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Zabeltizer Diamanten
Sargentodoxa:
Hallo
Laut der Arbeit von WOLF &SCHUBERT 1991: Die spättertiären bis elstereiszeitlichen Terrassen der Elbe und ihrer Nebenflüsse und die Gliederung der Elster-Kaltzeit in Sachsen,- ist es der Streumener Elbelauf mit zusätzlichen Ablagerungen der Freiberger Mulde, Weisseritz usw.
Nach der beiliegenden Karte muß man sich aber bei einer eventuellen Suche westlich von Zabeltitz halten.
Wie schon Gerhard schrieb: Nördlich sind eiszeitliche Ablagerungen. Hier läuft die sog. Ortrander - Grödener Endmoräne der SaaleI aus.
Ich habe ca. 15 Jahre den Verwitterungsschutt dieser Moräne durchsucht. Es gibt zwar die Elbeleitgerölle wie erzgebirgische Achate und Amethyste und Kieselholz, aber keine Massenvorkommen von durchsichtigen Quarzkieseln.
Die Kiesgrube Strauch, welche sehr nah an Zabeltitz herankommt, ist stark eiszeitlich geprägt, wenig Amethyst und ein paar Kieselhölzer.
Noch schlechter war die kurzzeitig in den 90iger offene Kiesgrube in Raden, fast nur Eiszeitmaterial. Der Saale - Eisvorstoß wird auf den Weg nach Süden einen Elbelauf ausgeräumt haben und mit in die Endmoräne eingelagert haben. Jedoch sind die Funde spärlich und die Suche zeitaufwendig.
Theoretisch müßte der Erfolg in den Elbeschottern ( seidenn man findet sie überhaupt ) weit größer sein, die historischen Funde scheinen es ja zu beweisen. Gruß Werner
docedelsachs:
Hallo Werner, das scheint das nur zu bestätigen, dass keine Massenfunde in der Gegend möglich sind. Die Dresdner Händler haben da wohl gemogelt. Nun die Kiesgrube Strauch ist nicht uninteressant, wenn man Elbachate und Flint sammeln will, aber wirklich auch nur als Beleg und nicht riesig, das kann ich bestätigen. Kann es sein, dass dort auch Steinzeitwerkzeuge Schaber und Faustkeil mit im Geröll sind, glaube ich hatte da mal was mit dabei.
Gruß docedelsachs
Berggeist007:
Hallo Martin !
Über die Zabeltitzer Diamanten ist nicht allzu viel bekannt, nur was in Büchern oder mal in der Sächsischen Zeitung veröffentlicht wurde.
Es ist eigentlich nur bekannt, das der Zabeltitzer Kiesel Ende des 17. und Anfang des 18.Jh. bei Stroga gefunden wurden, die dann am sächs. Hof Verwendung fanden. Wie der Name schon sagt, handelt sich um Kiesel (klare Quarze).
Habe auch erst zwei (ca. 3,0 und 3,3 cm) große gefunden ( Kiesgrube Strauch und Feldfund nahe Großenhain) und ein paar kleinere, das hat auch ein Jahr gedauert.
Da ich meist nach Amethyst, Achate gesucht habe und diese dann durch Zufall mit gefunden . Gezielt danach habe ich auch mal gesucht ohne Erfolg, ist zu Zeitaufwendig.
Bin jedenfalls Stolz auf meine selbst gefundenen Zabeltitzer Diamanten(Kiesel) und weiß das Sie wirklich echt sind, denn es ist wirklich ganz, ganz selten einen zu finden. Kenne noch einen Einheimischen Sammler der ein etwas größeres Stück hat.
Wollte auch schon mal einen kaufen habe die Finger davon gelassen.
Habe auch noch nie etwas gehört, das jemand größere Mengen gefunden hat, also kann bei den Dresdner Händler was nicht stimmen, den das hätte sich bei uns schnell herumgesprochen, weil diese sehr begehrt sind bei den Einheimischen.
Das beste ist wirklich selber zu suchen um sicher zu sein und mit etwas Glück findet man mal auch einen.
Hoffe das ich Dir damit helfen konnte und wünsche ein schönes besinnliches Weihnachtsfest.
Viele Grüße
Frank
fassi:
Beschrieben als Geschiebe
im
Mineralogisches lexicon des Königreiches Sachsen
August Frenzel 1874
Unter der Rubrik Quarz
" Wasserhelle Geschiebe kommen bei Zabeltitz vor sog. Zabeltitzer Diamanten "
Auch beschreibt der da Aventurin Braun-Rot durch einschlüsse von Glimmer-Schüppchen
Wieso aber erlangte dieser Fundort doch Bekanntheit ,wobei es sich doch "nur " um wasserhelle geschiebe handelt ??
Die vorherigen Beiträge zeigen ja auch an das man solche Kiesel auch in der weiteren Umgebung finden kann .
Nur wegen der Verwendung am sächsischen Hof ?
Berggeist007:
Hallo Mario !
Es mag sein das es nur mit dem sächsischen Hof zu tun hat, das kann keiner mehr genau sagen warum das so ist. Da kann man mal sehen was ein "nur" wasserhelles Geschiebe anrichten kann. Deshalb ist darüber auch kaum was bekannt. Vielleicht war der sächsische Hof stolz über seine einheimischen Edelsteine, obwohl es nur Quarz ist. Weil es einfach was mit der sächsischen Geschichte zu tun hat.
Und deshalb hat er einen gewissen Ruf erlangt, weil diese "nur" wasserhellen Geschiebe wirklich sehr sehr selten zu finden sind in dieser Gegend. Das sieht man ja am Fürstenzug, obwohl fraglich ist ob diese wirklich aus meiner Gegend stammen.
Es ist wie mit vielen Dingen in dieser Welt, der Name machts.
Viele Grüße
Frank
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