Es hat mir keine Ruhe gelassen, daher habe ich mich schon heute Nacht damit beschäftigt:
Die Strichfarbe ist - soweit ich das erkennen kann - weiß mit einem Stich ins grünlichblaue.
Die Härte: Calcit wird nicht geritzt, umgekehrt schon, auch ein Messer ritzt das Steinchen. Also Härte unter 3.
Chrysokoll scheint damit wegen der Härte auszuschließen zu sein. Nach den Daten, die ich aus dem Atlas habe, käme vielleicht Chalkoalumit in Frage (Härte 2,5), was ja auch von der Chemie herpassen könnte. Ausserdem hat ein Vergleich mit den Atlasbildern gewisse Ähnlichkeiten gezeigt, so auch der leicht seidige Glanz auf den Kügelchen. Dabei ist mir besonders ein Foto aufgefallen (von der Richelsdorfer Hütte), wo scheinbar auch solche weißen tafeligen Kriställchen daneben vorkommen. Allerdings auch kein Hinweis, was das sein könnte.
Auch die Bilder von (kupferhältigem?) Allophan zeigen gewisse Ähnlichkeiten, allerdings kenne ich solchen von Brixlegg in Tirol, und alle diese Stücke haben in kurzer Zeit Austrocknungsrisse gezeigt. Die Yongping-Stücke bisher nicht. Ich weíß, daß das nicht unbedingt ein Kriterium ist. Es bleibt also spannend...
Mir scheint also, ich habe keinen Chrysokoll vor mir, sondern Chalcoalumit oder Allophan. Zum weißen blättrigen Mineral habe ich immer noch keine Idee. Der schon erwähnte Schulenbergit scheint auszuschließen zu sein, da ja kein Zink in der Paragenese vorkommt. Bin schon gespannt auf Eure Meinungen, und besonders im Herbst auf eine Analyse.
Volkmar