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Autor Thema: Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort  (Gelesen 19682 mal)

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Offline Jochen1Knochen

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Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort
« am: 22 Mar 13, 18:15 »
Hallo!
Nur mal ein Gedanke am Rande!
Was machen wir eigentlich?Alle Stolln werden vermauert und verfüllt.
Stollen,Bergwerke und Höhlen sind seit Alters auch Zufluchtsörter bei Kriegen und Naturkatastrophen gewesen.
Sind wir jetzt gegen all das gefeit oder immun?
Gruß Jens
 

Offline Michelser

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Re: Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort
« Antwort #1 am: 22 Mar 13, 20:05 »
Hallo Jens,
ich finde das es z.B. im Freiberger Revier noch genügend Stolln gibt wo man sich im Notfall in Sicherheit bringen kann. Länger als eine Woche würde ich aber nicht in einem verschlammten Stolln zubringen wollen! ;D Bei manchen Katastrophen, oder Krieg,  wäre es sich besser wenn man gleich das zeitliche segnet.

Glück Auf!
Frank

Offline Kluftknacker

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Re: Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort
« Antwort #2 am: 22 Mar 13, 20:13 »
Beim nächsten Krieg brauchst Du keine Zufluchtsorte/-stollen mehr.
Naturkatastrophen? Gib' mal ein paar Bespiele, mir ist keine bekannt, wo alte Stollen als Schutz herhalten mussten.

GA
Kluftknacker

Offline zinnwald

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Re: Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort
« Antwort #3 am: 22 Mar 13, 20:19 »
Naturkatastrophe-Frau !
Vergrabe mich nach Aue wieder in Johann-Stadt ;). Leider nur stundenweise.
Bodo

Offline Jochen1Knochen

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Re: Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort
« Antwort #4 am: 22 Mar 13, 21:19 »

Naturkatastrophen? Gib' mal ein paar Bespiele, mir ist keine bekannt, wo alte Stollen als Schutz herhalten mussten.



Hallo!
Ich hatte da auch von Höhlen geschrieben.Stichpunkt Eiszeit. ;)
Gruß Jens

Offline Breker

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Re: Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort
« Antwort #5 am: 23 Mar 13, 08:26 »
Hallo Jens,
Ich hatte da auch von Höhlen geschrieben.Stichpunkt Eiszeit. ;)

wirklich? Und ich hatte immer gedacht, dass Abris und Höhlen generell (edit: zeitlich gesehen) von Hominiden bewohnt wurden und es da eher einen jahreszeitlichen Rhythmus gab? Und die Besiedlung von Höhlen auch oft in Warmzeiten stattfand (Stichpunkt Eem ;) ), [zumindest in vielen der Höhlen in denen ich bisher tätig war, ich mag mich aber auch irren wenn Du da andere Erfahrungen hast wären konkrete Beispiele hilfreich]
In "Eiszeiten" (ich denke Du meinst Glaziale?) fand ökologisch eher ein lokales Aussterben, bzw. eine Abwanderung statt, als das in Höhlen Zuflucht gesucht wurde. (Ich meine: In der trockenen Kajüte Schutz suchen, weil auf Deck des untergehenden Schiffes soviel Wasser ist, ist ja auch eher kontraproduktiv und ein Fall für den Darwin-Award...)

Ich glaube um die von Dir gewünschte Diskussion anzuschieben, bräuchten wir von Dir konkrete Beispiele, möglichst nicht aus Hollywood-Produktionen. In meinen Arbeitsgebieten muß ich zum Beispiel wegen eines zu hohen Schwermetallgehaltes in der Luft häufiger mal kurzfristig "Abtauchen", wähle dann aber lieber einen Luftschutzbunker als eine Höhle. Von ersterem gibt es auch mehr. Und sie sind sicherer und komfortabler.

Glück Auf!

A.B.
« Letzte Änderung: 23 Mar 13, 14:55 von Breker »

Offline Kluftknacker

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Re: Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort
« Antwort #6 am: 23 Mar 13, 09:44 »
Seit wann werden Höhlen zugemauert oder verfüllt?  ::)
Und eine Eiszeit ist keine Katastrophe, sondern ein schleichernder "Prozess", auf den man sich - gerade heutzutage - gut einstellen kann ...

Offline kks

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Re: Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort
« Antwort #7 am: 23 Mar 13, 11:39 »
Hallo,

zum Einen leben wir derzeit in einer Eiszeit, da beide Pole immer noch vereist sind, und zum Anderen ist ein Klimawandel üblicherweise eine Angelegenheit von Jahrhunderten, wenn nicht mehr. Die Einstellung auf eine Eiszeit (oder was auch immer) ist folglich ein Prozess, den ein einzelner Mensch in seinem Leben überhaupt nicht merkt; das läuft über viele Generationen.

Gruß,
Klaus

Offline Jochen1Knochen

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Re: Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort
« Antwort #8 am: 23 Mar 13, 17:19 »
Hallo!
Ist ja interessant,wie immer alles uminterpretiert wird.
Seit wann werden Höhlen zugemauert oder verfüllt?  ::)
Grübel-grübel und studier-ich hatte doch so was überhaupt nicht geschrieben!
Was machen wir eigentlich?Alle Stolln werden vermauert und verfüllt.
Stollen,Bergwerke und Höhlen sind seit Alters auch Zufluchtsörter bei Kriegen und Naturkatastrophen gewesen.
Wenn du das aber genau wissen möchtest,dann schau mal in Richtung der Blessberghöhle.Da war die erste Reaktion 500 Kubik Beton reinzugiessen.Wenn der Beton nicht einfach im Bodenlosen versunken wäre,hätte niemand was mitbekommen.
Zur Eiszeit-das war auch nicht beabsichtigt,über die alten Zeiten zu disskutieren.Aber da sollte man eher an die gemässigten Gebiete denken,in denen es eben auch arschkalt war.
Neben der Kälte,in besonders schweren Wintern denke ich an Dürrezeiten,in denen Höhlen und Bergwerke noch etwas an Grundwasser liefern konnten.
Ich halte es deswegen grundsätzlich für einen Fehler,dass jeder kleine Stollen in den Wäldern geschlossen wird.
Wie schon geschrieben-nur ein Gedanke am Rande.

Gruss Jens

Offline Kluftknacker

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Re: Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort
« Antwort #9 am: 23 Mar 13, 17:50 »
Ist ja interessant,wie immer alles uminterpretiert wird.

Liegt vielleicht daran, dass der Gedanke am Rande ganz und gar nicht sauber formuliert wurde und so ein Kontext hergestellt werden muss, der nicht gemeint wurde.

Offline Breker

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Re: Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort
« Antwort #10 am: 23 Mar 13, 18:45 »
Zur Eiszeit-das war auch nicht beabsichtigt,über die alten Zeiten zu disskutieren.Aber da sollte man eher an die gemässigten Gebiete denken,in denen es eben auch arschkalt war.

Hallo Jens,

abgesehen davon, dass Du "Eiszeit" und "Glaziale" gleichsetzt (Was falsch ist): warum bringst Du dann das Beispiel, wenn es (von Dir) nicht beabsichtigt ist, darüber zu diskutieren?
Welche "gemäßigten Gebiete" meinst Du denn? Südfrankreich? Die Pyrenäen? Den Libanon? Israel? Die Nordsahara? Mali? Da wird's überall mal "arschkalt", selbst in den Interstadialen/Pluvialen/letzten November.
Bring doch mal ein paar spezielle und anschauliche Beispiele für die Nutzung von Höhlen oder Bergbauanlagen, die in historischer oder prähistorischer Zeit gezielt zu dem Zweck aufgesucht wurden, Klimaschwankungen oder Kriegen aus dem Weg zu gehen, um Dein Grundstatement zu untermauern. Dann kann man auch diskutieren, ob es aus heutiger Sicht zweckmäßig ist, solche Anlagen aus diesem Grund offen zu halten. Bergbauhistorische Gründe sind ja, Deinem Ausgangsposting nach, nicht gefragt (zumal die Meinung dazu in einem geowissenschaftlichen Sammlerforum nicht sehr divers sein wird ;) ).

Offline couchmolch

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Re: Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort
« Antwort #11 am: 23 Mar 13, 21:14 »
Hallo,

zumindest von Hölen im Ardeche/Frankreich ist belegt, das Höhlen im Mittelalter und auch im 2. Weltkrieg als Unterschlupf genutzt worden sind. Tlw sind diese innen aus bzw. umgebaut. Um das jetzt auf die schnelle rauszukramen, fehlt mir die Zeit. Es wird aber in unseren Breitengraden ähnlich sein.
Für Infos gibts aber z.B. www.bunker-nrw.de oder www.schatzsucher.de


Gruß


Peter

Offline Breker

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Re: Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort
« Antwort #12 am: 23 Mar 13, 21:54 »
Hallo Peter,

klar sind Höhlen schon seit jeher als "Unterschlupf" genutzt worden. Im jordanischen Petra wohnen die ganzen Händler die tagsüber die Touristen erleichtern auch in den aus den Felsen gehauenen "Höhlen".
Die ursprüngliche Frage zielte aber, so wie sie formuliert war, wohl darauf hin ab, dass es fahrlässig und gefährlich schlimm ist, dass diese "Unterschlupfmöglichkeiten" bei einem plötzlichen schlimmen Ereignis den Menschen heutzutage nicht mehr zur Verfügung stehen (so wie früher).
Ich würde gerne Hinweise haben für das >so wie früher< in Verbindung mit einem plötzlichen schlimmen Ereignis (Krieg/Naturkatastrophe, oder halt auch "Eiszeit"). Ungefähr so: In dem Schacht haben sich zu dem Tsunami an dem Datum/diese Woche so viele Menschen gerettet. Es würde mich (gerade für die althistorische und prähistorische Zeit) wirklich interessieren, weil es dafür nur selten Belege gibt. Oft sind es nur "urban legends", deren Wahrheitsgehalt sich aber meist auf das reduziert, was am Ende eines langen Stammtischabends in den Biergläsern verbleibt (Schaum und warme Luft).

Als Antwort auf die Frage aus dem ersten Beitrag: Die Gefährdung die über die Jahrhunderte davon ausgeht, ist wahrscheinlich größer als der (Schutz)Nutzen bei einem einzelnen kurzen Ereignis. Ohne jetzt Wörter wie "immun"oder "gefeit" zu nutzen, kann man aber mit Sicherheit sagen: solche Orte sind heute ineffektiv, wenn es um Schutz vor den meisten aktuell möglichen Gefahren durch Mensch oder Natur geht. Und historisch gesehen fehlen mir Belege dafür, dass für den Schutz größerer Menschenmengen vor einer Umweltkatastrophe oder einer kriegerischen Handlung eine Höhle/Schacht/Stollen den einzig möglichen signifikanten Beitrag (also nicht mal eine Person an einer Stelle) geleistet haben. Das suggeriert der Threadersteller meiner Meinung nach aber, entweder weil er es (meinem Eindruck nach) wirklich glaubt, oder aus anderen Gründen als den genannten ein paar Leute finden möchte, die seine Empörung teilen.

Glück Auf!

A.B.


Offline Blackminer

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Re: Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort
« Antwort #13 am: 24 Mar 13, 01:50 »

Offline Breker

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Re: Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort
« Antwort #14 am: 24 Mar 13, 08:13 »
Danke!

 

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