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Permotrias in den Deferegger Alpen

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dschenson:
Hallo allerseits!
Ich schreibe derzeit eine Seminararbeit zur lokalen Geologie der Deferegger Alpen. Bei meiner Recherche bin ich auch auf die sogenannte Permotrias bei Bad Kalkstein gestoßen. Nun habe ich auch schon Fachartikel (z.B. von Prof. Bernhard Schulz) herangezogen, die sich recht intensiv mit deren Petrologie beschäftigen. Allerdings - das muss ich gestehen - ist mir die Bedeutung dieser Permotrias-Decken, bisher noch nicht wirklich eindeutig klar geworden. (Was wohl auch an den teils komplizierten Artikeln liegen mag...)

Nach meiner Interpretation handelt es sich hierbei wohl um Altkristalline Decken, die im Zuge der eoalpinen Orogenese vermutlich autochthon erhalten blieben und seit ihrer Genese (zu Zeiten der Perm-Trias-Grenze), wohl nicht durch variskische und alpidische Metamorphose überprägt wurden. Im Gegensatz zu allen anderen Decken.

Vielleicht gibt es hier ja ein paar Experten zum Thema Alpen-Geologie, die mir da eventuell ein wenig auf die Sprünge helfen und/oder mich berichtigen können! Ich würde mich freuen!

Geomaxx:
Hi dschenson,
...zwar ungewöhnlich für den Mineralienatlas, aber lasst uns über Alpengeologie sprechen ;), find ich äußerst spannend, da ich anno dazumal selber in den Alpen meine Diplomarbeit geschrieben habe.
Nun, die Arbeit(en) von Bernhard Schulz des Instituts für Geologie und Mineralogie der Universität Erlangen-Nürnberg aus den 2000-2001er Jahren kennste ja schon, dann solltest Du also einigermaßen den Überblick bekommen haben.
Empfehlenswert ist des weiteren die Arbeit aus der Uni München
Guhl, M., Troll, G. (1987): Die Permotrias von Kalkstein im Altkristallin der südlichen Deferegger Alpen (Österreich), Jb. Geol. B.-A., 130, 1, Wien
ist über die hp frei zugänglich
www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/JbGeolReichsanst_130_0037.pdf (leider ohne Kartenanhang, müsste aber über Deine Uni gut zu bekommen sein)
Des weiteren ist eine Recherche zu den Aufnahmsberichten direkt an der Geologischen Bundesanstalt Wien zu empfehlen; in den Archiven schlummern diverse interessante, häufig nicht veröffentlichte lokale Aufnahmen und Kartendarstellungen und die Leute sind dort wirklich extrem hilfsbereit; in der Gegend basieren aber die meisten Aufnahmen auf der Arbeit von Guhl & Troll.
In den gängigen Lehrbüchern zur Alpengeologie sind diese kleinräumigen, aber interessanten Permotrias-Vorkommen im Oberostalpin aber meist nur eine Randnotiz wert. Im Hlauschek 1983 ist auf Seite 296 ein mickriges Profilchen abgebildet, das Dir aber nicht weiterhelfen wird.
Falls Du noch Infos oder Erklärungen zu einzelnen Spezialfragestellungen brauchst, gerne auch per PM, um die Geduld der Mineralienpuristen nicht zu arg zu strapazieren, obwohls ja auch dort die ein oder andere interessante Mineralparagenese hat. ;D
Glück Auf!
GEOMAXX

heli:
google mal:

"permotrias defereggen"

oliverOliver:
hallo dschenson + geomaxx,
macht euch wegen der "Mineralisten" keine Sorgen -
schließlich ist dies hier der Bereich "Gesteine", Board "Tektonik" -
also völlig passendes Thema !!

Geomaxx:
Hi,
bin ja nur so vorsichtig, weil in letzter Zeit häufig gemault wurde: Zu viele Mineralienfotos, Micromounts?-Nein-danke...
Da möcht ich nicht wissen, wie die Stimmung ist, wenns um TEKTONIK, ALPENGEOLOGIE oder sonstige eher mineral-arme Themen geht.
Am liebsten hätte ich in Schriftgröße 0,00001 pt geschrieben ;D
Glück Auf!
GEOMAXX
Hier mein Coming-Out: Ich bin Geologe.

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