Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten
Frage zur Bestimmung
orca798:
Hallo
In meinem Besitz befindet sich schon seit längerer Zeit ein seltsamer Stein! Intensive Versuche das Stück verbindlich zu bezeichnen, ist mir bisher nicht gelungen. Der letzte Versuch war eine Röntgen - Spektralanalyse. Danach weiß ich nun ganz genau aus was er besteht, aber was es genau ist immer noch nicht! Vielleicht kann mir ja von euch einer einen Tipp geben.
Das Gewicht ist doppelt so groß wie das von anderen Steinen mit gleichen Volumen! Die Oberfläche ist wie überschmolzen mit kleinen Öffnungen von Ausgasungen. Er ist schwach magnetisch, Behandlungen mit Säuren und Laugen bleiben ohne sichtbare Folgen. Der Anschliff zeigt eine vollkommen schwarz glänzende, homogene Struktur. Ein Bild und die Liste der RSA im Anhang.
Gruß orca798
Krizu:
Hi,
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralFindElement
Cu,Fe,S angeben.
Könnte Bornit sein.
MFG
Frank
smoeller:
Hallo,
Wen er schwarz ist, könnte es u.a. Chalkosin oder Djurleit sein, sog. Kupferglanz. Kaupferglanz ist recht weich und mit dem Messer schneidbar (wie Silber). Wichtig ist die Schneidbarkeit (ritzbar, ohne dass dabei das geritzte Material wegspringt oder zerbröselt), die Kupferglanz neben Silberglanz von den meisten Mineralen unterscheidet. Möglich ist u.a. eine Beimengung von Bornit (im frischen Zustand violettbraun) oder Kupferkies (messinggelb) zur Erklärung des Eisengehaltes, oder es ist Eisenhydroxid (Limonit) drauf.
Ansonsten, wenn es glasartig oder spröde ist, käme auch eine Kupferschlacke oder ein kupferreiches Röstgut (schwefelhaltige Erze (Sulfide) wurden früher zur Entschwefelung geröstet) in Frage.
Die grünen Bestandteile sind sek. Kupferminerale, u.a. Malachit (Kupfercarbonat) oder Brochantit (Kupfersulfat).
Glück Auf!
Smoeller
openpit:
Hallo,
ohne weiterführende Analyse ist eine Bestimmung nicht möglich. Es kommen verschiedenste Kupfersulfide, smoeller nannte bereits einige, als auch Kupfereisensulfide in Frage.
Wie wurden die Proben für die Analyse präpariert? Um gegebenenfalls die Eisenoxidhydroxidbeschläge auf der Oberfläche auszuschließen, wäre dies wissenswert.
Glück Auf!
openpit
orca798:
Hallo
Also ich habe den Stein eingeschickt und weiß nur das von dem großen Teil eine Probe von etwa 10 Gramm abgetrennt wurde für die RSA. Das Material habe ich komplett zurück bekommen, es waren aber nur noch kleine Stücke der Probe! Das große Teil ( etwa 190 g. ) war vollkommen unverändert! Was mich an der ganzen Sache besonders interessiert ist das sehr hohe Gewicht! Bornit ist bestimmt nicht, da stimmen schon mal die Farben nicht. Schneidbar ist es auch nicht, eher hart wie Glas!
Schon mal danke für ihre Bemühungen.
Mit freundlichen Grüßen
orca798
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