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Haiwirbel (Seltsamer, toller Stein aus Ägypten - brauche Hilfe für Bestimmung)

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Harzsammler:

--- Zitat von: Jochen1Knochen am 11 Dec 12, 21:43 ---
--- Zitat von: Harzsammler am 11 Dec 12, 21:33 ---Was belustigt Dich an der Bestimmung dieses Stückes als Haiwirbel?
Der Rainer hat sich sicher auch verabschiedet, weil gesicherte Bestimmungen immer wieder in Frage gestellt werden.

--- Ende Zitat ---

Hallo!
Wo bitte ist hier die gesicherte Bestimmung!
Was belustigt mich am Haiwirbel hier?Diese innere Blume,die ungleichmäßigen Rillen,das Loch im inneren,der abgeschrägte Außenrand,die seltsame Außenstruktur und nicht zuletzt die Farbgebung des gesamten Stückes.
Gruß Jens

--- Ende Zitat ---
Hallo,

jetzt der letzte Versuch:

Punkt 1, die Blume,   ist eine natürliche Verfärbung und kann durch verschiedene Prozesse verursacht werden. Ist nichts ungewöhnliches.
Punkt 2, die Rillen,  sind typisch bei diesen Fischwirbeln.
Punkt 3, das Loch,  [quote Je nach Position der Wirbel in der Wirbelsäule mal mit, mal ohne zentrales Loch.[/quote]
Punkt 4, der Außenrand,  durch Windschliff verursacht.
Punkt 5, die Aussenstruktur,   
--- Zitat von: Jörg am 10 Dec 12, 21:23 ---Die äußere Oberfläche, das was auf den Fotos wie Rinde aussieht, muss aus anatomischen Gründen rau sein.
Dort waren z. B. die Neuralbögen angewachsen.
Auch befanden sich an jedem einzelnen Wirbelkörper Muskelansätze, und die haften auf rauen Untergründen besser als auf glatten.
Ist beim Menschen auch so, überall wo Muskeln an den Knochen anhaften, gibt es eine Rauhigkeit.
Die sind hier durch den Lauf der Zeit etwas stärker heraus gewittert und treten deutlicher hervor.
Die hervorstehende Rauhigkeit am Knochen ist von der Substanz her dichter, weil muss mehr aushalten können und verwittert langsamer als der Rest vom Knochen.
--- Ende Zitat ---
Punkt 6, Farbgebung Stückes,  Lehrbuchhaft - ein wirklich schönes in dieser Erhaltung und Ausbildung seltenes Fossil.


Im Übrigen will ich hoffen, dass die Themenstellerin den Rat mit der Flammprobe nicht beherzigt.
Ein Fossil ist kein Mineral, wo man an unauffälliger Stelle Proben nehmen kann. Man versucht immer ein Fossil im ganzen zu erhalten.
Auf diese Art würde man es ruinieren.
So ein schönes Teil würde ich noch nicht mal mit Wasser in Berührung bringen.

Michael

Jochen1Knochen:
Hallo!
Friede sei mit Euch!
Wenn die Blume nichts ungewöhnliches ist würde ich da gern noch einiges an Fotos von so etwas betrachten wollen!
Da Haie Knorpelfische sind ist es an und für sich schon mal nicht die Regel,daß man solche Wirbel findet,da die Knorpelerhaltung sehr selten ist.
Wenn das eine asterospondyle bzw. tectospondyle Struktur darstellt wäre das sehr schön.Das wäre dann eine Kalkstruktur im ursprünglichen Knorpel.
Weiterhin sind hier keine Ansätze der Rippenbögen vorhanden.Sind das dann Halswirbel?Oder Schwanzwirbel?
Selbst wenn man den Windschliff auf der Außenkante berücksichtigt,dann stellt sich mir die Frage,warum die cyclospondylen Strukturen im Trichter davon unberührt geblieben sein sollen.
Wenn man dann noch die Ordnung der Batoidea dazunimmt würde sich eine weitere Möglichkeit eröffnen.
Bevor ich aber weiter über so einen Knopf nachdenke und nachforsche würde ich gern wissen,obs nicht wirklich ein Knopf ist.
Und dazu wäre die Flammenprobe total vonnöten,da es sich beim Finder ja auch nicht um einen Fachmann handelt.
Ihr stellt euch auch nur hin und behauptet,daß das von einem Hai ist,aber tiefgreifend wird hier von der Wirbelstuktur des Menschen berichtet und als Vergleich hergenommen.
Ich möchte das ja auch gern glauben,daß das ein Wirbel ist,aber je öfter ich das Foto anschaue,desto öfter zweifle ich halt dran.
Bring mir ein Foto von Gott,dann zweifle ich das auch an ;D
Gruß Jens

Harzsammler:
Hallo,

Hai- und Rochenwirbel (Batoidea) besitzen als Wirbel von Knorpelfischen keine Wirbelsporne. Sie sind am Außenumfang gleichmäßig rund und dort von Sehnenvertiefungen durchzogen (die Rinde).

Michael

Breker:
Haie haben primär teilverknöcherte Wirbelkörper. Was da übrig ist, ist natürlich kein Knorpel/Weichgewebe. Die Wirbel sind in "Leichtbauweise" aufgebaut, sprich die "Rillen" die man in der Seitenansicht sehen kann, setzen sich natürlich bis ins Zentrum (verjüngend) fort.

http://www.elasmo-research.org/education/white_shark/ws-images/centra.gif

Diese Hohlräume können auch nach langer Zeit noch frei sein:

http://i.ebayimg.com/t/Shark-Vertebra-Otodus-Obliquus-Early-Mackerel-RARE-9812-/00/s/Nzc5WDc4Nw==/$T2eC16FHJGwE9n%29ySeQ9BQCG,GIRug~~60_35.JPG

oder mit Sediment gefüllt. Oben gezeigtes Exemplar ist also ein anerodierter Haiwirbel, ob fossil oder nicht müßte man sehen (die Teile wurden rezent / in historischer Zeit auch gerne mal für Rosenkränze verwendet), die Sedimentfüllung der Hohlräume spricht aber dafür. Zumal die frühkänozoischen Phosphate, aus denen solches Material rund um dem Mittelmeerraum stammt, gerade in Nordafrika weit verbreitet sind.

Um das rauszubekommen hätte schon ein wenig googlen geholfen (oder halt als Geologe 18 Jahre alte Vorlesungsunterlagen rauskramen  ;))

@ Jens: Zweifle ruhig weiter, das ist seit jeher das Privileg der Leute die Glauben, statt nach Argumenten zu suchen.

asalamu aleikum....

oder halt Glück Auf!

A.B.

Jochen1Knochen:
Hallo!
Ist alles o.k.!Ich zweifle nicht mehr weiter.Ich hatte da zwei Details am Stein übersehen,welche für den Haiwirbel sprechen.
Entschuldigung,wenn ich da eine falsche Meinung davon hatte.
Gruß Jens

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