Servus,
ich denke, ich verstehe die Frage bzw. das Problem.
Eine chemische
Summenformel, wie z.B. Ag3Hg2 gibt ueblicherweise die Anzahl der Atome (als kleine, tiefgestellte, ganze Zahlen) der chemischen Elemente an, die in einer Verbindung enthalten sind. Die Ergebnisse von Elementaranalysen, z. B. Ag1.2Hg0.8 werden sinnvollerweise ebenfalls mit ganzzahlige Indices angegeben (Atome lassen sich schlecht teilen

); der Informationsgehalt ist natuerlich derselbe.
Im Fall von Schachnerit und Para-Schachnerit handelt es sich um Amalgame, d.h. intermetallische "feste Loesungen" (solid solutions) von Silber in Quecksilber. Die Besetzung der Atompositionen ist dabei statistisch, d.h. Ag und Hg sind im Gitter gegeneinander austauschbar.
Wie Krizu schon schrieb, koennen Einheitszellen verschiedenartig aufgestellt (= definiert) werden; hierzu gibt es Konventionen (s. WebPage der IUCr).
Die Zahl Z der Formeleinheiten pro Einheitszelle ergibt sich aus der Bestimmung der Elementarzelle; eine Ueberpruefung der aus den Roentgendaten berechneten Dichte mit der experimentell bestimmten Dichte ist zweckmaessig, insbesondere wenn Zweifel bez. der eindeutigen Festlegung der Raumgruppe bestehen (wie dies bei Schachnerit der Fall ist).
GA
Harald