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Frage an die Bayern: Hauzenberg und Kropfmühl
Schlacke:
Endgültiger Klärungsversuch, wohlgemerkt nach einem Tel.-Gespräch mit der Kropfmühl AG in Hauzenberg:
Beginn der Graphit-Gräberei durch die Kelten im "Passauer Revier" als Tonzusatz für die damalige Gebrauchskeramik. Keramik- reste wurden bisher südlich der Donau gefunden.
Im 16. Jh. begann die Grahitgewinnung, Graphit und die Tonwaren wurden damals noch als Eysenfarb, Eisentachen, Däche, Schmelztüglteich usw. bezeichnet. Erst dorch den Mineraöogen Werner (1750-1817) wurde die Bezeichnung GRAPHIT in die Wissenschaft eingeführt. Um 1726 erscheint eine erste Zusammenstellung nach Graphit grabender Bauern, so auch im Gebiet von Kropfmühl(e) u. Pfaffenreuth. Zu damaliger Zeit war das Mineral dem Grundeigentümer vorbehalten. D. h. jeder konnte auf seinem Grund und Boden nach G. suchen. Teilweise waren um 1914 rd. 46 Einzelunternehmen und Gewerkschaften bergbaulich aktiv. Nach Übernahme in den Staatsvorbehalt wurde die Gesellschaft Kropfmühl in eine AG umgewandelt und übernahm als Konzessionsträger alle noch vorhandenen Gruben und Gesellschaften. Kropfmühl AG wurde ausgebaut und ist heute der Sitz der AG mit Bergwerksbetrieb und Hauptverwaltung vor Ort.
Der Name der Stadt Hauzenberg kommt dadurch in Spiel, dass die Siedlung Kropfmühl nach dort eingemeindet worden ist.
in H. befindet sich keine Zweigstelle der AG. Ehemaliger Graphitabbau ist H. ist eher einem Versuch zuzuordnen, H. liegt bereits ausserhalb des Lagerstättenbezirks.
Diese Hinweise basieren u. a. auch auf den Veröffentlichungen des ehemaligen Vorstandsmitgliedes der Kropfmühl AG, Karl-Heinz Gohla, s. o.a. Literaturhinweise (Millionenbauern; Magma H. 4/84)
Glückauf!
Schlacke
Collector:
Hallo Jens
jetzt wirds ganz kompliziert. Lt. Deinem Artikel ist Kropfmühl ein Teil von "Schaibing" und Hauzenberg kommt garnicht mehr vor. Und Schaibinger Graphit ? Wenn anfangs der 1800er Jahre Kropfmühl Teil von Schaibing wurde, sollte es doch eigentlich auch Schaibinger Graphit gegeben haben ?
Im wiki (und anderswo) ist Kropfmühl ein Teil von Hauzenberg und es wird von "Hauzenberger Graphit" gesprochen.
Laut Klaus (kks) hat Hauzenberg aber nichts mit dem Graphitabbau zu tun. ???
Soweit nachvollziehbar, wurde in Kropfmühl Graphit erst seit dem 19. Jh. abgebaut und von dort beschrieben. Die Hauzenberger Graphitgruben (nicht Kropfmühl !) waren allerdings schon im 18. Jh. bekannt, bzw. einige Jahrzente, bevor in Kropfmühl mit dem industriellen Abbau von Graphit begonnen wurde.
Kann es sein, dass wir hier alle unterschiedlichen Wahrnehmungen unterliegen ? Wie sagte doch Al Pacino ? ".... nichts ist, wie es scheint..." :-\
Gruß
collector
P.S. @Elmar / Schlacke
Mein Beitrag hat sich mit Deinem gekreuzt. Danke für die Info. Auch Du schreibst, dass Kropfmühl Teil von Hauzenberg ist; bei Jens lese ich aber, dass Kropfmühl Teil von Schaibing war / ist ? Insofern bin ich immer noch verwirrt.
Vielleicht sollte ich, um sicher zu gehen, doch nur schreiben: Graphitabbau bei Passau ???
kks:
--- Zitat von: Collector am 20 Sep 13, 11:34 ---
Vielleicht sollte ich, um sicher zu gehen, doch nur schreiben: Graphitabbau bei Passau ???
--- Ende Zitat ---
Hallo,
der Beitrag von Schlacke stellt doch die Dinge klar: Der Graphitbergbau ging in Kropfmühl und Pfaffenreuth um, und Hauzenberg hat nur insofern etwas damit zu tun, als Kropfmühl zwischenzeitlich nach Hauzenberg eingemeindet wurde. Das beseitigt m. E. alle Zweifel.
Gruß,
Klaus
Jochen1Knochen:
Hallo!
Den Link von früher habe ich doch nur geschrieben,weil du wissen wolltest,ob es Kropfmühl früher eigenständig gegeben hat.Und nach der Chronik hat es eben Kropfmühl früher eigenständig gegeben.
Wenn du was drüber schreiben möchtest solltest du erst den Ort der Förderung,also Kropfmühl nennen und den Ort der Eingemeindung,also Haunzenberg hinten dranstellen.Also praktisch "Kropfmühl,Ortsteil von Haunzenberg".
Gruß Jens
Collector:
Dank Euch allen
ich hoffe ich habs verstanden. Auch wenn ich mit keiner Meinung konform gehe.
Ja, ich weiß (seit nunmehr 40 Jahren), dass es in Kropfmühl Graphitabbau gab/gibt (ruht). (ich hatte schon in den 8oer Jahren Graphit aus Kropfmühl in meiner Sammlung). Allerdings (komisch, keiner geht darauf ein) gibt es den Abbau erst seit 1870 (Quelle: webseite des Besucherbergwerks Kropfmühl).
In den 1790er Jahren, also schon 80 Jahre vor dem Beginn des Abbaus in Kropfmühl, untersuchte der Chemiker Klaproth Erzproben aus den Graphitgruben von Hauzenberg und veröffentlichte seine Untersuchungsergebnisse 1795. Von einem Ort oder einer Grube oder einer Lagerstätte Kropfmühl sprach er nicht, jedoch vom "Passauischen", woraus in den Folge-Publikationen Hauzenberg wurde. (u.a. auch offiziell Typlokalität von Titanit "Graphitbergbau im Passauischen", später (s.a. mindat wurde daraus Hauzenberg).
Mich interessiert einzig und allein, ob es neben und besonders vor dem Bergbau in Kropfmühl noch andere Graphitgruben im Bayrischen Wald, bzw. besonders bei Passau gab. Der untenstehende Artikel aus der Wikipedia zitiert " .... Die ersten Graphitgruben (Plural / Mehrzahl) entstanden zu Beginn des 18. Jahrhunderts. (also nicht, wie Kropfmühl, erst 1870).
Graphit wurde im Grundeigentümerbergbau gewonnen, so dass in absatzgünstigen Zeiten die Grundbesitzer zu beträchtlichem Reichtum kamen.......".
Dass Kropfmühl einmal Ortsteil von Schaibing, ein andermal Ortsteil von Hauzenberg war/ist, ist für meine vorgesehene Arbeit weniger wichtig. Ich möchte nur gerne wissen, ob ich die alten Quellen, die vom Graphitbergbau in Hauzenberg sprechen, verwenden kann / sollte.
Auf jeden Fall danke ich Euch für die Hilfe und Kommunikation.
Gruß
collector
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