest zu tun?
Wie gefährlich war dieser Kontakt?
Was ist mit den Gegenständen (z.B. Kleidung, Rucksack), mit denen der Stein in Berührung kam?
Reicht Händewaschen, nachdem man den Stein berührt hat?
Bitte um fundierte Meinungen. Es nutzt mir wenig, wenn jemand sagt, er habe einen solchen Stein auch berührt und es sei nichts passiert. Die Folgen spürt man schließlich erst nach 30 Jahren!
Außerdem: Die Fundstelle ist ziemlich bekannt. Eigentlich wäre es ja meldepflichtig, dass dort Asbestmineralien herumliegen. Immerhin spielen und schürfen dort ja auch kleine Kinder und wer weiß, ob die so etwas nicht in den Mund nehmen. Ich finde so etwas fahrlässig. Es ist zwar keine offiziell betriebene Fundstelle, aber die nächstgelegene Wirtschaft verleiht Schürfausrüstungen und es gibt sogar einen Shuttlebus zur Fundstelle. Falls das wirklich Asbest ist, dann sollte man da unbedingt etwas unternehmen!!