Hallo,
Interessant in jedem Fall. Ich würde da jetzt zeitnah einige Kisten Material bergen und an einem sehr kühlen Ort (dunkler Keller o.ä., trockener Tunnel oder Stollen!!) lagern. Sonst ist es spätestens im Herbst wieder weg, weil die meisten Sachen wasserlöslich sind.
Sulfate sind leider schwer zu bestimmen. Entscheidend ist erstmal das Kriterium der Wasserlöslichkeit (an ganz kleinen Proben testen!!). Einige wenige Sulfate (Gips, Jarosit, Voltait) sind schwerer löslich wie die überwiegende Menge. Dann kommt es noch auf das Angebot an Ionen an. In Metalllagerstätten findet man überwiegend Eisensulfate (aus Pyrit/Markasit) neben Schwermetallsulfaten (Vitriole). Hier könnten Eisensulfate (die gelbe Farbe lässt drauf schließen) aus Pyrit neben solchen mit Aluminium, Ammonium, Kalium, Natrium, Calcium auftreten. Das gelbe könnte so etwas wie Mohrit, Sideronatrit oder Copiapit sein. Bei dem weißen traue ich mir keine Aussage anhand des Fotos zu, aber Epsomit halte ich evtl für denkbar. Bestimmung leider v.a. apparativ, oft nur XRD/EDX kombiniert. Wenn man an Blutlaugensalz rankommt, kann man bei löslichen Sulfaten selektiv zwei- und dreiwertiges Eisen nachweisen, Dazu braucht man nur einen Tropfen Lösung, die tintenblaue Farbe ist unverwechselbar. Wichtig ist immer nur, dass man zweiwertige Sulfate mit dreiwertigem (rotem) Hexacyanoferrat nachweist und umgekehrt dreiwertige Sulfate mit zweiwertigem (gelbem) Blutlaugensalz. Nie vorher Säuren, v.a. Salzsäure einsetzen, Salzsäure + rotes Blutlaugensalz = Blausäure!!!
Glück Auf!
Sebastian