Hallo Peter,
klar sind Höhlen schon seit jeher als "Unterschlupf" genutzt worden. Im jordanischen Petra wohnen die ganzen Händler die tagsüber die Touristen erleichtern auch in den aus den Felsen gehauenen "Höhlen".
Die ursprüngliche Frage zielte aber, so wie sie formuliert war, wohl darauf hin ab, dass es fahrlässig und gefährlich schlimm ist, dass diese "Unterschlupfmöglichkeiten" bei einem plötzlichen schlimmen Ereignis den Menschen heutzutage nicht mehr zur Verfügung stehen (so wie früher).
Ich würde gerne Hinweise haben für das >so wie früher< in Verbindung mit einem plötzlichen schlimmen Ereignis (Krieg/Naturkatastrophe, oder halt auch "Eiszeit"). Ungefähr so: In dem Schacht haben sich zu dem Tsunami an dem Datum/diese Woche so viele Menschen gerettet. Es würde mich (gerade für die althistorische und prähistorische Zeit) wirklich interessieren, weil es dafür nur selten Belege gibt. Oft sind es nur "urban legends", deren Wahrheitsgehalt sich aber meist auf das reduziert, was am Ende eines langen Stammtischabends in den Biergläsern verbleibt (Schaum und warme Luft).
Als Antwort auf die Frage aus dem ersten Beitrag: Die Gefährdung die über die Jahrhunderte davon ausgeht, ist wahrscheinlich größer als der (Schutz)Nutzen bei einem einzelnen kurzen Ereignis. Ohne jetzt Wörter wie "immun"oder "gefeit" zu nutzen, kann man aber mit Sicherheit sagen: solche Orte sind heute ineffektiv, wenn es um Schutz vor den meisten aktuell möglichen Gefahren durch Mensch oder Natur geht. Und historisch gesehen fehlen mir Belege dafür, dass für den Schutz größerer Menschenmengen vor einer Umweltkatastrophe oder einer kriegerischen Handlung eine Höhle/Schacht/Stollen den einzig möglichen signifikanten Beitrag (also nicht mal eine Person an einer Stelle) geleistet haben. Das suggeriert der Threadersteller meiner Meinung nach aber, entweder weil er es (meinem Eindruck nach) wirklich glaubt, oder aus anderen Gründen als den genannten ein paar Leute finden möchte, die seine Empörung teilen.
Glück Auf!
A.B.