So, nun bin ich wieder zurück vom Heimaturlaub. Nachdem ich gleich nach meiner Ankunft zweieinhalb Wochen durcharbeiten durfte (inkl. Wochenenden), war mein erstes freies Wochenende natürlich wieder reserviert zum Ausspannen, sprich für eine Mineralientour. Also wieder Leihauto und ab in die Pampa!
Da ich ja noch vom letzten Mal eine Rechnung offen hatte, nahm ich die gleichen Fundorte Huitancun und die Yongping-Mine wieder in Angriff. Am Samstag fuhr ich die ca. 50 km nach Huitancun, nicht ohne vorher noch bei meinem mineralienmäßig favorisierten Baimashan-Tunnel vorbeizuschauen. Wenige nette Calcitstüfchen und eine größere Fluoritstufe mit Quarz und Pyrit waren der Lohn. Danach in Huitancun hielt ich bei einer ehemaligen Aufbereitungsanlage, um mich ein wenig umzusehen. Es gibt kaum brauchbare Angaben zu diesem Bergbau im Internet. Manche sprechen von einem Molybdänbergbau, andere von einem ehemaligen Fluoritbergbau. Ein einheimischer Arbeiter erzählte uns, daß dort Silber gewonnen würde. Ich nehme an, daß es sich um 2 getrennte Bergbaue handelt, ein heute noch aktiver Untertagebau auf (wahrscheinlich) Molybänit (es ist unheimlich schwer, nachvollziehbare Informationen zu bekommen, auch vor Ort!), sowie den aufgelassenen Tagebau auf Fluorit.
Einige Stufen Fluorit waren diesmal drin. Ich hatte das Glück, einen großen Block zu finden, der offenbar aus einer hydrothermalen Gangbrekzie besteht, die komplett mit Fluorit verkittet ist! Ein interessantes Stück, wie ich es ich in dieser Art noch nicht gesehen habe. Farblich spielt der Fluorit von Huitancun alle Stückevon rosa, lila, grün bis hin zu blassblau.