Hallo zusammen!
Wie immer ruft das Wort Kuriosität meine Aufmerksamkeit hervor...
Der Artikel (link von collector) ist interessant. Ich denke,l es ist das erste Mal, dass mithilfe von Säuren Sulfidreduzierende Bakterien nachgewiesen werden... Allerdings erklärt dieser Artikel nicht, warum das Teil so sternförmig aussieht. Dass das ganze in einer Konkretion ist, das stimmt, aber dass der Stern eine andere Farbe hat und die Strahlen mit "Schlieren" versehen sind, erklärt der Artikel aber nicht.
Mich erinnert das Teil an ein Spurenfossil aus dem Hunsrückschiefer: Heliochone hunsrueckiana
Sulfidreduzierende Bakterien sind dabei kein Problem, denn es gibt viele Organismen, die mit diesen in Symbiose stehen, bzw. diese in ihren Gängen züchten und anschließend fressen. Bekanntestes Beispiel hierfür ist das Spurenfossil Chondrites. Diese Gänge haben immer eine andere Farbe als umliegende Gestein und manchmal eine Spreite (wie im vorliegenden Fall: Das faserige kommt meiner Meinung nach vom Graben und verfüllen des Gangs durch einen Spurenerzeuger = "Spreite").
Während der Diagenese, wenn der Spurenerzeuger den Bau verlassen hat bleiben oft noch Bakterien zurück, die dann wie in dem Artikel beschrieben eine Ausfällung von Zementmineralien begünstigen und dadurch entsteht die Konkretion um das Spurenfossil herum.
Interessant wäre aber in der Tat ein Querschnitt durch eine solche Sonne, um zu sehen, wie das Teil im senkrechten Schnitt aussieht.
Ein Seestern ist es aber mit Sicherheit nicht!
Grüße,
Lothar