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Autor Thema: Einschlüsse in Baryt, Baia Sprie  (Gelesen 3754 mal)

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Offline Embarak

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Einschlüsse in Baryt, Baia Sprie
« am: 25 Nov 12, 11:51 »
Hallo

In Baryt-Kristallen aus Baia Sprie habe ich hantelförmige Einschlüsse gefunden, die ich für Goethit halte.
Unten noch eine Ausschnittsvergrößerung.
Ich werde noch ein neues Bild mit Zwischenringen ausprobieren.

Rumänien/Maramures, Kreis/Baia Sprie (Felsöbánya)/Mina Baia Sprie (Felsöbánya Mine)
Einschlüsse in Baryt, Baia Sprie


Von Baia Sprie habe ich bei mindat noch Bilder von Einschlüssen
von Antimonit und Jamesonit gefunden, die aber immer nadelförmig sind.
Habe lediglich 2 Bilder mit hantelförmigen Einschlüssen in geringerer Auflösung und ohne Erklärung gefunden:
http://www.mindat.org/photo-182409.html
http://www.mindat.org/photo-397267.html

Hat vielleicht einer der Baia Sprie-Kenner, z.B. loparit mehr Infos dazu ?

Mit Dank im voraus und Grüßen
Norbert
« Letzte Änderung: 25 Nov 12, 11:57 von Embarak »

Offline Tobi

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Re: Einschlüsse in Baryt, Baia Sprie
« Antwort #1 am: 25 Nov 12, 12:13 »
Hallo Norbert,

ich habe diese hantelförmigen Einschlüsse im Baryt von Baia Sprie schon mal gesehen und bin mir ziemlich sicher, dass es sich um Jamesonit handelt. Aber wie gesagt "ziemlich" sicher, das ist keine Garantie.

Gruß
Tobi

Offline Embarak

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Re: Einschlüsse in Baryt, Baia Sprie
« Antwort #2 am: 18 Dec 12, 10:29 »
Hallo

Habe wie angekündigt noch mit Zwischenringen gespielt und habe noch ein Detailbild
aus dem rechten Kristall. Bildbreite etwa 6 mm. Besser bekomme ich es im Moment nicht hin.
Vielleicht kann jemand zu "ziemlich sicher" noch ein "sicher" zufügen.   :)  :)

Gruß
Norbert

Offline raritätenjäger

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Re: Einschlüsse in Baryt, Baia Sprie
« Antwort #3 am: 18 Dec 12, 14:26 »
Hallo,

hantelförmige Goethite gibt es auch, aber Jamesonit passt von der Lagerstätte her auch nicht schlecht. Allerdings tendiere ich beim letzten Bild anhand des Glanzes der Einschlüsse und der doch recht "dichten" Erscheinungsform zu Goethit.

Gruß
Andreas

Offline cmd.powell

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Re: Einschlüsse in Baryt, Baia Sprie
« Antwort #4 am: 22 Dec 12, 07:18 »
Hi

Sollten Goethite in der Größenordnung nicht mindestens teilweise dunkelrot oder dunkelbraun durchscheinend sein ? Mit Ausnahme des rötlichen Gewuschele in der rechten unteren Ecke sehen mir die Gebilde doch recht opak aus, was eher für Jamesonit sprechen würde...

Offline Tobi

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Re: Einschlüsse in Baryt, Baia Sprie
« Antwort #5 am: 22 Dec 12, 12:30 »
Du kannst aufgrund dieser Bilder auf die Transparenzeigenschaften dieses Minerals schließen ...? :-\

Offline cmd.powell

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Re: Einschlüsse in Baryt, Baia Sprie
« Antwort #6 am: 23 Dec 12, 08:58 »
Du kannst aufgrund dieser Bilder auf die Transparenzeigenschaften dieses Minerals schließen ...? :-\

Nö, bestenfalls raten oder erahnen - aber Norbert kann das sicherlich...

Offline Embarak

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Re: Einschlüsse in Baryt, Baia Sprie
« Antwort #7 am: 23 Dec 12, 12:49 »
Hallo,

Transparenz bei den schwarzen Keulchen sehe ich keine. Bei diesen kleinen Objekten kommt erschwerend
hinzu, daß sie gleichmäßig in dem Baryt verteilt sind, der selbst leider nicht klar ist. Das Foto täuscht dadurch an mancher Stelle
Transparenz vor. Ich hatte versucht, das mit stacking besser hinzubekommen, bekomme aber bei diesen kleinen Maßstäben
mit einem normalen Makroschlitten (mit Makroobjektiv und Zwischenringen) nicht mehr als 10 Aufnahmen wie bei dem letzten Bild hin,
da die Schlittenmechanik dafür dann zu grob ist. Oder ich hab' den Bogen noch nicht richtig raus.
Eine kleine Herausforderung für den Hobbyfotografen.  :) 
Ursprünglich wollte ich nur die Barytstufe fotografieren und habe die Einschlüsse erst bei der Bildbearbeitung entdeckt.
Mit bloßem Auge ist kaum etwas zu erkennen. Da hilft auch meine Brille wenig.  :-\

Gruß
Norbert

Offline cmd.powell

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Re: Einschlüsse in Baryt, Baia Sprie
« Antwort #8 am: 26 Dec 12, 15:37 »
Hallo

Also ich meine, wenn es sich um solch kleine Nädelchen handelt, sollten diese im Falle von Goethit dunkelrot bis dunkelbraun durchscheinend sein. Wenn Du da keinerlei Transparenz erkennen kannst, sollten die Nadeln opak sein und dann ist Jamesonit weitaus wahrscheinlicher als Goethit.
Theoretisch könnte man das auch an der Paragenese fest machen: Da Goethit ein typisches Verwitterungsmineral ist wäre es recht unwahrscheinlich, wenn in der Nähe frische Sulfide vorliegen. Diese könnten natürlich auch außerhalb des Baryts liegen, also vielleicht mal nach frischen Sulfiden schauen. Das ist zwar kein 100%iges Ausschlusskritierium für Goethit, aber immerhin ein recht deutlicher Hinweis.