Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Zeugen des Bergbaus / evidence of mining

Relikte des Bergbaus in der Niederen Tatra

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GREENHORNMTL:
Guten Abend in die Runde,
wir wollen dieses Jahr voraussichtlich in die Niedere Tatra zum wandern. Nun habe ich bei Wikipedia gelesen:

....Insbesondere am Nordhang der Hauptkette sind in abgelegenen und schwierig erreichbaren Seitentälern noch Reste des mittelalterlichen Erzbergbaus (Gold, Silber- und Bleierze) zu finden....

Mal abgesehen von den Fundstellen hier im Lexikon, hat jemand Tipps, Links, Literatur zu den oben erwähnten Resten? (Ich besitze bereits das Buch aus dem Bode-Verlag zu den Fundstellen in der Slowakischen Republik.)
Für Eure Hilfe vielen Dank im voraus.
Grüße Heiko

Gerhard:
Hallo Heiko
Ich kann Dir zu Deiner Anfrage nur soviel mitteilen.das mir  eine mittelalterliche Ortschaft auf Bergbau an der Nordseite der Niederen Tatra bekannt ist.
Sie befindet sich im Slowakischen Paradis und führt den Namen -Hranovnica-  Nachweislichen Bergbau gibt es  in dem Tal des Hornads  weit südlich des Ortes .
Beim kleinen Bergort -Sumjacz- am Königsberg lagen die Gruben. Vermutlich auf Eisen und Kupfer.
Ich denke Du die Die Nordseite der Niedern Tatra mit Deiner Frage meintest, und nicht die Bergkämme und Bergtäler nördlich der berühmten Bergstädte Banska Bystrica , Kremnica u.a.?

Das Gebirge der Niederen Tatra hat so eine ungefähre Gebirgslänge von 80 km .
Über das Bergbaugebiet um Banska Bystrica ,da gibt es ja viele noch erhaltende Bergbaurelikte.
Vielleicht kannst Du etwas das Gebiet eingrenzen, welches Du in diesem Jahr besuchen willst.

Gruß Gerhard

GREENHORNMTL:
Wenn ich den Wikipedia-Artikel richtig verstehe, bezieht er sich auf die nördlich gelegenen Täler vom Hauptkamm, also nicht die Städte im Süden. Dazu steht ja schon vieles im Netz.


--- Zitat ---Vielleicht kannst Du etwas das Gebiet eingrenzen, welches Du in diesem Jahr besuchen willst.
--- Ende Zitat ---

Naja, deswegen frage ich ja hier. Wenn sich eine interessante Gegend ergibt, fahren wir dorthin. Auf gut Glück die Täler abklappern, dazu haben wir zu wenig Urlaub. :'(
Wenn sich nichts ergibt, wird es auf eine Kammwanderung (mit offenen Augen  8)  hinauslaufen.
Grüße Heiko

heli:
Nördlich und östlich Banska Bystrica gibt es zwei Fundgebiete, wo man auch heute noch immer was findet, obwohl der Bergbau jetzt auch schon überall mehr als 20 Jahre eingestellt ist und die Halden von einer Vielzahl von Sammlern besucht wurden.

Lubietova, Podlipa: Auf der großen Halde war noch immer was zu finden (Pseudomalachit). Libethenit ist schon deutlich seltener.
Auf der Svätudoska-Halde bekommt man beim Sammeln Probleme. Die dort befindliche Euchroitfundstelle wurde bereits tiefgründig umgegraben.

Spania Dolina, Stare Hory: Hier zieht sich das Haldengebiet von 2 Seiten über den ganzen Berg. Die Halden direkt um Spania Dolina sind weitgehend taub, es ist daher aus meiner Sicht sinnvoller über Stare Hory (Richtarova) zu sammeln. Manchmal wird dort auch Material abgefahren, was die Chancen auf Funde (Devillin, Brochantit, Langit/Posnjakit) erhöht. Im obersten Bereich der Halden (Piesky) findet man vorallem Azurit. Die bekannte Camerolaitfundstelle ist extrem abgesucht. Heute sind wohl nur mehr Zufallsfunde möglich.

 

Gerhard:
Heli hat nun die Haldenungebung von Banska Bystrica beschrieben.
Mein Reisevorschlag ist nun ein Kompromiss von Wandern ,Natur, Bergbaugeschichte und Geologie. Du Heiko hattest ja auch geschrieben,
das Du auch wandern möchttest.
Der Nationalpark(!9763ha) Slowakisches Paradis ist ein Karstgebiet am östlichen Ende der niederen Tatra mit tiefen Schluchten,Wasserfallen,
Tropfsteinhöhlen .U.a befindet sich dort eine der wenigen Eishöhlen von Europa.
Erreichbar von dort kann man auch die weltberühmten Opalberwerke am Berg Simonka im Slanske Vrchy Gebirge zwischen der Ortschaft
Zlata Bana und Cervenica. Zlata Bana ist ebenfalls ein Bergbauort.
Im Fluß  kann man durchaus noch und mit Glück Opalsplitter finden . Einige  Stollen wurden und werden zur Zeit wieder auf Höffigkeit untersucht.
Und bei Levoca ist eine der größten Burganlagen von Europa,aufgebaut aus Sintergestein. Und nicht weit davon sprudelt ein Kleiner Geysir
gesundes kohlenstoffreiches Mineralwasser an die Erdoberfläche.
Übrigens .Die Autobahn  ist nun fast fertig. so das man wenn man möchte. schnell von einem Ziel zum anderen Kommt.
Genug von diesem Reisetipp. Zu mehr Auskünften erkläre ich mich bereit. ich selber war schon mehrmals in dieser Gegend
Gruß Gerhard

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